Reisebericht: Cuba per Mietwagen


Ihr Lieben!

Spät kommt er, doch hier kommt er, der Kuba-Urlaubsbericht! Einzigartig - das ist das Wort, mit dem man die Insel am Rande der Karibik am treffendsten beschreiben kann. Sicher gibt es auf der Welt keinen vergleichbaren Ort!

Die Zeit scheint wirklich stehengeblieben, in diesem von der sozialistischen Diktatur geprägten und vom jahrzehntelangen Handelsembargo ausgezehrten Land. Die Probleme sind allgegenwärtig, es fehlt selbst an den simpelsten Dingen, aber die Kubaner wissen sich zu helfen und stahlen eine ergebene Lebensfreude aus. Auch ohne die Errungenschaften der modernen Welt, die anderswo selbstverständlich sind, sind sie stolz auf ihr Land und versuchen stets, aus allem das Beste zu machen. Einheimische und Touristen bestaunen sich gegenseitig und der Umgang miteinander ist von Freundlichkeit, Neugier und Offenheit bestimmt...

Los geht's nach Santa Clara

Wir beginnen unseren Trip durch West-Kuba in Havanna und finden die Beschreibung "morbider Charme" des Reiseführers eher wohlwollend. Für den neuerdings boomenden Tourismus wurden Teile der Altstadt liebevoll restauriert und so lässt sich der einstige Glanz erahnen, aber abseits der Hauptattraktionen zeigt die Stadt ein anderes Gesicht. Der Sonnenuntergang am Malecón, der berühmten Uferpromenade, wartet allerdings mit einem unglaublichen Farbenspiel auf!

Die Übernahme des reservierten Mietwagens zum Start der Rundreise dauert geschlagenen 6 Stunden - wie wir erfahren auf Kuba keine Seltenheit - aber für unsereins irgendwie nicht akzeptabel ... Dann endlich, machen wir uns westwärts auf nach Santa Clara, der Stadt in der Che die entscheidende Schlacht zum Sieg
der Revolution geschlagen hat und in der er heute beerdigt ist ... Hier wohnen wir in einer besonders schönen Casa mit großartigem Essen!

Weiter nach Trinidad

Nach 2 Tagen Weiterfahrt nach Trinidad, einem kleinen Ort an der Südküste Kubas, der bekannt ist für seine kleinen Gassen, die Musik und die hier lebenden Künstler. Wir bleiben einige Tage und erkunden auch die wunderschöne Umgebung mit den ehemaligen Zuckerrohrplantagen und die nahegelegenen Karibikstrände. Wie überall wachsen in der üppigen Natur Mangos, Bananen, Ananas, Kokosnüsse, Guaven und Papayas, die Bestandteil aller Mahlzeiten sind. Ansonsten essen wir Hummer und Shrimps, Reis und schwarze Bohnen. Und jeden Abend gibt es Rumcocktails, die spottbillig und wirklich köstlich sind!

Nächste Station: Cienfuegos

Unsere nächste Station heißt Cienfuegos und ist nicht sehr weit entfernt. Hier platzen wir in den Karneval und feiern ein bisschen mit. Außerdem besuchen wir ein Naturschutzgebiet mit dem berühmten Wasserfall El Nicho in dem wir auch baden. Das Wasser ist eiskalt, aber bei durchgehend um die 40 °C und 85 % Luftfeuchtigkeit eine echte Erfrischung (zumal das Meer mit knapp 30 °C keine wirkliche Abkühlung bietet)! Wie überall auf unserer Reise bringen wir auch hier unsere Gastgeschenke unter die Leute, Schokolade, Kosmetikartikel, Ibuprophen, Kugelschreiber, Malhefte und Buntstifte haben wir in Mengen dabei und machen für ein paar Menschen die Welt ein kleines bisschen besser. Das ist ein wunderbares Gefühl!

Tabakland Viñales

Die Strecke ins Tabakland ganz im Westen ist lang und wir übernachten unterwegs auf dem Land. Auf der Autobahn - der einzigen Straße des Landes die nicht von Schlaglöchern übersäht ist - sind Fußgänger, Pferdefuhrwerke, Reiter, Radfahrer und Ochsenkarren unterwegs (gerne auch mal gegen die Fahrtrichtung und auf allen Spuren) und auch ein paar Autos (meist die typischen 50er-Jahre Amischlitten oder Ladas aus der Zeit der Sowjetunion), uralte Busse und LKWs voller Menschen auf der Ladefläche. Langweilig wird es hier also nicht! In Vinales angekommen sind wir beeindruckt von der einzigartigen Landschaft! Wir besichtigen eine riesige Höhle mit unterirdischem Fluss, eine Tabakplantage und machen eine Ausritt durch das herrliche Tal.

Ausklang am Meer

Da sich unser Urlaub dem Ende zuneigt, wollen wir noch mal einen Tag ans Meer. Mutig nehmen wir die Strecke von 65 km in Angriff, sind wir von den kubanischen Straßen doch bereits einiges gewohnt. Aber das hier ist die Krönung! Wir können kaum glauben, dass das eine ernstgemeinte Straße sein soll! Nach 2,5 Stunden kommen wir endlich an. Cayo Jutias hat wirklich einen sehr schönen Strand, für unseren Geschmack ein bisschen zu kommerziell, aber nun sind wir ja hier. Vor der Rückfahrt graut uns schon jetzt ...

Nach einem gemütlichen letzten Abend mit einem schwäbischen Paar, das wir auf der Rundreise immer wieder getroffen haben und das uns auch hier wieder über den Weg läuft, packen wir unsere Koffer und machen uns auf den Rückweg nach Havanna. Glücklicherweise finden wir beim dritten Anlauf auch noch eine Tankstelle, die tatsächlich gerade Benzin anbietet, keine Selbstverständlichkeit, wie wir gelernt haben. Am Flughafen sind wir 3 Stunden vor Abflug. Keine Minute zu früh, da in Kuba eben alles länger dauert. Mietwagen abgeben, Gepäck aufgeben und einchecken, Landeswährung zurücktauschen (darf nicht ausgeführt werden und kann auch außerhalb Kubas nicht zurück getauscht werden), Ausreiseformalitäten erledigen, Security passieren ... überall muss man Schlange stehen. Aber dann sitzen wir im Flugzeug (gnädiger Weise gibt es trotz Konkursantrag keine Probleme mit AirBerlin).

Es war ein Abenteuer! Ja, auf jeden Fall! Unvergleichlich, einzigartig, unvergesslich, schrecklich (und) schön!

Liebe Grüße und auf bald!

Eure Nicole, Frank und Emily

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