Reisebericht: Costa Rica während der Regenzeit im September/Oktober


Nachdem wir unsere lang geplante Reise nach Cuba, aufgrund der Stürme, Überflutungen und Verwüstungen, absagen mussten bzw. seitens des entsprechenden Reiseunternehmens storniert wurde, mussten wir uns innerhalb kürzester Zeit für ein anderes Reiseziel entscheiden. Ich habe Stunden im Internet verbracht, aber kein Reiseziel erschien uns so zu gefallen wie Kuba. Schlussendlich kamen wir auf Costa Rica und prompt erhielten wir ein tolles Reiseangebot von avenTOURa, was über unser ursprüngliches Reiseunternehmen organisiert wurde.

Wir buchten also die FlexiDrivePlus-Reise in Costa Rica und schon kurze Zeit später, also am 23.September ging es los. Vorab hatte ich mir noch einen Tag Zeit genommen und schaute mir alle Hotels und Bewertungen an, von denen wir 200 zur Auswahl hatten. Es war sehr zeitintensiv, aber im Nachhinein bin ich froh, dass ich mir die Zeit nehmen konnte, um zumindest einen groben Plan unserer Mietwagenrundreise zu erstellen.
Wir flogen mit der Airline Iberia, nicht sonderlich gut, aber wir sind sicher an unserem Reiseziel angekommen. Wir wurden am Flughafen von einem Transfer abgeholt, hat alles wunderbar geklappt. Anschließend wurden wir in unser erstes Hotel in San Jose, was vorab gebucht wurde,
gebracht. Es war schon abends als wir ankamen und wir waren total kaputt und müde. Wir wurden herzlich von einer Reisebetreuerin empfangen, die uns noch einige Informationen und Unterlagen zu Costa Rica gab.
Am nächsten Morgen gab es ein tolles Frühstück in unserer ersten Unterkunft in San Jose (Hotel Villa los Candiles). Wir waren fast die einzigen Gäste in dem Hotel, da in den Monaten September und Oktober kaum Tourismus herrscht, aufgrund der Regenzeit. Nach dem leckeren Frühstück nahmen wir unser Mietauto entgegen.

Danach entschieden wir uns spontan für eine Vip City Bus Tour (sehr zu empfehlen) und eine weitere Nacht in diesem tollen Hotel. San Jose ist grundsätzlich eine nicht so ansehnliche Stadt, aber dank der tollen Guides und der kleinen Gruppengrösse, haben wir auch sehr schöne Gegenden von San Jose sehen dürfen, z.B. das Stadion, wo wir ohne Guides nicht hereingekommen wären. Ein kurzer Regenschauer ereilte uns, aber es war dennoch sehr interessant und wir, aber auch die Guides, waren ja auf Regen gut vorbereitet.

Mit dem Mietwagen gen Karibik

Am nächsten Tag, gut gestärkt mit Reis und Bohnen, machten wir unseren ersten Ausflug mit dem Mietwagen. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der beschränkten Geschwindigkeit auf max. 80-90km/h auf Autobahnen, brauchten wir für unser gestecktes Ziel sehr lange. Wir fuhren von San Jose nach Cahuita, etwa 200km Richtung Atlantik (Kraibikseite). Auf dem Weg dorthin, machten wir halt beim Rainforest Adventure Park. Wir kamen gerade rechtzeitig zur geführten Tour der Zippline und Tram inmitten des Regenwaldes. Ich entschied mich für eine Helmcamera, um die tolle Vegetation und den Funfaktor in den Baumkronen festzuhalten. Wir waren insgesamt 2 Pärchen, somit konnten wir von der geführten Tour sehr gut profitieren. Günstig war dieser Trip nicht, aber dennoch absolut lohnenswert, wir haben es sehr genossen und waren überwältigt von der Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen, zudem wurden wir von den Guides sehr gut betreut.
Als wir Mittagessen gingen, fing es sehr stark an mit regnen, aber das machte nichts, denn die Regenzeit ist oft nur sehr kurz und wir konnten nach dem Mittagessen unsere Parktour fast trocken fortsetzen. Laut Recherchen im Internet verbringt man höchstens 2h in dem Park, wir aber waren bis zum späten Nachmittag dort, da wir natürlich alle Aktivitäten gebucht hatten, die man dort machen kann.

