Reisen nach Kolumbien trotz Corona?


Wir freuen uns Ihnen heute die aktuellsten Informationen über die Wiederaufnahme des internationalen Flugverkehrs von/nach Kolumbien zu übermitteln: nachdem der nationale Flugverkehr bereits seit 01. September wieder langsam zur "neuen Normalität" zurückkehrt (aktive Airlines: Avianca, Latam, Satena, Vivaair, EasyJet), wird nun auch seit dem 19. September der internationale Flugverkehr wieder Stück für Stück aufgenommen. Die Einreise nach Kolumbien unterliegt gewissen Einreisebestimmungen, die unbedingt eingehalten werden müssen.

Flugverbindungen nach Kolumbien

Im Folgenden finden Sie den aktuellen Plan, welche Flugverbindungen zu welchen Zeitpunkten wieder aktiviert werden (Achtung: Diese Angaben sind unter Vorbehalt unangekündigter Änderungen)

Seit September 2020
Ab: Cartagena
Nach: Fort Lauderdale (Spirit Airlines)

Ab: Medellín
Nach: Miami (Vivaair, Avianca), Fort Lauderdale (Spirit Airlines), New York (Avianca)

Seit 01. Oktober 2020
Ab: Bogotá
Nach: New York, Guayaquil, Quito, Ciudad de México, Sao Paulo (Avianca)

Ab 14. Oktober 2020
Ab: Bogotá, Cartagena
Nach: Atlanta (Delta), Houston (United Airlines), Dallas und Miami (American Airlines)

Ab: Cartagena, Barranquilla
Nach: Miami (American Airlines)

Ab 15. Oktober 2020
Ab: Bogotá
Nach: Washington, Cancún (México), Ciudad de Guatemala, La Paz und Santa Cruz de la Sierra
(Bolivia), Punta Cana und Santa Domingo (Dominikanische Republik), Río de Janeiro, Santiago de
Chile, San Salvador (Avianca)

Die Wiedereröffnung der Strecken von/nach Europa hängen momentan noch stark von den jeweils lokalen Auflagen ab. Sobald jedoch die Ein-und Ausreisebedingungen sowohl in Kolumbien, wie auch in den europäischen Ländern, unter Einhaltung der geforderten Infektionsschutzmaßnahmen es zulassen, sollen auch diese Flugverbindungen so bald als möglich wieder aufgenommen werden.

Einreisebestimmungen

Die Einreise unterliegt den folgenden Einreisebestimmungen:
a) Vorweisen eines negativen Covid-19 PCR-Tests (nicht älter als 96 Stunden vor Reiseantritt).
b) Online Registrierung beim Check-Mig, auf der Seite des Auswärtigen Amtes Kolumbien.
c) Download und Anwendung der Applikation CORONAPP (AppleStore oder GooglePlay).

Kurzer Rückblick unserer Partneragentur in Kolumbien auf Phase des Lockdown - Soziale und wirtschaftliche Auswirkungen

Kolumbien hat praktisch zu selben Zeit wie Deutschland zugemacht, nur waren die Maßnahmen viel drastischer. Das Leben wurde auf fast 0 runtergefahren, die Straßen waren leer und man durfte sein Haus nur verlassen, um einzukaufen, zum Arzt zu gehen oder den Hund Gassi zu führen. Die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen waren und sind weiterhin extrem zu spüren. Ich konnte erst dieses Wochenende meine Schwiegereltern, die 3 Stunden von Bogotá entfernt leben, besuchen. Wir haben uns also insgesamt 7 Monate nicht sehen können. Die Universitäten und Schulen sind alle immer noch zu 100% virtuell. Ab Mitte Oktober wird versucht, teilweise zum Präsenzunterricht zurückzukehren. Obwohl die Regierung versucht hat, mit einigen Maßnahmen Familien und Betrieben zu helfen, waren die Hilfen nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. An die 50% der Kolumbianer arbeiten im informellen Sektor, sind also Tagelöhner, die jeden Tag raus müssen und vom täglichen Verkauf leben. Für die ist das ganze besonders schwierig. Die Corona-Krise hat die ganze Reisebranche und natürlich auch uns hart getroffen. Unser Kerngeschäft – die Organisation von Rundreisen durch Kolumbien – ist seit März komplett weggebrochen. Wir haben in den letzten Jahren solide gewirtschaftet und stehen deshalb verhältnismässig gut da, dennoch geht so eine Krise natürlich nicht spurlos an uns vorbei. Viele unserer Mitarbeiter arbeiten nur noch halbtags, entlassen mussten wir niemanden und wir hoffen, dass dies nicht nötig sein wird. Seit Mitte März sind wir komplett im Homeoffice und nutzen die Zeit, um uns, so gut wie möglich, auf die Zukunft vorzubereiten. Wir entwerfen neue Produkte (Rundreisen und Reisepakete), machen Webinare für unsere Kunden, damit sie Kolumbien besser kennenlernen und verbessern unsere Homepage. Wir wissen nicht genau wann es wieder losgehen wird, wir wollen aber dann möglichst gut vorbereitet sein. Als die Krise begann hatten wir ca. 300 ausländische Gäste im Land, gut die Hälfte davon aus Deutschland. Wir haben uns sofort mit allen in Verbindung gesetzt und individuell mit jedem besprochen, welche Möglichkeiten zur sofortigen Ausreise bestehen. Und tatsächlich hatten wir dann mit den letzten offiziellen Linienflug nach Europa alle Gäste wieder zuhause oder auf dem Heimweg.

