20 Jahre avenTOURa – Besondere Reisen, besondere Orte


Anläßlich unseres 20-jährigen Firmenjubiläums werden wir Ihnen in unserem Jubiläumsjahr auf dieser Seite fortlaufend von besonderen Orten aus unseren Reiseländern berichten.

Die Beiträge werden von Mitarbeitern, Reiseleitern oder unseren örtlichen Agenturen verfaßt. Sie sollen Ihnen einen Eindruck von der Vielfältigkeit und Besonderheit unserer Reiseländer vermitteln und Ihnen zeigen, welche einzigartigen Orte zu den Reiseprogrammen von avenTOURa gehören.

Den Anfang dieser Serie macht der Firmengründer und Geschäftsführer Gerd Deininger persönlich. Er hat im Januar 2015 die Seenregion in Chile besucht und berichtet von der Besteigung des 2.652m hohen Vulkan Osornos. Lesen Sie selbst von seinen Erlebnissen und seinen besonderen Tipps für eine Reise durch die Region de los Lagos.

 

Chile, mi amor escondido

Vor nunmehr 20 Jahre gründete ich die Firma avenTOURa. Seither unternahm ich zahlreiche Reisen in nahezu alle Länder Süd- und Mittelamerikas. Unzählige Male besuchte ich Cuba. Diesem Land und seinen Menschen gehört meine vollste Leidenschaft und Begeisterung. Nach wie vor. Doch meine geheime Liebe gilt eigentlich dem wunderbaren Land Chile und insbesondere der „Región de los Lagos“, dem Seengebiet, welches sich ca. 800 km südlich der Hauptstadt Santiago de Chile ausbreitet.

Hier bin ich im Jahre 2005 das erste Mal eingetroffen. Und es war Liebe auf dem ersten Blick. Vieles hat mich hier an meine Kindheit erinnert. An die Zeit, in der ich bei Oma und Opa auf dem Dorf sein konnte und in der friedlichen ländlichen Idylle so viele wunderbare Dinge entdeckte.

Besonders magisch empfand ich gleich bei meinem ersten Besuch in Chile den Anblick des dominanten Vulkans Osorno in der Region um den Llanquihue-See.

Direkt am gerade mal 90 Meter über Meereshöhe liegenden Llanquihue-See steigt der immer noch als aktiver Vulkan registrierte Berg auf eine Höhe von knapp 2.700 m auf. Der Vulkan Osorno majestiert geradezu über die Region des Llanquihue-Sees, der sich übrigens als der drittgrößte See Südamerikas bezeichnen darf.
Der Osorno besitzt die perfekte Form eines Vulkans. Er könnte nicht malerischer sein. Für viele gehört er zu den schönsten Bergen der Welt. Für mich ist er es mit großem Abstand.

Ich war damals von dem idyllischen Seengebiet und dem Anblick dieses majestätischen Berges so gefangen, dass ich kurzerhand entschied, hier eine Niederlassung meiner Firma aufzubauen um mit dieser Agentur die Reisen der avenTOURa Kunden in Chile in Eigenregie organisieren zu können.

In den Jahren 2006 bis 2010 verbrachte ich selbst immer wieder mehrere Wochen an dem neu gegründeten Sitz unserer chilenischen Agentur.

Noch heute betreut die damals gegründete Agentur Latina Real Tours Chile mit mehreren deutschsprachigen Mitarbeitern die von avenTOURa in Chile angebotenen Reisen.

Doch nochmals zurück zum Osorno.

Natürlich gab es in mir nach dem ersten Anblick dieses perfekten Berges auch das Verlangen, auf dessen Gipfel zu gelangen. Mein Freund Claudio, mit dem ich öfter mit dem Mountain Bike unterwegs war und der neben seiner Tätigkeit als Nationalpark Ranger auch Bergführer war, erfüllte mir schon bald diesen Wunsch. Mit ihm erklomm ich im Jahre 2006 erstmals diesen magischen Berg.

Ohne ausgebildete Führung ist der Aufstieg untersagt. Das Bild des lieblichen Vulkans trügt. Jedes Jahr lassen sich Bergsteiger von dem idyllisch anmutenden Berg täuschen. Nicht wenige erlitten in den schwer zu erkennenden Gletscherspalten schwere Verletzungen oder fanden darin gar den Tod. Zudem sind die letzten 300 Höhenmeter extrem steil. Ohne Steigeisen und Sicherung durch Seil ist der Aufstieg nicht möglich.

Es ist daher unbedingt zu empfehlen, den Aufstieg mit einem erfahrenen Bergführer zu unternehmen.

Ich habe meinen jüngesten Aufstieg im Januar 2015 anlässlich des 20-jährigen Firmenjubiläums von avenTOURa, mit unserem Bergführer Alvaro unternommen. Mit ihm kann man sich bei diesem Abenteuer in sicheren Händen fühlen. Wenn immer möglich ist dieser auch der Bergführer der für unsere Kunden angebotenen Besteigung des Vulkan Osornos.

Die eintägige Tour können Sie auch ohne eine spezielle Vorbereitung in Ihr individuelles Reiseprogramm aufnehmen oder auch bei fast allen von avenTOURa angebotenenen Kleingruppenreisen optional hinzubuchen.

 

Eine gewisse Fitness ist natürlich Voraussetzung. Zwar werden Sie mit dem Auto bis auf 1.350 Höhenmeter zum Refugio Teski gebracht, doch hier warten dann immer noch ca.1.400 Höhenmeter Aufstieg. Dieser startet i.d.R. in den frühen Morgenstunden und kann bis zum Erreichen des Gipfels je nach Kondition ca. 6-7 Stunden in Anspruch nehmen. Doch dort wartet dann als Belohnung für die Anstrengung ein überwältigender Ausblick auf das gesamte Seengebiet über zahlreiche Berge und Vulkane über den Berg Tronador bis tief hinein nach Argentinien.

