Abenteuer zwischen Gipfeln und Ruinenstadt


Drei Tage auf den Spuren der Inka. Quer durch Perus bezaubernde Bergwelt. Vorbei an Alpakas, bunten Märkten und fremden Welten.

Cusco, Peru: Mit südamerikanischer Gelassenheit hatte man uns die Abfahrtszeit erst kurz zuvor mitgeteilt. Entsprechend groß war unsere Neugierde auf die bevorstehenden 3 Tage. Jetzt war es endlich soweit: Unser Ausflug ins Heilige Tal und der Besuch von Machu Picchu standen kurz bevor. Tatsächlich wurden wir pünktlich um 7.20 Uhr abgeholt und nachdem wir auf dem Weg weitere Abenteurer aufgesammelt hatten, an einem Treffpunkt oberhalb Cuscos auf größere Reisebusse verteilt. Dort lernten wir unsere Reiseleiterin Sylvia und die weiteren Gäste kennen. Überraschend für uns bestand unsere Gruppe aus einem kanadischen, einem türkischen und einem deutschen Pärchen. Die übrigen Gäste kamen alle aus den USA.

Die Kunst des Wolle färbens

Natürliche Hilfsmittel

Lama-Model

Sylvia war sehr freundlich und teilte uns mit, dass wir zuerst einen Stop in Awanakancha, einem Projekt von Familien aus der Umgebung, einlegen würden. Da die Zeit leider knapp war, mussten wir uns entscheiden, ob wir lieber die vier verschiedenen Kamelarten Südamerikas (Guanaco, Lama, Vicuña, Alpaka) sehen oder mehr über den Prozess der Wollverarbeitung lernen wollten. Wir entschieden uns für einen Mix aus beidem, schossen ein paar lustige Fotos von Lamas und Alpakas und hörten für ein paar Minuten den Erklärungen zu, wie mit natürlichen Mitteln die Wolle so schön bunt gefärbt wird.

Buntes Markttreiben

Weiter ging es nach Pisac. Wir fuhren zunächst am Markt vorbei, von dem wir wussten, dass wir dort später einen längeren Aufenthalt einlegen würden. Nach einer kurzen Fahrt hatten wir unser Ziel, die Inka-Ruinen des Ortes, erreicht. Der Ausblick auf Pisac und die umliegenden Berge und Täler ist alleine schon sehr beeindruckend. Was uns aber am meisten faszinierte, war die Größe der Terrassen, neben denen man sich fast wie eine kleine Ameise vorkam. Unvorstellbar, wie die Inka so eine Anlage mit den damaligen Mitteln bauen konnten. Da wurde man schon etwas ehrfürchtig. Aus (technischer) Höhe fuhren wir hinab ins Tal, um einen lokalen Markt zu besuchen. In das quirlige Leben der Bevölkerung eintauchend, wurden unsere Sinne überflutet von Düften, Farben und Geräuschen. Der Markt ist authentisch und verwinkelt und wir hätten am liebsten ganz viele Alpakaprodukte und Gemälde mitgenommen, doch das ließ der Platz im Rucksack leider nicht zu. Für einen leckeren Empanada in unseren Bäuchen reichte es aber leicht.

Hauptsache Alpaka!

Bunte Verkaufsstände am Eingang

Blick auf Pisac

Die Inkaterrassen

Verkaufsstände in Ollantaytambo

Inka-Terrassen in Ollantaytambo

Die Ruinen von Ollantaytambo

Beeindruckende Baukunst

Zum Mittagessen wurde uns der Mund bereits wässrig gemacht, als wir an mehreren Restaurants, die mit Meerschweinchen am Spieß warben, vorbeikamen. Das Ziel von Sylvia war jedoch ein anderes. Die Gruppe wurde auf zwei schöne Restaurants mit liebevoll gepflegten Gärten verteilt, die an einem Fluss lagen. Hier konnten wir uns am großen, typisch peruanischen Büffet bedienen. Nach dem Essen fuhren wir zu unserem letzten Höhepunkt des Tages, nach Ollantaytambo. Wir verliebten uns sofort in den Ort und waren froh zu wissen, dass wir hier die Nacht verbringen würden. Doch zunächst ging es los zur gewaltigen Festungsanlage. Auch hier waren wir schwer beeindruckt von der Baukunst der Inka. Wir lernten, dass es verschiedene Bauweisen gab. Die großen Steine für die heiligen Tempel zum Beispiel wurden so geschliffen, dass sie exakt aufeinander passten und kein Mörtel benötigt wurde. So überstanden sie sogar größere Erdbeben. Schließlich war es Zeit, uns von Sylvia und dem Rest der Gruppe zu verabschieden. Ein Teil fuhr zurück nach Cusco, ein anderer nahm direkt den Zug nach Aguas Calientes und ein weiterer Teil übernachtete in Ollantaytambo. Wir füllten, wie gewünscht, noch einen Fragebogen zum Ausflug aus und wurden auch schon von einer Mitarbeiterin abgeholt, die uns zu unserem Hostal brachte.

