Reisebericht: Kuba im Herbst 2017


Kuba empfängt einen wie man sich's vorstellt. Kaum verlässt man den Flughafen, sieht man jede Menge der wunderbaren alten Karossen, die jeder sofort mit Kuba verbindet und die tatsächlich das Straßenbild prägen. Wir haben tolle Eindrücke von Kuba gewonnen. Viele spannende, schöne und interessante Augenblicke werden uns in guter Erinnerung bleiben.

Kuba 26.10. bis 04.11.2017

Die An- und Abreise: Wien - Paris - Havanna - Paris - Wien
Unsere Route: Havanna, Cienfuegos, Trinidad, Santa Clara, Varadero, Havanna (Auf Pinar del Rio und Vinales, das Tal der Zigarrenfelder, haben wir aufgrund der knappen zur Verfügung stehenden Zeit, schweren Herzens verzichtet.)
Unsere Reisegruppe: 3 Erwachsene, 1 Kind (11)

Lesen Sie auch hier den Original-Reisebericht inkl. Fotos

Bei der Fahrt zum ersten Quartier auf Kuba ist es leider schon dunkel und wir sehen nicht viel von Havanna. Wir wohnen in der Altstadt „Casa Blue Colonial“ – sehr familiär, gut ausgestatten und sauber. Von der Lage der Casa in der Altstadt ist man anfangs fast schockiert, weil hier die Straßen teilweise sehr schlecht sind, viele Häuser dem Verfall nahe sind und Müll, der sich in übervollen Tonnen sammelt, stinkt. Trotz der späten Zeit finden wir dann noch ein Lokal – was nicht schwer ist, weil viele „Schlepper“ unterwegs sind, die einen in Restaurants locken wollen. Wir machen erste Bekanntschaft mit Reis und schwarzen Bohnen, die uns noch öfter begegnen werden. Getrunken wird einheimisches Bier oder (meist spanischer) Wein.

Blick auf Trinidad

Tag 1

Bei Tageslicht bzw. warmen Sonnenschein wirkt die Stadt schon ganz anders. Wir machen einen geführten und langen sowie intensiven Altstadtspaziergang mit einem sehr versierten, deutsch sprechenden Reiseleiter von avenTOURa (Alex) => sehr zu empfehlen.

Tag 2

Am Plan steht eine Hop on Hop off Tour mit dem Red Bus durch die anderen Viertel von Havanna – der Bus bleibt aber aus. Ohne Information stehen die Touristen im Regen und mutmaßen, dass der Bus aufgrund des Regens ausblieb …… bei weiterem Herumflanieren in der Altstadt genießen wir so manchen Mojito und bestaunen das nahe Beieinander von Abbruchhäusern und revitalisierten Häusern. Ein Stadtbummel ohne Auslagen und Plakat – ungewohnt. Wir schauen in „Supermärkte“, die den Namen natürlich nicht verdienen, weil das Sortiment knapp und einfach ist. In den Geschäften, in denen Einheimische Lebensmittel mit ihren Bezugsheften bekommen, gibt´s kaum was. Eier, Mehl, Reis, Öl … das macht schon nachdenklich. Restaurants und Bars gibt es genügend. Man hat die Wahl, staatlich oder privat (Paladares). Die Qualität und Auswahl ist in Ordnung. Die Privaten sind naturgemäß bemühter und freundlicher. Ein paar Worte Spanisch sind nützlich, mit Englisch geht´s meistens auch. Einiger – insbesondere ältere - Kubaner sprechen ein bisschen Deusch, oft aus Zeiten einer Ausbildung in der ehemaligen DDR.

Tag 3

Um 10 Uhr sollten wir unser Mietauto übernehmen um nach Trinidad zu fahren – es steht aber kein Auto zur Verfügung, der Vermieter kommentiert das mit Schulterzucken und stoischer Ruhe (oder Gleichgültigkeit). Das stellt unsere Geduld auf eine SEHR harte Probe – wir warten bis 19 Uhr! Da wir eigentlich nicht im Dunkeln fahren wollen, besorgt uns unser Reisepartner avenTOURa (sehr unkompliziert und rasch) ein Zimmer in Cienfuegos, damit wir die Fahrt in der Dunkelheit möglichst kurz halten können. Dann geht's los. Die erste Fahrt auf kubanischen Straßen ist schon sehr herausfordernd: Wenige Schilder, kaum Beleuchtung, Menschen, die auf mehrspurigen Straßen auf Busse warten, „Autobahn“-Abfahrten und Kreuzungen, die nicht beschildert sind, Fahrräder aus der Gegenrichtung und unbeleuchtet Pferdefuhrwerke machen das Autofahren – besonders in der Nacht – zum Abenteuer. Und natürlich Schlaglöcher. Immer und überall. Unsere Fahrt nach Cienfuegos klappt dennoch bestens, die Casa Particular dort ist wunderbar (Casa Ana Maria, auf der Halbinsel Punta Gorda) und liegt nahe dem Meer. Obwohl schon nahe Mitternacht gibt´s auch noch ein Restaurant (La Terrazza) ganz in der Nähe mit gutem, sehr günstigen Essen.