Neben dem Aufstieg zum Gipfel des Osornos gibt es im chilenischen Seengebiet um den Llanquihue-See natürlich noch eine Menge weiterer Attraktionen. Viele bekannte, die Sie in jedem Reiseführer nachlesen können, wie z.B. den von deutschen Einwandern dominierten Ort Frutillar, die spektakulären Saltos del Petrohue oder den benachbarten Lago Todos los Santos. Da die Gegend trotz ihrer Schönheit jedoch bei weitem noch nicht so überlaufen ist, finden sich hier auch immer noch viele versteckte Erlebnisse.

So z.B. der Wanderweg Sendero Solidario, entlang des Fußes des Osornos, der durch dichten Urwald und über weitläufige Lavafelder führt, oder der untere Flusslauf des Petrohue-Flusses zum gemütlichen Paddeln und Angeln oder der oberer Flusslauf für ein spektakuläres Rafting vor der Kulisse einer überwältigenden Natur. Auch Kayaktouren im See, Fluß oder dem nahegelegenen Meer sind sehr reizvoll. Als Geheimtipp für Naturliebhaber (und v.a. auch Felskletterer) gilt auch das nahegelegene Valle de Cochamo.

All dies kann Ihnen avenTOURa gerne in einer indivuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Reise ermöglichen.

Auf unserer website können Sie aus einem breiten Angebot an erlebnisreichen Reisebausteinen wählen.

Natürlich stellen wir Ihnen hier auch die Exkursion zur Besteigung des Vulkan Osorno vor.

Zur Planung einer individuellen Reise berät Sie unsere Chile Expertin Frau Stefanie Wachter, Tel. 0761-211699-3, s.wachter@aventoura.de

Und wussten Sie eigentlich, dass es seit kurzem nun entlang des Lago Llanquihue von Puerto Varas im Westen bis nach Las Cascadas im Osten einen durchgängigen, doppelspurigen Radweg gibt? Er ersteckt sich immerhin über 65 Kilometer! Es ist geplant, den Radweg um den gesamten Llanquihue-See anzulegen. Diese herrliche, ca 160 km lange Runde bin ich selbst bereits mehrfach gefahren, zuletzt erst Ende Januar 2015. Sportliche Biker schaffen das an einem Tag, doch es empfiehlt sich freilich die Tour auf 2 oder 3 Tage auszudehnen. Als Etappenorte bieten sich besonders Frutillar, Puerto Varas oder Ensenada an, wo sich viele schöne Unterkünfte finden lassen. avenTOURa bietet diese wunderschöne Tour mit beliebiger Dauer, vorgebuchten Übernachtungen und Leihrädern an.

Hier finden Sie das Angebot einer dreitägigen Biketour um den Lago Llanquihue.

Und wer viel in der Natur unternimmt, bekommt auch einen guten Appetit. Daher abschließend noch ein kulinarischer Tipp: Am südlichen Ufer des Lago Llanquihue bei Ensenada befindet sich eines der besten ländlichen Restaurants Chiles. Das der Yankeeway Lodge angeschlossene Latidud 42 bietet typische chilenische Gerichte auf Spitzenniveau. Oder Sie genießen das üppige Buffet mit Asado al Palo (Lamm am Grillspieß) im Restaurant Espantapajaros bei Puerto Octay. Natürlich speisen Sie an beiden Orten vor dem Panorama des gegenüber aufsteigenden Vulkans Osornos.  

 

Hasta luego en Chile. En la Region del los Lagos.

Mi amor escondido.

Gerd Deininger
Geschäftsführer avenTOURa GmbH

 

 

 

Galápagos – das Paradies auf Erden

Seit 10 Jahren arbeite ich bei avenTOURa und fast genauso lang wollte ich selber zurück nach Südamerika und meinen Mann und inzwischen 2 Söhne (3+5) für diesen Kontinent der Superlative begeistern. Während dem Studium hatte ich ein halbes Jahr in Puerto Varas, Chile gearbeitet und somit war es klar, dass wir auf jeden Fall Chile & Argentinien bereisen. Aber Ecuador & Galápagos waren noch ein großes schwarzes Loch auf meiner persönlichen Reise-Landkarte..

.. da mein Mann und ich einstimmig der Meinung waren, dass Peru mit Kleinkindern noch keinen Sinn macht (wegen der enormen Höhe und um nicht immer den Satz „Nicht schon wieder eine Ruine“ zu hören), entschieden wir uns also für Ecuador & Galápagos als drittes Reiseziel während unserer 2 Monate Südamerika. Wir haben uns knapp 4 Wochen Zeit genommen.