16.15 Uhr ging es dann weiter Richtung Cahuita, so langsam begann die Dämmerung. In allen Reiseführern wurde davor gewarnt, dass man im Dunkeln auf keinen Fall fahren sollte, da die Strassen in einem sehr schlechten Zustand seien und nicht gut sichtbar, aber dies können wir absolut nicht bestätigen. Zudem war es wesentlich angenehmer zu fahren, da die Strassen frei waren. Am Abend trafen wir in Cahuita ein und entschieden uns für die Kenaki Lodge. Es ist eine kleine Lodge die privat geführt wird, für eine Nacht sehr zu empfehlen, allerdings etwas
abgelegen und ohne Restaurantbetrieb, somit fuhren wir kurz nach der Ankunft nochmals los in den Ort, um etwas zu essen. Wir parkten das Auto so, dass wir es im Blick hatten, so wie es von den Reiseführern empfohlen wurde, aber niemand interessierte sich für das Auto. Der Ort war sehr belebt und bunt, einfach spannend zu beobachten.

Faultierfarm und Jaguar Rescue Center

Am nächsten Morgen gab es ein sehr leckeres Frühstück, der Geschmack der Früchte ist absolut nicht vergleichbar mit den Südfrüchten die es hier zu kaufen gibt. Nach dem Frühstück machten wir uns auf zur Sloth Sanctuary (Faultierfarm), da dies meine Lieblingstiere sind und ich bereits vor ein paar Jahren eine Dokumentation über diese Auffangstation gesehen hatte. Es war toll diese Tiere mal so nah zu sehen und mehr über sie zu erfahren, allerdings waren die Informationen sehr langwierig und die Tiere waren nur durch Gitter zu sehen. Es war ein sehr grosser Raum, inmitten ein paar Käfige mit verschiedenen Faultierarten, sonst nichts. Nach der langen Informationsveranstaltung, machten wir noch eine kleine Bootstour durch Mangrovenbäume, aber auch das war nicht so spektakulär, es wirkte eher wie eine Massenabfertigung von Touristen.
Ein paar wildlebende Tiere haben wir noch gesehen, anschliessend konnten wir das dort am längsten lebende Faultier fotografieren, Buttercup.
Es war toll dieses Faultier mal live zu sehen, allerdings war die Glasabtrennung zu dem Tier so hoch, dass ich kaum darüber schauen konnte.
Wir hoffen einfach, dass die Eintrittsgelder in die Tiere investiert werden, obwohl unser Eindruck etwas anderes vermuten lässt.

Nach der Faultierfarm bezogen wir unsere nächste Lodge, nochmals in Cahuita, aber näher am Ort. Die Lodge la Diosa hat sehr grosszügige Zimmer und sogar ein Jacuzzi im Badezimmer, das Meer grenzte direkt an die Lodge. Auch dort waren wir fast wieder die einzigen Gäste, aufgrund der Regenzeit.
Nach dem Einchecken sind wir Richtung Panama gefahren, an den endlosen Strand des Atlantik. Wir sind in einer netten Beachbar gelandet, wo wir zu Mittag assen und anschliessend am Strand relaxten. Ein paar Menschen und wilde Hunde konnten wir sehen, aber sonst war der Strand ziemlich leer. Bis zum späten Nachmittag verweilten wir dort, dann sind wir zurück zur Lodge.

Am nächsten Morgen war ich schon sehr früh wach und nutzte die Zeit am Pool. Es war toll, das Wasser schön warm und keine Menschenseele weit und breit. Nach dem Frühstück machten wir uns auf zum Jaguar Rescue Center in der Nähe von Puerto Viejo, dies war ein Tipp von der Betreiberin der Kenaki Lodge. Wieder einmal kamen wir genau zur rechten Zeit zur Führung. Eine tolle Anlage für verwaiste und verletzte Tiere, die zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgewildert werden. Einige Tiere sind dort frei herumgelaufen, ganz anders als bei der Faultierfarm.
Dort durfte ich zwar auch kein Faultier streicheln, weil sie sich nicht zu sehr an die Menschenhand gewöhnen sollen, aber immerhin konnte ich sie dort von ganz nah sehen und mein Herz lachte. Man spürte sehr, wie wohl sich die verschiedenen Tiere dort fühlten und wir erhielten Unmengen an Informationen über die Tiere und das Rescue Center.
Anschliessend fuhren wir nach Puerto Viejo und schauten uns diesen kleinen Ort an, direkt gelegen am Meer.