Tag 4

Cienfuegos ist ein ehemals bedeutender Zuckerhafen und jetzt gibt es dort Fischfang, große Langustenproduktion, etc.

Tag 5

Fahrt nach Trinidad, teilweise am Meer entlang. In Trinidad wohnen wir in der Casa Colonial Carlos, wieder sehr zentral, sauber und gut ausgestattet. Besonders angetan hat es uns das italienische Restaurant „San Jose“ – eine Empfehlung unserer Gastgeberin – es ist immer
gesteckt voll und sehr gut.

Tag 6

Wir erkunden die Altstadt von Trinidad, die wirklich sehenswert ist. Zum Abschluss besuchen wir noch den Strand „Playa Ancun“. Der Strand ist nur rund 10 km von Trinidad entfernt und sehr schön. Es gibt nur 2 Hotels und es ist ruhig. Palmen, heller Sand, ruhiges Meer, schön zum Schnorcheln. Das Wasser an der Südküste wärmer und ruhiger als im Norden (wie wir dann später in Varadero feststellen).

Tag 7

Die Fahrt geht weiter von Trinidad Richtung Santa Clara. Die Strecke führt über die Berge durch ein Naturparkgebiet „Topes de Collantes“. Am Weg liegt der Wasserfall „Sendero Vegas Grande“, der über einen steilen Fußweg zu erreichen ist. Santa Clara erreichen wir am späten Nachmittag. Die Stadt ist ziemlich groß, es gibt einen netten Hauptplatz und vor allem wird hier Che Guevara gehuldigt – mit einem riesigen Denkmal (schon fast beängstigend), dem Mausoleum und einem Museum. Besichtigen kann man auch jene Eisenbahnwagons, die Che Guevara in Santa Clara im siegreichen Kampf gegen die Batista-Truppen eingesetzt hat (1958). Gewohnt haben wir im Hostal Florida Center, das über einen sehr netten üppig gründenden Innenhof verfügt und gleichzeitig ein Restaurant mit wirklich sehr guter Küche ist. Für uns war´s das authentischte Essen.

Tag 8 / Tag 9

Weiter geht unsere Fahrt von Santa Clara Richtung Varadero. Die Strecke wie gehabt: Schlaglöcher, Pferdefuhrwerke, Lastwägen die als Busse umfunktioniert sind,….. Schon bevor man sich der langgezogenen Landzunge nähert, auf der Varadero liegt, merkt man, dass man das traditionelle Kuba verlässt und sich dem (massen)touristischen Kuba nähert. Nichts desto trotz, empfinden wir Varadero nach unserer langen Fahrt und den vielen Eindrücken als angenehme Abwechslung. Varadero: das ist schönes Meer, schöner Strand, gute Hotels …. Fein für den entspannten Urlaubsausklang, aber sicher nicht der richtige Ort um Kuba kennen zu lernen. Wir genießen es trotzdem, sind aber froh, nur 2 Tage da zu sein. Das „echte“ Kuba ist hier relativ weit weg und wir haben es in den Tagen zuvor kennen gelernt. Gewohnt haben wir im Hotel Sol Palmeras****. Eine sehr schöne Anlage in niedriger, weitläufiger Bauweise mit angeschlossenen Bungalows. Das Essensangebot ist gut, die
Mitarbeiter sehr freundlich. Das Meer an der Nordküste ist nicht ganz so warm wie im Süden, es weht stärkerer Wind und die Wellen sind ziemlich hoch – was aber dem Badevergnügen nicht entgegen steht.

Tag 10

Die 2 Taxis von avenTOURa für unsere Rückfahrt nach Havanna organisiert, sind überpünktlich zur Stelle. Auf der Fahrt von Varadero nach Havanna kommen wir noch durch Mantanzas, auch ein ehemaliger Zuckerhafen vorbei und gewinnen noch ein paar Eindrücke.

Auf den Punkt gebracht:

Wir haben tolle Eindrücke von Kuba gewonnen. Viele spannende, schöne und interessante Augenblicke werden uns in guter Erinnerung bleiben. Das Team von avenTOURa – sowohl in Deutschland als auch in Kuba vor Ort – empfehlen wir weiter.

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avenTOURa ist mit Auszeichnungen und Mitgliedschaften seit mehr als 20 Jahren in der Touristikbranche etabliert.