Auch die erste avenTOURa-Reise führte 1995 ja schon nach Ecuador, so dass ich hier auf die langjährige Erfahrung meiner Kollegen, allen voran Boris Siebert aus Quito, vertrauen konnte. Er hat uns eine großartige und sehr abwechslungsreiche Mietwagenrundreise, ähnlich dem Baustein „Ruta de los Volcanes“  organisiert, aber wir haben noch zusätzlich 2 Nächte im Bergnebelwald von Mindo  verbracht. Die ersten 2 Tage verbrachten wir zum Akklimatisieren in Quito

Aber das absolute Highlight war zum Abschluss unserer Reise der Aufenthalt auf denGalápagos-Inseln. Wir wussten zwar, dass uns ein Natur-Paradies empfangen würde, aber wir waren doch überwältigt von der Vielfalt der Flora & Fauna auf den Inseln. Da meine Kinder nicht ganz seefest sind und sich gerne und viel bewegen, haben wir uns für das Island-Hopping entschieden – ich konnte mir meine Familie einfach nicht auf einem Kreuzfahrtschiff vorstellen…  Meine Jungs sind beide im Waldkindergarten und gewohnt, viel draußen zu sein und mit dem zu spielen, was die Natur bietet. Für sie war es besonders toll, so auf Tuchfüllung mit den vielen Tieren zu gehen. Das Besondere ist, dass man die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum besuchen kann, ohne das Gefühl zu haben, sie zu bedrängen, ganz anders als im Zoo. Man ist also stiller Beobachter und wenn man sich Zeit nimmt und ruhig verhält, kommen die Tiere von alleine ganz nah an einen heran.


Wir haben unseren 10-tägigen Aufenthalt auf der Insel San Crístobal begonnen und die Schildkrötenaufzuchtsstation „La Galapaguera“ und den Strand „La Lobrería“ besucht – beim ersten Schnorchelausflug seines Lebens hat mein 5-jähriger Sohn gleich einen Rochen, eine Meeresschildkröte und eine Muräne gesehen – was für ein Anfängerglück! Auch der Kleine kam auf seine Kosten, denn der ganze Strand war voller spielender Seelöwen und die Fregattvögel haben ihre Runden im Tiefflug über uns gedreht.. 

In Santa Cruz haben wir uns natürlich die Charles Darwin Station – auch ohne Lonesome George – angeschaut, inzwischen gibt es aber auch viel private Aufzuchtstationen für Schildkröten. Ein  Highlight war der Ausflug zur Lagune „Las Grietas“ wo sich alle meine Männer „todesmutig“ in das Wasser gestürzt haben. Das Besondere: Die Lagune ist nicht so salzhaltig wie der Pazifik, d.h. man empfindet das Wasser nach einem Schnorchelausflug im Meer als besonders weich und klar. Sie befindet sich in atemberaubender Kulisse in einer Schlucht aus Lava-Felsen.

Aber am Beeindruckensten war für uns die ursprüngliche Insel Isabela, die noch komplett von Lavamassen bedeckt ist. Hier waren wir im paradiesisch – direkt am puderfeinen weißen Sandstrand  - gelegenen Hotel Casa de Marita untergebracht – meine unbedingte Empfehlung für Familien mit Kindern. Die Zimmer sind großzügig geschnitten, die Auswahl an Essen groß und die Qualität sehr gut. 


Bei Sonnenaufgang kurz nach 6 Uhr morgens kamen die ersten Lavaechsen angekrochen und sonnten sich am Strand oder direkt auf den Lava-Felsen, die wie zufällig ausgespuckt über den ganzen Strand verteilt waren. 
Einige Felsen haben kleine Pools und Becken gebildet – besonders für die Kinder geeignet, weil sich hier das Wasser auch schneller erwärmt hat – die reinsten Planschbecken. Weitere Besucher am Strand waren spielende und fischende Seelöwen, Pelikane und Blaufußtölpel, die sich von Zeit zu Zeit aus heiterem Himmel in’s Meer stürzten, um einen Fisch zu ergattern. Aber auch die berühmten Galápagos-Pinguine haben uns mehrmals Besuche abgestattet und sind ganz nah an’s Ufer herangeschwommen. Tier-Begegnungen, von denen wir sicherlich noch lange schwärmen werden…

 Auch mein jüngster Sohn hat sich noch einen Traum verwirklicht: Er wollte unbedingt auf einer Schildkröte reiten! :-)

Latina Real Tours Argentinien

Es ist für uns eine große Freude, die Festivitäten anlässlich des 20-jährigen Jubiläums mit avenTOURa zu teilen.

Latina Real Tours Argentinien arbeitet seit nunmehr 12 Jahren mit avenTOURa zusammen und erinnert sich an unzählige Anekdoten und gemeinsame Momente. 

Wir erinnern uns noch an den kalten südamerikanischen Herbstmorgen im Jahr 2002, als Gerd Deininger zum ersten Mal nach Mendoza kam, um uns kennenzulernen. Damals waren wir nur eine Handvoll von Nachbarn, die 4 Monate zuvor ein Agrotourismus-Projekt namens „Caminos de Altamira“ gegründet hatten. 

Als Herr Deininger unser Projekt besuchte, sagte er nach wenigen Minuten „Das ist es, was die Reisenden von avenTOURa in Argentinien kennenlernen sollen!“ Kurz darauf hatte sich bereits ein starkes Band der Freundschaft und gemeinsamen Arbeit gebildet.

Dieses Band leitete uns bis zum Jahr 2007 nach Berlin, als das Projekt den TO - DO Preis für nachhaltigen Tourismus gewann. Nach und nach kamen mehr Reisende und Ziele hinzu und Rundreisen durch ganz Argentinien, von den Gemeinden der indigenen Völker des Chaqueño-Waldes und der Hochebene bis hin zu den Naturwundern von Iguazú und den Gletschern Patagoniens

 


Diese Jahre brachten uns Berufserfahrung und haben uns gestärkt. Wir gingen neue Wege bis nach Feuerland, erkundeten die Naturschutzgebiete auf der Halbinsel Valdez und die Sümpfe Iberas - und natürlich die immer wieder überraschende Kulturmetropole und Hauptstadt Buenos Aires mit ihrer pulsierenden Lebensenergie.