Landschaft zum Anfassen

Am nächsten Morgen machten wir uns abermals gegen halb acht auf den Weg und liefen durch das verschlafene Dorf in Richtung Bahnhof. Dort angekommen kam uns ein großer Strom an Peruanern und Touristen entgegen, die gerade mit einem anderen Zug angekommen waren. Es herrschte beschäftigtes Treiben, viele rannten sogar. Da wir noch Zeit hatten, bis unser Expeditions-Zug losfahren würde, machten wir es uns in der kleinen gemütlichen Wartehalle bequem, in der es eine große Bar mit heißen Getränken und Snacks gab. Einfach nur schauen und eintauchen, den Alltag Perus an uns vorbeiziehen lassen. Pünktlich um 8:29 Uhr fuhr unser Zug dann los. Wir hatten tolle Plätze auf der Flussseite und bekamen zur Begrüßung ein Getränk und einen großen Chocolate Chip Cookie. Insgesamt haben wir uns sehr wohl gefühlt. Das Abteil war liebevoll eingerichtet, mit Malereien an den Wänden und Panorama-Fenstern, sodass man die schöne Landschaft genau sehen konnte. Ab und an kamen Erklärungen auf Spanisch und Englisch, damit wir die wichtigsten Highlights auch nicht verpassten.

Aguas Calientes

Busse nach Machu Picchu

Unterwegs zum Gipfel

Als wir nach ca. 1,5 Stunden Fahrt in Aguas Calientes angekommen waren, konnten wir es kaum glauben. So sehr hatten wir uns auf den Besuch von Machu Picchu gefreut, da war es beinahe unwirklich, dass es in einer guten Stunde schon so weit sein würde. Direkt am Ausgang des Bahnhofs wurden wir von einem Mitarbeiter von Perú Sightseeing in Empfang genommen und zum Büro geführt. Dort hatten wir die Möglichkeit, unser Gepäck in einem Locker zu verstauen und die Toiletten zu benutzen. Und schon ging es weiter zum Shuttle-Bus, der uns in ca. 30 Minuten hinauf zur Ruinenstadt brachte. Menschen mit Höhenangst sollten vielleicht besser einen Sitz am Gang wählen und geradeaus schauen, denn die Serpentinen-Straße kann teilweise sehr abenteuerlich werden. Unser Reiseleiter Paul begrüßte uns gleich herzlich, als wir aus dem Bus ausgestiegen waren. Und ehe wir uns versahen, standen wir schon vor der Gedenktafel für Herrn Hiram Bingham, der 1911 der Welt von Machu Picchu berichtete.

Magisches Machu Picchu

Nur noch einige wenige Minuten zu Fuß bergauf trennten uns von unserem Traum. Und dann lag sie vor uns – die Ruinenstadt. Dieses Gefühl, endlich selbst dort zu sein, war unbeschreiblich. Um den bildschönen Anblick perfekt zu machen, schlenderten einige Lamas vor der beeindruckenden Kulisse vorbei. Paul nahm sich sehr viel Zeit, um zahlreiche Fotos von jedem der sechs Teilnehmer zu machen – ein großes Dankeschön dafür an ihn an dieser Stelle. Am liebsten wäre ich tagelang durch die Ruine gestreift, doch die maximale Besuchszeit erlaubt es leicht, sich ein Bild zu machen. Nach ca. 3 Stunden, in denen uns Paul über die gesamte Anlage geführt hatte und uns neben den Theorien zur Entstehung, dem Zweck und dem Grund, warum die Stadt verlassen wurde, auch die Hauptplätze, Tempel und die heilige Sonnenuhr gezeigt hatte, wollten wir gar nicht mehr fort. Einen so schönen und eindrucksvollen Ort hatten wir bisher nur selten gesehen. Deshalb nutzten wir die Gelegenheit und sind nach einem kleinen Mittagessen mit Blick auf den Bergnebelwald noch einmal zum Haupt-Aussichtspunkt zurückgekehrt, haben einfach nur dort gesessen und den Moment genossen. Als sich die Wolken immer weiter zuzogen und wir aus der Ferne Donner hörten, machten wir uns schließlich auf den Weg zurück zum Bus und kamen genau rechtzeitig wieder im Büro von Perú Sightseeing an. Auch hier wurden wir darum gebeten, einen Fragebogen auszufüllen, den wir sehr gerne mit Bestnoten zurückgaben. Ein Mitarbeiter zeigte uns schließlich den Weg zu unserem Hotel, wo wir erschöpft und glücklich ins Bett sanken.

Mystisches Machu Picchu

Inkaterrassen

Lama spaziert durch die Gassen

Serpentinenstraße

avenTOURa in Machu Picchu

Beeindruckende Baukunst

Hauptsache Alpaka

Am nächsten Morgen hatten wir noch etwas Zeit, um uns Aguas Calientes genauer anzusehen und auch dort über den Markt zu schlendern. Und dann stand auch schon wieder die Zugfahrt – diesmal mit dem Vistadome – bevor. Im Vergleich zum Expeditions-Zug war dieser etwas luxuriöser, mit größeren Fenstern. Bei einem Stück Pizza und Getränk genossen wir eine kleine Show und bewunderten bei einer Modenschau für Alpaka-Kleidung erneut die kunstfertigen Muster und ausdrucksstarken Farben. Zurück in Ollantaytambo trafen wir direkt auf unseren Fahrer, der uns zurück nach Cusco brachte. Leider endete damit dieser perfekt organisierte, unvergessliche Ausflug zu den Höhepunkten Perus. Ich bin mir sicher, die herzlichen Peruaner und die witzigen Lamas und Alpakas werde ich so bald nicht vergessen – von dem atemberaubenden Einblick in eine untergegangene Welt ganz zu schweigen.

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