Die Umgebung um La Fortuna

Am Nachmittag haben wir uns auf den Weg gemacht Richtung La Fortuna. Wir machten einen Zwischenstopp in Puerto Viejo de Sarapiqui, ein anderes, in der Selva Verde Lodge, da es schon recht spät war. Eigentlich wollten wir zu einer Lodge in Guapiles, aber wir haben die Abfahrt verpasst und haben die nächste Lodge genommen, das ist der Vorteil von Flexi Drive. Die Lodge ist riesig und hat ein Flair von Massentourismus, unser Zimmer war praktisch eingerichtet, es roch sehr muffig überall und es war sehr schwül, die Küche war auch schon geschlossen und die
Wände zum Nachbarzimmer waren so dünn, dass man tatsächlich alles hören konnte. Ich fühlte mich dort überhaupt nicht wohl.
Das Frühstück am nächsten Morgen war ok. Der Botanische Garten, auf der gegenüberliegenden Seite war sehr schön angelegt, auch wenn es
teilweise schon heruntergekommen war. Ich war froh, als wir die Lodge nach dem Frühstück wieder verliessen und weiterfuhren nach La
Fortuna. Spontan hielten wir unterwegs noch kurz bei einer Anananasplantage.

Die Gegend um La Fortuna wurde nun etwas bergiger, ganz anders als an der Atlantikküste, aber auch eine sehr schöne Landschaft. Unterdessen hatte ich das nächste Hotel bei La Fortuna herausgesucht, aber dies war wieder sehr abgelegen, also entschieden wir uns spontan um und buchten zwei Nächte im Magic Mountain Hotel direkt im Ort mit einem super schönen Blick auf den Vulkan Arenal. Bei der Ankunft am Hotel begann es gerade zu regnen, also schauten wir uns erstmal ein wenig im Zimmer um und genossen die Atmosphäre auf dem Balkon.
Die Zimmer sind sehr modern eingerichtet und sehr grosszügig geschnitten, es liess keine Wünsche offen. Als es aufhörte zu regnen, erkundeten wir die Umgebung und sind zufällig bei einer Kaffeeplantage gelandet, wo wir eine kleine Führung und Verkostung erhielten, nur für uns.
Dort probierten wir den frisch gerösteten Kaffee mit Ziegenmilch, sehr lecker, hätten wir selbst nicht gedacht.
Am Abend gingen wir noch ins Hotelrestaurant und anschliessend früh zu Bett, da wir für den nächsten Tag eine Tagestour gebucht hatten und früh raus mussten.

Sehr früh am Morgen starteten wir zu unserer Tagestour, wir hatten Glück das unsere Gruppe nur aus 5 Leuten bestand. Als erstes fuhren wir an diesem Tag zu den Hanging Bridges mitten im Regenwald. Die hohe Luftfeuchtigkeit machte mir wieder zu schaffen, weil man gar nicht aufhört zu schwitzen, aber es war wieder sehr interessant und toll in der Natur. Anschliessend fuhren wir weiter zu einem Wasserfall, vorher luden wir aber die anderen 3 Personen im Ort ab, somit hatten wir nun eine private Tour nur für uns. 500 Treppenstufen ging es nun nach unten zum Wasserfall, wo man auch baden konnte, allerdings war das Wasser sehr kalt und die Strömung stark. Eine giftige Schlange haben wir auch gesehen, diese wurde aber umgehend gefangen und umgesetzt, damit die Touristen nicht zu Schaden kommen. Die Fangmethode ist für einen Tierliebhaber nicht gerade tierfreundlich, da sich die Schlange dabei verletzt hatte, man sagte mir aber, dass es der Schlange gut gehe und lebt.
Nach dem kurzen Badevergnügen ging es natürlich die 500 Treppenstufen wieder nach oben, wobei mich meine Kondition schon nach kurzer Zeit im Stich liess. Meinen Herzschlag spürte ich bis in die Füsse, aber der Guide motivierte mich immer wieder und schlussendlich kam ich völlig durchnässt auch wieder oben an.
Nach dieser Anstrengung fuhren wir zum wohlverdienten Mittagessen, gemeinsam nahmen wir dies mit dem Guide und dem Fahrer ein, auf einer tollen Terrasse mit herrlichem Blick. Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum Vulkan Arenal, dummerweise begann es zu regnen, aber davon liessen wir uns nicht aufhalten. Oben angekommen, also zumindest ein Stück, denn bis ganz rauf darf man nicht, da dieser noch aktiv ist, hatten wir einen super Blick auf den gegenüberliegenden Arenalsee und den Vulkan selbst. Überall lagen noch Lavasteine herum vom letzten Ausbruch 2010. Wir machten ein paar Fotos und wanderten zurück.
Durchnässt machten wir uns nun auf den Weg zu den Hot Springs im Eco termale, dort konnten wir noch 3 Stunden verweilen inklusive Abendessen. Es war eine sehr schöne Anlage und das Wasser war tatsächlich so schön warm durch den Vulkan, einfach herrlich. Am Abend holten sie uns wieder ab und brachten uns zurück zum Hotel.