Latina Real Tours Argentinien freut sich mit den Kollegen in Deutschland, diesen Weg gemeinsam beschritten zu haben, den nachhaltigen Tourismus im Valle de Uco voranzutreiben und unsere Gäste zufrieden und voll neuen Wissens wieder nach Deutschland zu entlassen. Wir haben eine Brücke der Freundschaft zwischen unseren so unterschiedlichen und gleichzeitig ähnlichen Völkern geschaffen.

Tourismus ist für uns eine Tür, um uns einen Blick auf uns selbst zu eröffnen und zu reflektieren.

Wir schicken Euch einen leckeren Wein aus Mendoza um mit unseren Kollegen in Freiburg anzustoßen auf dieses Jubiläum! Alles Gute!

 

avenTOURa-Team auf Kuba-Inforeise

Anlässlich des 20jährigen Firmenjubiläums gingen die Mitarbeiter des Spezialveranstalters avenTOURa auf eine Kuba-Inforeise. 


„Was tut sich aktuell auf Kuba?“ – Dieser Frage gingen rund zwanzig Mitarbeiter des Kuba- und Lateinamerika-Spezialisten avenTOURa aus Freiburg vom 30. April bis zum 4. Mai 2015 nach. Im Rahmen einer Informationsreise erkundeten sie die Hauptstadt Havanna und den weiter westlich gelegenen Naturpark Sierra del Rosario. Gespickt mit Highlights war die fünftägige Tour, zu der avenTOURa-Geschäftsführer Gerd Deininger seine Mitarbeiter anlässlich des 20jährigen Firmenjubiläums eingeladen hatte. 

Den Auftakt bildete die Teilnahme an der traditionellen 1. Mai-Parade zum „Tag der Arbeit“, zu der sich hunderttausende Angestellte bereits in den frühen Morgenstunden versammelten, um mit ihren Betrieben durch Havannas Straßen bis zum Platz der Revolution zu marschieren.
Seit dem Jahr 2013 können sich auch Betriebe aus dem Privatsektor an dem Marsch beteiligen, und so durften sich die avenTOURa-Mitarbeiter dem Kollektiv der staatlichen Partneragentur Gaviota
anschließen und mitlaufen. So verließen die „avenTOUReros“ bereits gegen 5.45 Uhr ihr Hotel, sangen und jubelten mit ihren avenTOURa-Fahnen trotz teilweise strömenden Regens mit der Menge. Gegen 10 Uhr winkten ihnen am Platz der Revolution Kubas Präsident Raúl Castro und Venezuelas Staatsoberhaupt Nicolas Maduro von der Ehrentribüne vor dem Denkmal José Martís zu. 18 Jahre lang – seit dem Jahr 1997 – wurde alljährlich auf den Mai-Kundgebungen für die Freilassung der „Cuban Five“ demonstriert. Diese wurden im letzten Dezember aus der Haft in den USA entlassen und konnten nun selbst an der Mai-Demonstration teilnehmen. In diesem Jahr riefen die Sprechchöre zum vollständigen Ende der Wirtschaftsblockade gegen Kuba auf. Die circa zweieinhalbstündige Parade durch Havanna ist alljährlich eine der größten weltweit.

Am Nachmittag des 1. Mais testeten die avenTOUReros eine neu entworfene Geo Caching-Software, die avenTOURa zukünftig seinen Kunden für Havanna zur Verfügung stellt. Mit einer speziellen App für Smartphone oder Tablet können Havanna-Reisende im Rahmen einer Schnitzeljagd die kubanische Hauptstadt erkunden. Die Teilnehmer erhalten Fragen zu bestimmten Örtlichkeiten in ganz Havanna, die nach und nach abgelaufen werden. So lernen sie auf spielerische Art und Weise die Stadt kennen und erfahren Wissenswertes mit Insider-Tipps rund um Havanna.

 

Kuba für Incentive-Reisen

Am Nachmittag des 1. Mais testeten die avenTOUReros eine neu entworfene Geo Caching-Software, die avenTOURa zukünftig seinen Kunden für Havanna zur Verfügung stellt. Mit einer speziellen App für Smartphone oder Tablet können Havanna-Reisende im Rahmen einer Schnitzeljagd die kubanische Hauptstadt erkunden. Die Teilnehmer erhalten Fragen zu bestimmten Örtlichkeiten in ganz Havanna, die nach und nach abgelaufen werden. So lernen sie auf spielerische Art und Weise die Stadt kennen und erfahren Wissenswertes mit Insider-Tipps rund um Havanna.Ein besonderes Highlight der Tour war die Fahrt mit neun Oldtimern durch Havanna. Im avenTOURa-Outfit und mit Fahnen von avenTOURa, Kuba und Deutschland ausgestattet fuhren die avenTOUReros jubelnd im Cabrio-Corso durch Kubas Hauptstadt. Vom Barcadí-Gebäude aus, in dem sich das avenTOURa-Büro befindet, ging es durch die Straßen über die Uferpromenade, den berühmten Malecón, zum Platz der Revolution bis zum Restaurant Rancho Palco im Stadtteil Vedado. Wie auf dem aktuellen avenTOURa-Katalog abgebildet saßen die Teammitglieder fahnenschwingend auf den Rücksitzen der zum Teil über 60 Jahre alten Chevrolets und wurden von den Passanten winkend und fotografierend begrüßt.  


