Reisebericht: Kuba individuell


"Wollt ihr mit auf Kuba?" "Ja! Wer plant?..."

So oder ähnlich klingt es, wenn man versucht mit Freunden eine Reise zu planen. Und zu buchen. Die Vorstellungen von Kuba und der Kuba Reise sind so verschieden, wie die Anzahl der Mitredenden und Mitreisenden. Nämlich vier. Von privaten Fahrern ist die Rede, von Taxis colectivos, von Casas und Hotelanlagen. Die Reisestrecke variiert stündlich. Und wer plant es jetzt endlich fest? Wie? Niemand hat Zeit? Die Hilfe naht in der Form von avenTOURa und dabei speziell Frau Krencker, die unsere Pläne ordnet, anpasst und einfach alles bucht! Dank ihrer Unterstützung und Geduld kann die Reise überhaupt beginnen...

Havanna

Den Anfang macht Havanna. Angesteuert von München über Paris mit Air France. Wir sind glücklich, dass wir am Flughafen in Havanna von einem überaus charmanten avenTOURa-Vertreter samt Privattransfer begrüßt werden. Da ist das Fremde nicht mehr ganz so fremd. Das Geld wird gewechselt, die Ratschläge empfangen. Wir sind angekommen. Hola Cuba!

Havanna ist so, wie man sich die Stadt vorstellt. Und auch wieder nicht. Mit toller Architektur und Häusern, die zerfallen. Mit grünen Parks und Müll. Mit glanzpolierten Oldtimern und klapprigen Ladas. Mit Revolution und Streben nach Wohlstand. Mit Touristen in Bars und Menschen, die vor den halb leeren Läden Schlange stehen. Schön und verstörend. Wir verbringen unsere Nächte in der Casa Azul Habana, einem stimmig eingerichteten Kolonialhaus mitten in der Altstadt und nahe zum Malecon. Die Zimmerfenster, die auf den schmalen Patio rausgehen, sind für uns etwas ungewöhnlich, aber so ist es hier in Havanna, das wissen wir jetzt. Das leckere Frühstücksbüffet auf der Dachterrasse lässt uns die ersten Geschmäcke Kubas kennenlernen. Guave, Papaya, Ananassaft, Mangomarmelade, weiche Brötchen mit Schinken und Käse und Eier in allen Variationen werden zu festen Bestandteilen unserer Frühstücke auf Kuba.

Unsere Tage verbringen wir unterwegs in der Stadt. Mit Michael von avenTOURa haben wir den perfekten Guide, der uns mit Geschichten und Geschichte durch die Stadt führt. Wir lernen die wichtigsten Orte kennen und schlendern durch kleine Gassen. Wir trinken eiskalte Schokolade im Museo de Chocolate, essen Kekse aus einer kleinen Bäckerei und sehen einer Gruppe kubanischer Senioren beim gemeinsamen Musizieren zu. Und Michael erzählt und erzählt... Besser kann man den ersten Tag wohl nicht verbringen! Ausgerüstet mit den besten Tipps und Ratschlägen starten wir in die nächsten Tage, die verfliegen wie im Flug. Maleconspaziergang, Oldtimerfahrt zu Christostatue und Bosque de la Habana, Buena Vista Social Club Konzert im Centro Cultural Rosalia De Castro, Besuch bei Ibrahim Ferrer auf dem Friedhof, Kunst im Callejon de Hamel, Ropa Vieja essen und mitspielen bei einer Livemusik-Band in „El Patchanka“. Die ersten Zigarren und Rum. Und immer wieder ein Mojito – weil es ja gar nicht anders geht...
Und vor allem Menschen beobachten: Sie sind fast immer gut gelaunt, immer offen und freundlich und doch in schwierigsten Verhältnissen lebend. Irgendwie im Kampf mit dem Alltag.

Viñales

Unser Weg ist dafür ganz leicht. Mit dem herrlich komfortablen Conectando Cuba Bus geht es nach Viñales, wo uns Chuchi und Mamita in ihrer Casa in zwei Zimmern unterbringen und zum Abendessen einen riesigen Fisch mit Reis und Bohnensuppe servieren. Und auch hier gibt es ein üppiges Frühstück auf der großen Dachterrasse.