Kurzer Abstecher nach Nicaragua

Am nächsten Morgen starteten wir Richtung La Cruz, nahe Grenze Nicaragua. Auswahl an Lodges hatten wir in dieser Gegend nicht viele, aber das machte nichts. Es war eine sehr abenteuerliche Fahrt bis zu der Lodge, dennoch hat es sich gelohnt, obwohl diese etwas abgelegen ist.
Die Finca Casa Stella wird geführt von Schweizern, die vor Jahren ausgewandert sind. Endlich konnten wir mal wieder deutsch sprechen, denn unsere Englischkenntnisse sind eher beschränkt und somit die Konversation eher mühsam.
Wir bezogen unser Zimmer und erkundeten noch ein wenig das Anwesen. Auch hier waren wir fast wieder die einzigen Gäste. Am Abend assen wir gemeinsam mit den Gastgebern zu Abend, es wurde frisch gekocht und es war sehr lecker. Wir besprachen noch den Tagesausflug nach Nicaragua und plauderten ein wenig. Ihre zwei Hunde freuten sich über unseren Besuch, vor allem von mir, weil ich mich liebevoll um sie
kümmerte, auch wenn der eine von beiden fast so gross war wie ich, genoss er das graulen und streicheln.

Am nächsten Morgen mussten wir recht früh aufstehen, weil wir sonst zu lange an der Grenze verbringen müssten. Es gab ein tolles Frühstück, wieder mit frischen Früchten und vor allem mit selbst gebackenem Brot, so lecker. Anschliessend machten wir uns auf nach Nicaragua, der gesamte bürokratische Prozess dauerte etwa 1,5 Stunden. Auf der anderen Grenzseite empfingen uns ein Guide und ein Fahrer. Der erste kurze Stopp war an einem See, wovon man gut auf die zwei Vulkane schauen konnte. Anschliessend liefen wir kurz über einen Markt in Rivas, der aber nicht sonderlich spektakulär war. Die Vegetation in Nicaragua ist ein wenig anders, als in Costa Rica, keine Unmengen an Bäumen und
Palmen, eher langweiliger. Zwischendurch sieht man immer mal ein paar wilde Hunde am Strassenrand und ein paar Bretterbuden.

Wir fuhren weiter nach Granada, die erste erbaute Stadt in Nicaragua im kolonial Stil. Grundsätzlich wirklich schön, aber leider begann es zu regnen, so dass wir die Kutschfahrt nicht so geniessen konnten. Beim Aussteigen aus der Kutsche bin ich von der Stufe gerutscht, weil diese vom Regen so nass und glitschig war, die daraus resultierenden Hämatome waren zahlreich und zurück in der Heimat immer noch zu sehen.