„Besonders für Incentive-Reisen sind Oldtimer-Fahrten sehr zu empfehlen“, sagt Gerd Deininger, Geschäftsführer von avenTOURa. „Es stärkt enorm das Wir-Gefühl der Mitarbeiter, wenn man in offenen Oldtimern im Corso, mit wehenden Fahnen und im einheitlichen Firmenlook durch die Straßen Havannas rollt und von hunderten zuwinkenden Passanten bejubelt wird.“

Fahrten in Oldtimern sind von Kuba-Reisenden über avenTOURa vor oder auch während der Reise im Büro in Havanna buchbar. Es besteht die Auswahl zwischen Touren von zwei bis drei Stunden bis hin zu mehreren Tagen. Zudem sind Oldtimer-Fahrten auch als Flughafentransfer reservierbar. Beispiele von Touren mit Oldtimern finden Interessierte unter www.aventoura.de/oldtimerfahrten-in-cuba. Weitere, individuelle Touren können bei avenTOURa angefragt werden.

Zahlreiche Outdoor-Angebote warten auf Kuba-Besucher

Der dritte Tag der Inforeise stand ganz im Zeichen von Outdoor-Aktivitäten, für die Kuba ein wahres Paradies ist. In Soroa, einem Ort in der Provinz Artemisa rund 80 Kilometer westlich von Havanna, stiegen die avenTOUReros auf Fahrräder und radelten in strammem Tempo durch die urwüchsige Landschaft bis zum Hotel Moka in Las Terrazas. Die landschaftlich abwechslungsreiche Strecke - auch in Bezug auf die Höhenmeter - war schon eher was für geübte Radler. Wem aber das Radeln zu anstrengend wurde, der hatte die Möglichkeit im Begleitbus eine Verschnaufpause einzulegen, um anschließend frisch und regeneriert in der Gruppe weiterzufahren.  

Soroa ist bekannt für seinen 3,5 Hektar großen Orchideengarten, der zu den größten weltweit zählt, und den nahe gelegenen Wasserfall „El Salto“. Das Hotel La Moka am Rande des Ortes Las Terrazas steht auf einem Hügel im Tal San Juan. Sehr ruhig gelegen ist die Anlage ein idealer Ort zum Ausruhen nach Wanderungen durch die Region, wie beispielsweise zur Kaffeeplantage Buenavista, oder nach anderen Outdoor-Aktivitäten. 

Im Ort Las Terrazas haben Reisende die Möglichkeit eine Canopy-Tour durch die Landschaft zu unternehmen, zu der auch die avenTOURa-Mitarbeiter eingeladen wurden. Ausgestattet mit einer Sicherheitsausrüstung und einer daran befestigten Seilwinde wird man an ein Drahtseil gehängt, bekommt einen Schubs und überquert Schluchten und Täler. In flottem Tempo überfliegen die Canopy-Teilnehmer das Gebiet mit diversen Pflanzen, Palmen, Bäumen oder Seen. Insgesamt sechs zwischen 100 und 360 Meter lange Drahtseile sind quer durch das Gebiet gespannt und gewähren einen einmaligen Blick von oben.

Den Abschluss der Informationsreise für das avenTOURa-Team bildete eine rund zweistündige Wanderung durch die urwüchsige Umgebung von Las Terrazas. Begleitet durch einen fachkundigen Führer erhielten die Teilnehmer viele wissenswerte Informationen über die einheimischen Pflanzen und deren Verwendung in der traditionellen Medizin. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant Casa del Campesino nahmen die avenTOUReros Abschied von Kuba und seinen liebenswerten Menschen. 

Verfasserin: Birgit Bienhaus

Nicht Brot, nicht Fisch - Das Leben der Uros

Seit Jahrhunderten leben die Uros und ihre heutigen Nachfahren auf schwimmenden Inseln. Ihre Heimat ist zwischen den Staaten Peru und Bolivien auf dem Titicacasee. Mit der Zeit hat sich das Leben der Uros stark verändert; die neue Mischung und Ambivalenz zwischen Moderne und Tradition lässt sich bei einem Besuch hautnah erleben.

Es wird viel darüber diskutiert, ob sich der Besuch auf den schwimmenden Inseln überhaupt noch lohne. Es sei sehr touristisch, man fühle sich als Tourist nur noch als Geldquelle und man bekomme keinen authentischen Einblick in das Leben der Uros. Ich bin da anderer Meinung! Zunächst sollte man sich fragen, was man erwartet: Erwartet man wilde Indigenas, die noch wie vor hunderten von Jahren leben und nie in ein Kameraobjektiv geschaut haben oder interessiert man sich dafür, wie die Uros in der heutigen schnelllebigen und medialen Welt das Spagat zwischen Ihren Traditionen und den Verlockungen der Moderne schaffen? Am besten erzähle ich von meinem Besuch…

Morgens legten wir (mit der üblichen peruanischen Verspätung) vom Hafen in Puno ab. Zunächst tuckerte das Boot gemächlich dahin. Schon nach einigen Minuten kam die Schilfwand in Sicht, die den Hafen von Puno vom offenen See trennt. Zwischen den Schilfrohren konnte ich Vögel und Libellen entdecken, dann kam eine Kuh in Sicht, die auf einer kleinen schwimmenden Insel weidete!

Ich dachte mir, dass wir auf dem offenen See sicherlich an Fahrt gewinnen würden. Nichts da! Die Bootstour war Entschleunigung pur!  Nach etwa 30 Minuten erreichten wir die ersten schwimmenden Inseln. Puno war immer noch Sicht.

Welche von den fast 50 schwimmenden Inseln wir besuchen würden, war schon vorab geregelt.  Die Uros wechseln sich nämlich immer gerecht ab: Eine Woche sind die linksliegenden Inseln dran, die nächste Woche die rechtsliegenden. Ich möchte nicht verschweigen, dass außer unserem Boot zeitgleich sicherlich noch acht weitere Boote unterwegs sind, die sich auch auf die Inseln verteilen. Aber nur selten legen zwei Boote gleichzeitig bei einer Insel an, so dass man sich beim Besuch der kleinen Inseln kaum auf die Füße tritt.

