Guanabo am Ende von Playa del Este


Auf der Straße von Havanna nach Mantanzas fährt man durch die allseits bekannten Badeorte Tarara, Megano und Santa Maria. Alles gehört zu Playa del Este, dem Oststrand. Hinter Santa Maria stößt man auf eine Tankstelle an einer Kreuzung. Natürlich alles ohne Wegweiser. Den Berg hinunter rollend kommt man aber doch noch Guanabo an...

Ziel erreicht

Immer wenn man meint es gibt nichts mehr, kommt von irgendwo noch Leben her! So verlassen der Strand im Winter auch wirkt, es gibt noch viele Urlauber die nur darauf warten, dass sich die Sonne zeigt. Denn, sowie sie da ist, wird es sofort richtig warm. Von 19 auf 26 Grad in einer Minute! Das unterscheidet den Winter in Cuba dann doch von Europa. Die Wintersonne dort schafft das nicht.

Eine Ruine zeugt von anderen Zeiten, als das Meer noch nicht alle in Ufernähe stehenden Gebäude weggefressen hat. Hier gab es damals eine Strandbar. Auch wenn sie nach und nach in sich zusammenbricht, hat diese Ruine etwas Faszinierendes.

Verschlafenes Guanabo

Ein riesiger Kaktusstrauch überwuchert den Fußweg. Das Gebilde erinnert an alles Mögliche, nur nicht an Kakteen. Diese Sorte wird oft als Zaun benutzt, der gleichzeitig als Wäschetrockner dient. Wäscheleinen reißen schon nach kürzester Zeit. Sonne und Seeluft fressen alles kaputt. Der Kaktus hingegen hält durch.

Wenn man die Dorfstraße von Guanabo weiter hinauf fährt wird man mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Wer dort eine Dachterrasse sein Eigen nennt, ist ein Glückspilz! Von Abenteuerlust gepackt, erkunde ich auch noch den Rest des Dorfes und stoße auf eine Strandsiedlung mit Naturdüne neben unzähligen Ferienhäusern. Einige blitzend neu, andere erzählen von fernen Zeiten, als hier noch das Erholungszentrum der Betriebe war. Die Verdienste der Mitarbeiter wurden gewürdigt indem man Ihnen Strandurlaub im Ferienhaus schenkte. Eine Auszeichnung die sehr beliebt war. Bocca Ciega wird diese Gegend genannt.

Ein Ziegenhirte kreuzt schimpfend meinen Weg: “Verflixte Viecher, rennt nach links und nicht nach rechts. Was macht ihr denn, hört verdammt noch mal auf mich. Ich werd´s euch zeigen. Los, los, los!“ - er wetterte was das Zeug hielt, zudem nicht gerade leise! Ungewollt konnte man an seinem Zwiegespräch mit den Zicklein teilhaben. Es färbt also doch ab, das meckern!

Am Ende von Bocca Ciega versperrt der Zulauf zum Fluss Rio Bocca Ciega den Weg. Eine Lagune hat sich hinter dem Strand gebildet und beherbergt viele Vogelsorten. Mittendrin versteckt sich sogar noch ein Hotel. Den Hoteleingang habe ich mit dem Auto nicht gefunden, also machte ich mich zu Fuß auf die Suche. Vom Strand aus führte eine lange Brücke durch die Lagune bis ins Hotel. Der Weg brachte allerdings nicht das erhoffte Käffchen in der Lobby, sondern den Rückzug zum Strand. All inklusive, nur leider nichts für Tagesgäste. Gut das ich auf alles vorbereitet war und somit gab es ein Picknick am ruhigen Strand! Dieser Teil von Playa del Este ist ein kleiner Tipp, wenn man dem, vor allem am Wochenende, überlaufenden Strand in Megano ausweichen möchte. Guanabo mit seinem Bocca ist einen Ausflug wert!

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Guanabo am Ende von Playa del Este


Auf der Straße von Havanna nach Mantanzas fährt man durch die allseits bekannten Badeorte Tarara, Megano und Santa Maria. Alles gehört zu Playa del Este, dem Oststrand. Hinter Santa Maria stößt man auf eine Tankstelle an einer Kreuzung. Natürlich alles ohne Wegweiser. Den Berg hinunter rollend kommt man aber doch noch Guanabo an...

Ziel erreicht

Immer wenn man meint es gibt nichts mehr, kommt von irgendwo noch Leben her! So verlassen der Strand im Winter auch wirkt, es gibt noch viele Urlauber die nur darauf warten, dass sich die Sonne zeigt. Denn, sowie sie da ist, wird es sofort richtig warm. Von 19 auf 26 Grad in einer Minute! Das unterscheidet den Winter in Cuba dann doch von Europa. Die Wintersonne dort schafft das nicht.

Eine Ruine zeugt von anderen Zeiten, als das Meer noch nicht alle in Ufernähe stehenden Gebäude weggefressen hat. Hier gab es damals eine Strandbar. Auch wenn sie nach und nach in sich zusammenbricht, hat diese Ruine etwas Faszinierendes.

Verschlafenes Guanabo

Ein riesiger Kaktusstrauch überwuchert den Fußweg. Das Gebilde erinnert an alles Mögliche, nur nicht an Kakteen. Diese Sorte wird oft als Zaun benutzt, der gleichzeitig als Wäschetrockner dient. Wäscheleinen reißen schon nach kürzester Zeit. Sonne und Seeluft fressen alles kaputt. Der Kaktus hingegen hält durch.

Wenn man die Dorfstraße von Guanabo weiter hinauf fährt wird man mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Wer dort eine Dachterrasse sein Eigen nennt, ist ein Glückspilz! Von Abenteuerlust gepackt, erkunde ich auch noch den Rest des Dorfes und stoße auf eine Strandsiedlung mit Naturdüne neben unzähligen Ferienhäusern. Einige blitzend neu, andere erzählen von fernen Zeiten, als hier noch das Erholungszentrum der Betriebe war. Die Verdienste der Mitarbeiter wurden gewürdigt indem man Ihnen Strandurlaub im Ferienhaus schenkte. Eine Auszeichnung die sehr beliebt war. Bocca Ciega wird diese Gegend genannt.

Ein Ziegenhirte kreuzt schimpfend meinen Weg: “Verflixte Viecher, rennt nach links und nicht nach rechts. Was macht ihr denn, hört verdammt noch mal auf mich. Ich werd´s euch zeigen. Los, los, los!“ - er wetterte was das Zeug hielt, zudem nicht gerade leise! Ungewollt konnte man an seinem Zwiegespräch mit den Zicklein teilhaben. Es färbt also doch ab, das meckern!

Am Ende von Bocca Ciega versperrt der Zulauf zum Fluss Rio Bocca Ciega den Weg. Eine Lagune hat sich hinter dem Strand gebildet und beherbergt viele Vogelsorten. Mittendrin versteckt sich sogar noch ein Hotel. Den Hoteleingang habe ich mit dem Auto nicht gefunden, also machte ich mich zu Fuß auf die Suche. Vom Strand aus führte eine lange Brücke durch die Lagune bis ins Hotel. Der Weg brachte allerdings nicht das erhoffte Käffchen in der Lobby, sondern den Rückzug zum Strand. All inklusive, nur leider nichts für Tagesgäste. Gut das ich auf alles vorbereitet war und somit gab es ein Picknick am ruhigen Strand! Dieser Teil von Playa del Este ist ein kleiner Tipp, wenn man dem, vor allem am Wochenende, überlaufenden Strand in Megano ausweichen möchte. Guanabo mit seinem Bocca ist einen Ausflug wert!

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