Viñales heißt Natur, grüne Mogotes-Hügel, Tabakfelder, rote Erde, Pferde und Bohios (strohgedeckte Hütten). Wir fahren und wandern mit dem avenTOURa-Guide Nelson durchs Umland und lernen alles über Pflanzen und Tiere, erspähen Kolibri und Tocororo, sehen wie man Zigarren herstellt und früher gehaust hat. Und sind so sehr von ihm angetan, dass wir nach einem netten Gespräch mit Boris, dem avenTOURa-Vertreter in Viñales, Nelson gleich für den nächsten Tag wieder buchen. Wieder nur für uns. Und diesmal nur zu Fuß. Einfach nur laufen und Früchte zwischen den Ästen finden, einen Cubatodi zwitschern hören, Bäume und Blumen bewundern. Riechen, tasten, schauen, raten. Nelson kennt sie alle!
Und es wäre nicht die ganze Wahrheit, wenn ich nicht schreiben würde, dass auch in Viñales der eine oder andere Mojito getrunken wurde. Der beste mit Honig – bei den Tabakbauern. Der am wenigsten leckere in der „Cubar“, in der wir dafür sehr gut gespeist haben. Man kann halt nicht alles haben!

Trinidad

Viñales ist klein und überschaubar und so sind wir für den weiteren Weg mit dem Conectando Bus bereit: Nach Trinidad, direkt zu Casa El Moro – wunderschön, bequem, verwinkelt, mit sieben Dachterrassen und einem netten und hilfsbereiten Besitzer – Renier, der uns viele Wünsche erfüllt und für uns regelt, bestellt und verhandelt.

Trinidad ist alt, bunt, malerisch. Pferde traben durch die Straßen, Musik tönt aus vielen Ecken, Touristen flanieren. Romantik und ein wenig Freilichtmuseum, das Gefühl, die Zeit ist stehen geblieben. Bars und Restaurants an jeder Ecke. Sehr kreative Lokale sind dabei, junge Menschen machen das Beste aus den Kolonialhäusern, dekorieren, geben den traditionellen Gerichten neue Noten. In „La Redaccion“ essen wir am leckersten auf der ganzen Reise. Am Abend schauen wir in die offenen Fenster der umliegenden Häuser: Die Behausungen sind arm, das Licht schwach, die Wände oft unverputzt. Das kennen wir aus Havanna, hier wirkt es allerdings irgendwie persönlicher auf uns. Die Idee der Revolution und die eigentlichen Tatsachen werden zu einem ständigen Thema unserer abendlichen Gespräche. Die Tage sind trotzdem unbeschwert. Wir fahren mit einem alten Zug durch die Zuckerrohrfeldern, machen einen Katamaranausflug zu der wunderschönen Cayo Iguana, wandern zu Salto de Javira im Parque El Cubano. Bei einem Canchanchara-Cocktail im gleichnamigen Lokal stellen wir fest: Trinidad gefällt uns!

Santa Clara

Was uns nicht ganz so gut gefällt, ist die nachfolgende Fahrt in einem alten, unterkühlten Viazul Bus nach Santa Clara. Hier merken wir den Unterschied zu Contectando (den wir wärmstens empfehlen können). Aber die Fahrt dauert nicht lange – und man kann beobachten, wie der Fahrer immer wieder stehen bleibt um Einzukaufen. So ist er halt – der Kampf mit dem Alltag!

Trotzdem kommen wir pünktlich in Santa Clara an und nach der netten Begrüßung im Hostal Florida, das unglaublich originell eingerichtet ist und mit seinem grünen Innenhof und den dekorierten Räumen den Eindruck vermittelt aus einer anderen Zeit zu sein, laufen wir los um die Revolution zu entdecken. Wir entdecken sie alle, die Spuren des Che und der Revolution und auch die Unterschiede zwischen dem Traum von der Gleichheit und der eher traurigen Wirklichkeit. Und was uns am meisten beeindruckt, mehr als Monumente aus Marmor und die dort dargestellten Utopien, sind die Kubaner, die wir am Nachmittag im „Club Mejunje“ tanzen sehen. Alte und Junge, alle zusammen, alle im Rhythmus und niemals müde. Der Rum fließt in Strömen auf der Tanzfläche, die Schlager der 80er Jahre und Salsa dröhnen aus den Lautsprechern. Wir müssen weiter – Varadero wartet.

Varadero

Der Viazul Bus bringt uns klapprig und bei eiskalten Temperaturen, aber sicher und pünktlich nach Varadero. Etwas gefürchtet wegen der Touristenmassen und der „berüchtigten“ All Inclusive Anlagen, entpuppen sich die letzten Tage als besonders entspannt. Die Anlage Sol Palmeras ist weitläufig und ruhig, die Bungalows im Garten verteilt und schön eingerichtet. Der Strand genauso wie er in der Karibik sein soll: weißer Sand, türkisfarbenes Meer. Obwohl wir eigentlich gar keine All Inclusive-Typen sind, genießen wir unsere letzten Tage nach der interessanten, so eindrucksvollen Reise durch Zentral- und Westkuba, bevor es wieder mit einem privaten Transfer Richtung Havanna-Flughafen und dann mit Air France nach München geht.

Adios Cuba!

avenTOURa ist mit Auszeichnungen und Mitgliedschaften seit mehr als 20 Jahren in der Touristikbranche etabliert.