 

An der Insel angekommen werden wir herzlich begrüßt und gleich in einen Sitzkreis eingeladen. Der Weg dorthin über das weiche und unebene Schilfgras ist gewöhnungsbedürftig. Die Insel ist sehr überschaubar: gerade einmal 20 x 30 Meter groß.

 

Alle Fragen, die sich bis dahin in meinem Kopf angesammelt haben, kann ich nun loswerden: Wie wird eine Uros-Insel gebaut? Wie viele Familien leben auf einer Insel? Wie sieht der Alltag aus? Die Antworten auf diese Fragen möchte ich nicht vorweg nehmen! Die erfährt man am besten bei einem Besuch selbst. Doch so viel will ich verraten: Wir durften selbst eine kleine Uros-Insel bauen und mit dem Schilfboot eine kleine Runde drehen.

 

Was mich am meisten beeindruckte, war die authentische Unvollkommenheit, die die Insel, die Hütten und das Schilfboot boten. Die Insel war nicht geleckt sauber, in der Hütte der Töchter war ein kleiner Fernseher installiert, die Solaranlage auf dem Dach passte auch nicht so genau ins Bild. Aber genau das ist es ja, was das Leben der Uros heute ausmacht und den Besuch authentisch macht: Altes und Neues zu verbinden. Dazu gehört auch die Einnahmequelle des Tourismus zu nutzen und somit die Lebensweise auf den Inseln aufrechterhalten zu können. Denn sonst würden sicherlich kaum noch Uros auf ihren Inseln leben, sondern Arbeit in der Stadt suchen.

Ist es also Show, was die Uros den Touren bieten? Diese Frage kann ich mit einem eindeutigen Jein beantworten!

 Übrigens! Ich besuchte die Uros Inseln im Rahmen einer 2-tägigen Tour auf den Titicacasee zusammen mit anderen Reisenden. Im Anschluss an die schwimmenden Inseln ging die Fahrt weiter zur Isla Amantani, wo wir sehr herzlich unseren Gastgebern empfangen wurden. Die Nacht war einzigartig, ruhig und kalt. Nach einem herzhaften Frühstück am nächsten Morgen ging die Fahrt über die Isla Taquile zurück nach Puno. Diesen Ausflug bieten wir im Rahmen einiger Gruppenreisen und individuellen Bausteine von 5 Tage / 4 Nächte oder 2 Tage/1 Nacht an!

Cuba – avenTOURas Leidenschaft, jetzt auch unsere Leidenschaft!

Seit 2014 sind meine liebe Kollegin Lisa und ich im Verkaufsteam Cuba. Nach der theoretischen Einarbeitung im Büro mit Katalog, Reiseführer, Bildband und vielen Informationen von unseren erfahrenen Kolleginnen und Kollegen galt es Cuba in der Praxis zu entdecken und zu verstehen.

So machten wir uns Ende April gemeinsam auf die Reise Richtung Königin der Antillen. Mit viel Vorfreude aber auch Aufregung auf neue Erlebnisse und unsere lieben Kolleginnen und Kollegen in Havanna flogen wir von Frankfurt direkt nach Havanna.

Nach ein paar Tagen Akklimatisierung in der Hauptstadt starteten wir unsere Mietwagenrundreise durch den Westen und Zentralcuba. So fuhren wir nach einem zweitägigen Stopp in Viñales über Cienfuegos nach Trinidad. Hier verbrachten wir gemeinsam mit unserer lieben Kollegin Melanie zwei Tage in einer unserer Casas.

Nach der Entdeckung der Stadt selbst und anschließendem Baden an der Playa Ancón folgte ein Ausflug in die einzigartige und vielfältige Natur-landschaft der Gebirgskette Sierra del Escambray.

Unser netter Taxifahrer und Guide fuhr uns zunächst zum Naturpark Topes de Collantes, wo wir den ersten Stopp an einem schönen Aussichtspunkt machten. Dort konnten wir die weitläufige Landschaft unter uns und auch Trinidad von weitem bestaunen. Diesen Punkt nutzten wir um unsere 20 Jahre Flagge zu hissen, wie man auf dem Bild sehen kann.

 

Anschließend starteten wir unsere Wanderung über Stock und Stein zum Wasserfall Caburni. Die Wanderung führte uns über schmale Wege durch einen kleinen Wald. Dort angekommen, genossen wir den Ausblick auf den Wasserfall und machten eine längere Rast. Leider hatten wir nicht unsere Badesachen mit, um ins kühle Nass zu springen, was andere Entdecker des Wasserfalls taten. Als wir wieder gestärkt waren, traten wir unseren Rückweg an und unser Fahrer holte uns am Eingang des Naturparks wieder ab.

Anschließend besuchten wir noch eine kleine Kaffeeplantage, wo wir einen Eindruck gewinnen konnten, wie der Kaffee dort hergestellt wird. Anschließend kehrten wir nach Trinidad zurück.

Den nächsten Tag setzten wir unsere Reise über Santa Clara Richtung Cayo Santa Maria fort. Nach einem  eintägigen Aufenthalt auf der Cayo folgten abschließend einige Erholungstage am Strand von Varadero. Einige Tage später flogen wir von Havanna aus zurück nach Frankfurt. Mit vielen neuen Erfahrungen, einzigartigen Erlebnissen und vor allen Dingen neuem Wissen für unsere Beratungsgespräche kehrten wir ins avenTOURa Büro zurück. Fazit unseres Aufenthaltes auf Cuba:

Cuba ist einzigartig und jetzt auch unsere Leidenschaft!“ Wer mehr über unseren Aufenthalt auf Cuba erfahren möchte, kann unseren gesamten Bericht auf dem avenTOURa Blog lesen!

