Reisebericht: Mit Kindern im Auto durch Kuba – allein? Ihr seid verrückt…


Irgendwann hätten wir es fast auch geglaubt – gäbe es nicht avenTOURa und Frau Krencker, die meinte, es sei gar kein Problem und „für Kinder auch viel schöner, wenn sie aussteigen können, wann und wo sie wollen!“

Sofort schöpften wir neuen Mut und planten mit riesiger Begeisterung und avenTOURa-Support unsere Route mit traumhaften Casas, die auch vier Personen (zwei Erwachsene mit zwei Mädels, 7 und 10 Jahre) aufnehmen konnten. Und um es direkt zu sagen: Es war einer unserer schönsten Urlaube!

Start Havanna:

Drei Tage hatten wir in und mit Havanna, eine aufregende, spannende Stadt des Aufbruchs und der Gegensätze – für Kinder muss man es ein bisschen interessant gestalten, zum Beispiel in einem Coco-Taxi durch die Straßen pesen, finden sie dann auch ganz gut und sehen die Stadt plötzlich mit anderen Augen. Sehr empfehlenswert auch der Altstadtrundgang mit avenTOURa-Guide Mario! Die Casa Malecon Colonial war leider eine der weniger guten. Empfehlen würden wir sie nicht, ganz einfach, weil es dort regelmäßig keine Wasserversorgung gab und die Toilette nicht zu nutzen war, was vor allem mit Kindern schwierig ist, aber auch für uns nicht schön war. Das haben wir danach nicht mehr erlebt.

Auf ins Vinales-Tal

Im Peugeot Van – über Vis a Rent, problemlose Übergabe im Hotel Kohly – ging es von Havanna ins Vinales-Tal. Viel gewarnt vor den schlechten Straßenverhältnissen waren wir aufs Schlimmste vorbereitet und positiv überrascht… natürlich gibt es Schlaglöcher und es ist keine deutsche Autobahn – aber es ist ok! Spannend hingegen, was sich in Kuba so auf Autobahnen tümmelt: Ochsenkarren, Radfahrer, Kutschen, Tramper… und wichtig: „M“ im Nummernschild bedeutet Militärfahrzeug und dann sollte man schleunigst rechts fahren ;-) Mann auf Pferd mit Fähnchen bedeutet: Hinter der nächsten Kurve befindet sich eine Rinderherde auf der Straße…. wir haben viel gelernt, in kurzer Zeit.

Empfangen wurden wir im Vinales-Tal von einer der schönsten Casas: Chuchi y Mamita. Traumhafte Dachterasse, bester Blick, köstliches Essen – die Beiden sind einfach klasse. Und haben uns sofort einen Reitausflug mit Manuel vermittelt. Manuel holte uns an der Casa ab und unsere Mädels (7, 10) strahlten zwei Stunden vom Rücken der Pferde. Bei den Tabakplantagen erklärte uns ein Farmer das Drehen von Zigarren und reichte frische Säfte. Zwei Tage blieben wir, besichtigten u.a. den Botanischen Garten und die Tropfstein Höhlen – ein toller Aufenthalt!

Soroa, Cienfuegos und Trinidad

Nächster Stop in Soroa, Lieblingsstopp unserer Mädels. Schon der traumhafte Garten der Casa Los Sauces gefiel uns allen extrem gut, besonders aber überzeugte eine Wanderung zu einem nahegelegenen Wasserfall mit einem herrlich erfrischendem Wasser, in dem man wahlweise im Bassin baden oder im Wasserfall klettern konnte.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Cienfuegos in die Casa Ana Maria, die zu einer kleinen Enttäuschung wurde: Weder gab es denn von den Mädels erhofften kleinen Pool, noch war Ana Maria sonderlich erfreut über unseren Besuch – im Gegensatz zu der riesigen Gastfreundschaft, die wir bisher erlebt hatten… insofern verdrückten wir uns etwas. Ein besonderes Erlebnis in der sonst auch eher uninteressanten Stadt war das nach Renovierung gerade vor drei Tagen neu eröffnete Delphinarium, in der Bucht von Cienfuegos gelegen: Wir genossen die Show mit vielen Kubanern – und anschließend das „swimming with the dolphins“, was ein einmaliges Erlebnis war!

Am nächsten Tag freuten wir uns auf Trinidad und wurden von Dona Barbara in der gleichnamigen Casa auch gleich wieder mit gewohnter kubanischer Herzlichkeit empfangen. Zur Begeisterung unserer Mädchen hat Dona Barbara auch einen Hund! Durch Trinidad schlendern ist ein Traum, dies fanden sogar die Mädels, die sonst mehr für die kubanische Natur denn Städte zu interessieren sind. Deshalb machten wir uns auch gleich wieder auf zum nächsten Wasserfall, El Rocio. Eine großartige Führung durch den tropischen Regenwald inklusive toller Erklärung über die „natürliche Apotheke“. Nach einer abenteuerlichen Trekking-Tour wurden wir mit einem schönen Wasserbassin inklusive Liane zum Hineinschwingen belohnt.

Drei Tage Trinidad und Umgebung waren gerade so genug. Aber wir hatten unseren Mädels noch fünf Tage Badeurlaub in Varadero versprochen… auf dem Weg dorthin erlebten wir zum ersten Mal ein Stück wirklich kaputte Straße. Aber nur ein Stück. Danach ging es einmal quer durchs Landesinnere bis zum Badeparadies Varadero, das traumhaft schön ist, aber mit dem Kuba, das wir bislang kennengelernt hatten, so gar nichts mehr zu tun hatte. Nichts desto trotz: Auch diese letzten fünf Tage an weißem Traum-Strand mit türkisfarbenen klasklarem Wasser waren herrlich!

Noch ein paar abschließende Dinge:

Warum avenTOURa und nicht ganz alleine?

Wir waren zwischendurch recht froh, avenTOURa im Rücken zu haben. Als eine Casa meinte, „Nino“ hieße aber Baby und sie hätten leider keinen Platz für 4 Personen, war avenTOURa sehr hilfreich und alles war schnell geregelt und plötzlich vier Betten da.

Ist es ein Problem, wenn man kein spanisch spricht?

Wir haben damals keine klare Aussage dazu bekommen, und ich weiß jetzt, warum. In den meisten Casas sprechen die Kubaner ein ganz klein bisschen englisch, bzw. es gibt oft eine Person, die ein paar Brocken spricht. Wenn die Person nicht da ist, spricht keiner englisch. Aber: Die Menschen versuchen so ziemlich alles, um einen zu verstehen. Fazit: Ich würde sagen: Ja, man sollte ein kleines bisschen spanisch können. Wir haben die wichtigsten Dinge vorher gelernt. Mindestens sollte man morgens in der Casa sagen können, wie man sein Ei haben möchte :)

Was sollte unbedingt ins Gepäck, was sonst nirgendwo steht?

Handseife und Toilettenpapier, insbesondere, wer mit Kindern reist. Auf den meisten öffentlichen Toiletten gibt es beides nichts. Zudem: Wer individuell reist braucht mit kleineren Kindern auch Snacks, wir hatten Müsliregel und Nüsse mit, weil unsere Kinder immer hungrig sind und es nicht überall Sachen zu kaufen gibt.

Gibt es wirklich keine Straßenschilder?

Wir hatten dies immer wieder gehört, es stimmt aber so nicht. Die Beschilderung ist nicht wie in Deutschland, aber ein Schild gibt es immer. Dies darf man halt nicht verpassen. Wir sind mit der kostenlosen Version von maps.me sehr gut klar gekommen.

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