Kuelap - Das Machu Picchu des Nordens


Wer an Peru denkt, der denkt wohl zuerst an Machu Picchu – DAS archäologische Highlight des Landes. Kein Wunder also, dass es die meisten Reisenden in den Süden Perus zieht, um die alte Inka-Stadt zu bestaunen. Doch wissen Sie eigentlich, welch mindestens genauso beeindruckenden archäologischen Schatz der peruanische Norden birgt?

Auf einem Bergrücken in 3.000 m Höhe, unweit der Stadt Chachapoyas in Peru, thront die Ruinenanlage Kuelap. Die einstige Festung des prähistorischen Andenvolks der Chachapoya („Wolkenmenschen“) wird umgangssprachlich auch als das „Machu Picchu des Nordens“ bezeichnet. Dabei ist sie sogar noch größer, älter und - ja manche sagen sogar - schöner als Machu Picchu selbst! Der Zugang ist nur über einen der drei hohen, sehr schmalen Eingänge möglich, durch den aus strategischen Gründen immer nur eine Person gelangen kann. Mit fast 600 m Länge und - wo sie nicht an einen steilen Abhang grenzt - von einer 21 m hohen Mauer umgeben, ist Kuelap zweifellos eines der imposantesten Bauwerke Südamerikas.

Bereits zweimal hatte ich bisher die Gelegenheit Kuelap zu besichtigen. Beim zweiten Besuch war ich nicht weniger beeindruckt von der mystischen, ja fast schon verzauberten Atmosphäre dieses Ortes.

Kreisrunde Ruinen in Kuelap

Die Chachapoya bauten ihre Häuser traditionell rund

Typische Ornamente an den Ruinen

Lamas vor der gewaltigen Festungsmauer

Ruinen vor tollem Anden-Panorama...

...und in herrlicher Naturkulisse

Die gesamte Anlage ist von Bromelien und Bergnebelwald überwuchert. Die über 400 typischen runden Gebäude-Ruinen sind mit allerlei geometrischen Symbolen verziert. Lamas spazieren umher, und der Ausblick auf das Tal und die umliegende Berglandschaft ist einfach nur atemberaubend!

Den Ort umgibt eine geheimnisvolle Stille, fast könnte man meinen, die Chachapoya hätten die Festung eben erst verlassen. Touristenmassen sucht man hier (noch) vergeblich. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, wann Kuelap aus seinem touristischen Dornröschenschlaf erwacht. Dass es zunehmend an Interesse gewinnt, zeigt auch die seit März 2017 eröffnete Seilbahn vom Dorf Nuevo Tingo zum Eingang der Festung. Sie verkürzt die Anreise von abenteuerlichen 3 Stunden über ungeteerte Serpentinen auf einen 20-minütigen „Panoramaflug“.

Unbekanntes Nordperu

Und auch sonst ist der noch sehr ursprüngliche Norden Perus reich an kulturellen und landschaftlichen Schätzen: Der imposante Gocta-Wasserfall, als einer der höchsten Wasserfälle der Welt. Die Kolonialstädte Cajamarca, Trujillo und Chiclayo und die überwältigende Anden-Kordillere um Huaraz – ein wahres Trekking- und Wanderparadies. Kleine Strand- und Surf-Paradiese an der Pazifikküste runden die große Vielfalt ab. Wann entdecken Sie die verborgenen Schätze des Nordens?

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