 

 

Costa Rica - Pura Vida! von Luciana Santos

Mit großer Freude habe ich erfahren, dass ich bei avenTOURa eine neue Destination übernehmen darf, nämlich Costa Rica! Nach zwei Jahren Elternzeitvertretung für die Destination Ecuador ist es nach Rückkehr meiner Kollegin nun Zeit für ein neues Land und neue Herausforderungen. Um mein neues "Produkt“ besser kennenzulernen, habe ich mich im Mai auf eine Inforeise nach Costa Rica begeben.

Nach der tollen Kuba-Inforeise anlässlich des 20-jährigen Firmenjubiläums mit allen Kollegen aus Freiburg und Havanna habe ich mich auf dem Weg nach Mittelamerika gemacht. Mit einem Flug über Panamá City bin ich am 11.05.15 in San José gelandet. Die zweiwöchige Tour habe ich mit dem Mietauto unternommen, welche eine sehr beliebte Variante darstellt, das Land auf eigene Faust zu erkunden.

In San José bot sich mir die Gelegenheit, eigene unserer beliebtesten Unterkünfte zu besichtigen und unsere Partneragenturen vor Ort persönlich kennenzulernen. Da die Hauptstadt eine an sich recht überschaubare Zahl an touristisch interessanten Highlights vorweist, ging es am nächsten Morgen bereits zum nahe gelegenen Vulkan Poás, der leider an diesem Tag seine volle Schönheit nicht zeigen wollte. Der sonst beeindruckende, türkisblaue Kratersee war wegen dichter Wolken und Regen nicht sichtbar. Trotz der Wetterlage war der Ausflug jedoch nicht ganz „ungelungen“, da ich auf dem Rückweg die umliegenden Kaffeeplantagen besichtigt habe und dort den leckeren Costa-ricanischen Kaffee probieren konnte (welcher sich übrigens auch hervorragend als Mitbringsel eignet! ;-)

Danach ging es für die nächsten 3 Tage weiter an die Pazifikküste. Schon auf dem Weg dorthin konnte ich bei einer Raststätte in Limonal die ersten Tiere sichten: Rote Aras und Klammeraffen – ein tolles Erlebnis! Besonders schön fand ich die Strände bei Sámara. Es ist der perfekte Ort, um ein paar Tage am Strand zu entspannen, Surfen zu lernen, einen Spanischkurs zu besuchen und die Abende in den belebten Restaurants und Cocktailbars ausklingen zu lassen. Definitiv empfehlenswert!

Von der Pazifikküste ging es weiter in den nördlichen Teil der Provinz Guanacaste in Richtung Nicaragua zum Nationalpark Rincón de La Vieja. Auf der Fahrt hat man schnell gemerkt, wie sich die Landschaft nach und nach verändert, vom grünen Wald der Küste zu einer Graslandschaft in gold-gelben Farbtönen. Auch  wenn Costa Rica so groß wie Niedersachsen ist, bietet das Land eine enorme Vielfalt in dessen Flora und Fauna. Bei Rincón de La Vieja kann man den Nationalpark besuchen und an den blubbernden Fumarolen die vulkanische Aktivität des gleichnamigen Vulkans beobachten. Ein besonderes Highlight war die Wanderung im Nationalpark, bei der ich neben verschiedenen Vogel- und Echsenarten einen seltenen Tamandua (Kleinen Ameisenbären) sehen konnte!
Nach Ausflügen zu Pferd oder zu Fuß ließ es sich in warmen Thermalquellen baden oder von der Balkon-Hängematte aus den Sabaneros (Guanacastes Cowboys) bei der Pflege ihrer Pferde zuschauen.

Nach 2 Tagen ging es dann weiter nach Fortuna zum berühmten Vulkan Arenal. Die Region rings um den kegelförmigen Vulkan bietet eine große Auswahl an Outdoor-Aktivitäten wie Canopy, Kajak- oder Kanutouren, Hängebrücken, Rafting, Hiking- und Reittouren und vieles mehr. Nach solch abenteuerlichen Ausflügen ist ein Besuch der zahlreichen Thermalquellen der Region eine willkommene Belohnung.

Leider musste ich mich nach 2 Tagen vom Arenal verabschieden, denn es ging weiter Richtung Nicaragua zum abseits jeglichen Tourismus gelegenen Ort Boca Tapada, bei Rio San Carlos. Dies war für mich das größte Highlight meiner Reise. Noch nie habe ich an einem Ort so viele Tiere und aus solcher Nähe beobachten können! Nach meiner Ankunft in der Laguna del Lagarto Lodge habe ich nach wenigen Stunden bereits zahlreiche Papageienarten, Tukane, Nasenbären, Kolibris und Frösche gesehen, ein unbeschreibliches Erlebnis! Man ist inmitten der Natur und kann von der Außenwelt komplett abschalten! Auch wenn die Fahrt in der Lodge nicht ganz unkompliziert ist, lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch dieser Region.