Das Mittagessen nahmen wir in einer typischen Kantine von Nicaragua ein, ich hielt mich da eher dezent zurück, denn einige angebotene Speisen konnte man nur schwer identifizieren. Anschliessend gingen wir noch kurz über einen Markt und machten uns dann weiter auf den Weg
zum Vulkan Masaya. Wir mussten noch eine Stunde warten, bevor wir zu dem Krater durften, da der Regen den Qualm vom aktiven Vulkan so aufgewirbelt hatte und somit durch die giftigen Dämpfe Erstickung drohte. Endlich oben angekommen, konnte man sehr gut in den Krater hineinschauen und die glühende Lava sehen, sehr eindrücklich, wenn man dies sonst nur aus den Medien kennt. Maximal 15 Minuten durfte man dort oben bleiben, weil die Dämpfe die Atemwege sehr reizen, überall hörte man die Touristen husten.
Nach dem Vulkanbesuch fuhren wir nochmals zu einem anderen Markt, wo man eine sehr schöne Sicht über den See hatte (inaktiver Krater gefüllt mit Regenwasser) und traditionellen Kaffee probieren konnte.
Am späten Nachmittag ging es zurück zur Grenze, wo wir von dem schweizer Lodgebetreiber wieder abgeholt wurden. Am Abend durften wir wieder ein tolles selbstgekochtes Menü zu uns nehmen und selbstgemachten Wein probieren.

Ausklang an der Pazisikküste

Schweren Herzens verliessen wir am nächsten Tag die Finca Casa Castella und fuhren Richtung Jaco. Die Fahrt dauerte ein paar Stunden, weil wir von ganz oben, nach ganz unten an die Pazifikküste fuhren. Dort angekommen, checkten wir im Hotel Pochote Grande ein, es war nicht das Beste, aber unter deutscher Leitung und es war direkt am Strand. Im Hotelgarten hauste ein recht grosser Leguan, zudem war dort ein Mandelbaum, wo sich mehrere bunte Aras tummelten.
Wir erkundeten wieder ein wenig die Umgebung und gingen an den Strand, am Abend sind wir in das angrenzende 5 Sterne Hotel gegangen zum Abendessen, da unser Hotel eher nur Snacks im Angebot hatte, da die Zimmer kaum belegt waren. Am nächsten Tag, unser letzter Tag für einen Tagesausflug, planten wir den Manuel Antonio Nationalpark, da es dort mit einen der schönste Strände von Costa Rica gibt.
Das Frühstück unseres Hotels war mehr schlecht als recht, aber man merkte halt sehr stark in diesem Hotel, dass dies von zwei Männern geführt wird und einfach das Auge fürs Detail fehlte. Auf dem Weg zum Nationalpark sahen wir diverse Palmölplantagen, woraufhin ich beschloss, kein
Nutella mehr zu kaufen, da die Herstellung nicht so human und umweltfreundlich ist. Neben den Mitarbeiterhäusern war angrenzend ein Friedhof, sehr beängstigend. Wieder einmal kamen wir rechtzeitig zu einer geführten Tour. Der Guide zeigte uns ein paar wildlebende Tiere, die wir selbst nicht gesehen hätten, da sie sich verstecken oder tarnen. Die Affen konnten wir diesmal sehr nah erleben, auch sonst haben wir noch Tiere sehen können, die wir in den anderen Nationalparks noch nicht gesehen haben.
Die Tour endete an einer Bucht mit schönem Sandstrand und Blick aufs Meer. Aber Achtung…an diesem Strand sollte man sein Hab und Gut niemals unbeaufsichtigt lassen, denn so niedlich die kleinen tierischen Diebe auch sind, so flink und gefährlich sind sie auch. Affen und Waschbären klauen alles Essbare.

Am Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg, hielten aber noch an dem Flugzeugrestaurant, was wir bei der Hinfahrt bereits gesehen hatten. Von dort hat man eine tolle Sicht von oben aufs Meer. Auf dem Weg zum Hotel gerieten wir in einen heftigen Regenschauer, so dass wir kaum noch die Strasse sahen, aber zeitverzögert dadurch kamen wir dann doch noch unversehrt am Hotel an. Wir gingen ein letztes Mal an die Bar und unterhielten uns mit anderen Deutschen, bevor wir am nächsten Tag die Heimreise antraten.

Am Abreisetag machten wir noch einen kurzen Halt an der Krokodilbrücke, bevor wir nach San Jose zum Flughafen fuhren.

Renè und Ailyn

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