Bisherige Öffnungen im Tourismus (Infrastruktur, Transportwesen)

Die Neuinfektionen haben sich ca. Mitte/Ende August bei ca. 5-7.000 eingependelt, was die Regierung – auch natürlich aufgrund vom Druck aus der Wirtschaft, veranlasst hat, Anfang September in großem Umfang zu öffnen. Wir haben jetzt wieder eine große Anzahl von Inlandsflügen (Auslastung im ersten Monat bei guten 80%), internationale Fluege gibt es auch wieder – ab Anfang November dürfen Europa-Flüge wieder operieren, und auch alle wichtigen Hotels sind wieder offen bzw. machen gerade wieder auf, ebenso die Restaurants und die touristischen Sehenswürdigkeiten. Offiziell geht man von den staatlichen Anordungen auf die Selbstverantwortung der Bürger über. Die AHA-Regeln und andere Basisregeln gelten natuerlich weiterhin und werden auch geprüft. Bislang gab es aufgrund der Öffnung auch noch keinen Anstieg der Neuinfektionen, auch die Zahl der verfügbaren Krankenbetten auf den Intensivstationen ist gut. Der Inlandstourismus nimmt langsam wieder Fahrt auf, auch erste internationale Gäste aus naheliegenden Ländern sind schon gekommen. Überlandreisen durch das ganze Land sind wieder möglich. Das klingt erstmal ganz positiv, aus Europa wissen wir natürlich, dass das so nicht zwangsläufig weitergehen muss. Wir haben zwar an einige Firmen und Privatpersonen wieder Tickets verkauft, aber im Receptivo Geschäft steht die 0 weiterhin. Auch die Nachfrage ist weiterhin nicht existent. Für die Einreise in Kolumbien wird ein negativer PCR-Test verlangt, der nicht älter als 96 Stunden alt sein darf. Dazu ist eine Online-Registrierung 24-1 Stunde vor Abflug auf der Seite der „Einreisebehörde“ wie das Herunterladen der kolumbianischen Coronaapp vorgeschrieben.

Gibt es schon konkrete Pläne für weitere Schritte?

Nach der Öffnung Anfang September wird estmal genau beobachtet, wie sich die Situation entwickelt. Die Entwicklung in Europa zeigt, dass man auf jede Art von Entwicklung vorbereitet sein muss. Um den internationalen Tourismus nach Kolumbien in Gang zu bringen braucht es vor allem das Vertrauen der Gäste in die Destination. Und daran arbeiten gerade alle. Hotels, Transportunternehmen, Reiseleiter, Restaurants und alle Sehenswürdigkeiten sind vorbereitet und setzen die notwendigen Massnahmen bzgl. „Biosicherheit“ zu 100% um und sind vorbereitet, motiviert und mit Leidenschaft bei der Sache. Der nächste Schritt muss sicherlich sein, dass Kolumbien flugechnisch wieder von Europa aus angelflogen werden kann.

Generelle Beobachtungen/Ansichten/Prognosen zur Coronazeit

Für dieses Jahr glauben wir nicht, dass noch Gäste aus Europa kommen werden, obwohl wir schon noch hoffen, dass der eine oder andere ab November noch kommt. Ich bin sicher, dass ein Land wie möglich jetzt im Moment noch praktisch ohne Touristen, unglaubliche intensive Erlebnissen bieten kann. In unserer Modellrechnung gehen wir im Januar/Februar von 5%, im März/April von 10% vom Wert im letzten Jahr aus. Da macht aufs Jahr zusammen genommen mit einem Umsatz von 17,5% von 2019. Ich hoffe schon, dass das möglich ist. Wichtig dafür ist wohl, dass dann irgendwann im Dezember oder Januar eine erste Impfungswelle beginnt und diese auch wirkt.
Unser Ziel ist es weiterhin unseren Kunden auf ihre Wünsche zugeschnittene Reisen anzubieten, gespickt mit einzigartigen, authentischen Erlebnissen. Gleichzeitig möchten wir unseren Beitrag zu einer positiven Entwicklung im Land beitragen. Für die Zeit nach Corona werden sich viele Chancen rgeben uns in dieser Beziehung weiterzuentwickeln. Wir denken, wir haben die Chance in Zukunft Tourismus noch nachhaltiger zu gestalten im Sinne von Reisen im Einklang mit der Natur und mit positiven sozialen Effekten. Wir haben schon in den letzten Jahren immer mehr auf Nachhaltigkeit gesetzt, das Thema ist uns sehr wichtig! Auch denken wir, dass nachhaltige Reisen in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden, dieser Trend wird nun durch Corona möglicherweise noch verstärkt. Kolumbien eignet sich wie kaum ein anderes Land für diese Art von Reisen. Tourismus kann hier viel positives bewirken, schon vor Corona haben unsere Kunden einen Beitrag zum Umweltschutz geleistet, wenn sie z.B. einen der 56 Nationalparks besuchten und mit ihren Eintrittsgeldern zum Schutz von Flora und Fauna in diesen geschützten Gebieten beitrugen. Aber auch abseits der Nationalparks gibt es z.B. in den „Llanos Orientales“ die sogenannten „Reservas de la Sociedad civil“, deren Landeigentümer sich zum Umweltschutz verpflichten um im Gegenzug steuerliche Erleichterungen zu erhalten. Diese privaten Naturreservate leben auch immer mehr vom Tourismus und so wird dieses Modell für die Grundbesitzer immer beliebter und eine immer attraktivere Alternative zu anderen, weniger nachhaltigen Landnutzungsformen. Nicht zuletzt bietet ein fair bezahlter Tourismus eine wichtige Einkommensquelle für viele Kolumbianer und kann zu weniger Ungleichheit und einem friedlicheren Miteinander im Land sorgen.

avenTOURa ist mit Auszeichnungen und Mitgliedschaften seit nahezu 25 Jahren in der Touristikbranche etabliert.