Von Boca Tapada aus ging es dann zu den zwei letzten Stationen meiner Reise. Zuerst habe ich den Nationalpark Tortuguero besucht, bekannt als Eiablagestelle für die Grünen Meeresschildkröten. Allein die Fahrt in den Nationalpark über zahlreiche Wasserkanäle bis zur Lodge ist beeindruckend. Im Nationalpark kann man außer den Meeresschildkröten (von August bis Dezember) auch zahlreiche andere Tierarten beobachten, unter anderem Krokodile, Leguane, Brüllaffen, Kapuzineraffen, Tuberkelhokkos (große Hühnervögel) usw.

Vor dem Rückflug nach Deutschland habe ich noch entspannte 3 Tage an der Karibikküste verbracht, in Cahuita und Puerto Viejo. Die Karibikküste bietet nicht nur traumhafte Strände sondern auch die Möglichkeit, im Nationalpark Cahuita während einer Wanderung verschiedenen Tierarten zu begegnen, die man evtl. zuvor noch nicht zu Auge bekommen hat, wie z.B. Faultiere, Schlangen, Krebse etc. Die Karibik ist perfekt für ein paar Tage Entspannung!

Mein Fazit: Costa Rica ist ein Land für alle Naturliebhaber, man wird von der Vielfalt an Tierarten, Vulkane, Wälder und Strände nicht satt! Ich hätte locker noch weitere Wochen im Land bleiben können. Das Land ist sicher und eignet sich auch als perfektes Reiseziel für Individualreisende und Familien. Und nicht nur die Natur begeistert, sondern auch die  sehr aufgeschlossenen, hilfsbereiten und herzlichen Costa-Ricaner. Das wird auf jeden Fall nicht meine letzte Reise nach Costa Rica sein, da gibt es noch viel zu entdecken und ich freue mich schon sehr darauf! 


In diesem Sinne: ¡Gracias por todo Costa Rica! ¡Fue Genial!

 

Trinidad & Tobago - von Silsha Böckel

Wer Lust auf Regenwald, Kultur und Strände hat, ist hier genau richtig!

Ohne große Erwartungen an die eher unbekannte Destination, hatte ich mich dieses Jahr nach Trinidad und Tobago aufgemacht.

Mit einem Direktflug von Frankfurt nach Tobago und anschließendem Inlandsflug begann unsere Reise zunächst auf Trinidad. Da die Insel nur etwa 70 km lang und 50 km breit ist, konnten wir die 10 Tage in dem von unserem Guide  Matthew geführten Guesthouse Chateau Guillaumme verbringen und von dort aus Tagesausflüge auf der gesamten Insel unternehmen.

Schon am ersten Tag durften wir auf ganz entspannte Weise einen grandiosen Einblick in die Vielfalt der Insel erleben. Im Asa Wright Nature Center war man von Kolibris, unzähligen Vögeln in den schillerndsten Farben, Echsen und Agoutis (siehe Foto) umgeben und man konnte die bezaubernde Umgebung  von einer gemütlichen Terrasse oder einem kleinen Wasserfall aus beobachten.

In den darauffolgenden Tagen durften wir diese beeindruckende Vielfalt noch intensiver erleben. Eine ca. 2-stündige Wanderung über schöne Pfade brachte uns am nächsten Tag zu dem Wasserfall Rio Seco, bei dem wir inmitten des Regenwaldes ein erfrischendes Bad in der schönen Lagune nehmen konnten.

Wir unternahmen im Laufe der Woche außerdem eine Wanderung durch die Northern Range bis hin zu einer Höhle, in der Ölvögel hausten. Das Krächzen dieser Vögel erinnerte eher an die Titelmusik eines Horrorfilms als an ein hübsches Frühlings-Gezwitscher.

Nachts konnten wir nach einer kleinen Wanderung mit Taschenlampen zu einer anderen Höhle gelangen, aus der uns tausende von Fledermäusen entgegen strömten – ein sehr beeindruckendes Erlebnis!

In den Caroni Swamps konnten wir nach einer gemütlichen Bootsfahrt durch Mangrovenwälder die  intensivroten Scarlet Ibise (Nationalvogel Trinidads) bestaunen, die abends auf einer Insel ihren Schlafplatz einnehmen.

Im Osten der Insel, im Nariva Swamp, hatten wir bei einer Wanderung durch die Tiefen des Regenwaldes die Möglichkeit, aus nächster Nähe Kapuzineraffen und Brüllaffen zu sehen, bevor wir anschließend an dem palmengesäumten Strand von Manzanilla Bay den Rest des Tages entspannen konnten.

Ein besonderes Erlebnis war auch die Besichtigung des Asphaltsees, auf dem wir einen kleinen Spaziergang unternahmen und sogar ein kurzes Bad nehmen durften. 

Eine weitere Besonderheit in Trinidad ist das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen. Hier stehen Kirchen neben Hindutempel und Moscheen. Ca. 40% der Einwohner sind afrikanischer und 40% indischer Abstammung. Somit ist das Stadtbild, das traditionelle Essen, Feste, Bräuche und das Zusammenleben der Menschen von den verschiedenen kulturellen Einflüssen geprägt.

Als Tourist ist man gerne willkommen und die Trinidader freuen sich, ihre allgegenwärtige traditionelle Parang Musik vorzutragen. Die Konzerte der Parang Bands gehören auf jeden Fall zu einem Besuch von Trinidad dazu.

Die letzten 4 Tage konnten wir auf Tobago an den wunderschönen Traumstränden z.B. von Pigeon Point noch etwas entspannen bevor es wieder zurück über Barbados nach Deutschland ging.

Trinidad und Tobago haben mich mit ihrer Schönheit überrascht und können nicht nur in den Monaten des berühmten Karnevals und der Lederrückenschildkröten beeindrucken. Das ganze Jahr über sind die Inseln absolut sehenswert und auf jeden Fall eine Reise wert!