Unsere Costa Rica Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis für uns Vier geworden - pura Vida!


Costa Rica zu bereisen ist eine unglaubliche Erfahrung, die keiner missen sollte! Familie Schweitzer & Röhrs hat eine Individualreise in dieses Land gemacht und berichtet von den gesammelten Erlebnissen und Erfahrungen.

25.10.19 - Auf nach Costa Rica

Der Flug mit Air France von Hamburg über Paris verlief ohne Komplikationen.
Ich beginne einfach mit unserer Ankunft in San José: Der Empfang durch Tierra Verde sowie der Transfer ins Fleur de Lys klappte einwandfrei. Auch hatten wir das Glück, einen sehr aufgeschlossenen Fahrer zu haben, der uns bei strömendem Regen und total verstopften Straßen mit interessanten Informationen z.B. zu typischen Essen und Getränken versorgte. Im Hotel angekommen, wartete bereits eine deutschsprachige Mitarbeiterin von Tierra Verde auf uns, um uns mit weiteren Informationen bezüglich unserer Reise zu versorgen. Wir nahmen in der Eingangshalle Platz und sie erzählte "ohne Punkt und Komma"... Angesichts der Tatsache, dass wir eine lange Anreise hinter uns hatten, waren wir nicht wirklich aufnahmebereit. Hinzu kam, dass auf der Verande des Hotels eine Liveband tolle Musik spielte, so dass es auch akustisch eine Herausforderung war, ihr zu folgen. Vielleicht hätte man irgendwo anders im Hotel die Begrüßung machen können, vielleicht im Frühstücksraum?

26.10.19 - Karibikküste und Faultiere

Die Abholung am nächsten Morgen durch den InterbusShuttle verlief problemlos, auch hier hatten wir wieder einen Fahrer, der uns die eine oder andere Information über San José zukommen ließ. Mit vielen verkehrstechnisch bedingten Stopps sowie 2 planmäßigen Stopps kamen wir wohlbehalten an der Karibikküste an. Unsere Unterkunft in den Azania Bungalows war einfach nur schön!! Die Lage in Playa Cocles ist einmalig, so dass wir z.B. jeden Morgen vor dem Frühstück zum Schwimmen im Meer gehen konnten. Unser Abendessen haben wir in dem netten kleinen Restaurant "El Sol de Caribe" neben der Anlage. An beiden Tagen liehen wir uns für je 5$ die Räder der Bungalowanlage aus, für deutsche Verhältnisse schon sehr gewöhnungsbedürftig (ohne Klingel, Licht,..) aber trotzdem eine lohnenswerte Ausleihe.

Am ersten Tag fuhren wir Richtung Osten, über Punta Uva, Playa Grande bis nach Manzillo. Übrigens: man fährt direkt an der Nationalstraße entlang, einen extra Radweg gibt es nicht. Am zweiten Tag fuhren wir in die andere Richtung: über Puerto Viejo zum Cahuita Nationalpark. Eine Strecke 16km, auf den "High-Tech-Bikes" schon etwas Besonderes :-) aber der Besuch des Parks ist sehr zu empfehlen. Am Eingang Pueto Vargas zahlten wir 5$ pP. Wir konnten die Räder mit hineinnehmen und auf dem Sandweg 2,5 km bis zur Parkverwaltung an der Küste fahren. Von dort aus wanderten wir zu Fuß ein Stück Richtung Spitze, dann ging es zurück von der Parkverwaltung aus auf einem neu angelegten Boardwalk zurück zum Parkeingang. Hier schoben wir die Räder - und schon an der zweiten Kurve trafen wir auf ein Highlight: am Geländer hing ein 3-Zehen-Faultier, dem wir dann mit einem Stock Hilfestellung gaben, so dass es zurück auf die Bäume kommen konnte. Das war schon eine coole Aktion :-)

Faultier in Cahuita

29.10.19 - Kanalfahrt im Nationalpark

Am nächsten Morgen stand eine Lunchbox für uns bereit. Pünktlich um 7:25 holte uns der Intershuttlebus ab und brachte uns nach Guipiles zum nächsten Transferbus, der schon auf uns wartete. So kamen wir nicht in den Genuss des dort aufgebauten lecker aussehenden Frühstücksbüfetts, für uns gab es eine Box mit Obst und eine Flasche Wasser. Dies war jetzt ein Reisebus mit sehr engen Sitzreihen und vielen weiteren Passagieren aus San José sowie einem Reiseleiter, der viele Informationen von sich gab, die uns nicht betrafen, da wir nicht "Teil" dieser Reisegesellschaft waren. Bei Ankunft am Bootsanleger teilte er uns dann mit, dass unser Guide Dino hieße und ab jetzt für uns zuständig sei. Netter Empfang am Boot durch Dino, es folgte eine interessante einstündige Flussfahrt bis nach Tortuguera. In der Aninga Lodge fühlten wir uns auch sehr wohl, allerdings kann man von dort aus nicht in den Ort Tortuguera kommen. Die zweistündige Kanalfahrt durch den Nationalpark war ein Highlight, wir konnten im "Urwald" Leguane, Basilisken, Kapuzineraffen, verschieden Vögel und Pflanzen bestaunen und lernten eine Menge von unserem Guide Dino. Ebenfalls sehr informativ waren am nächsten Tag der Spaziergang auf dem Naturlehrpfad und der Ausflug nach Tortuguera. Zwischendurch konnten wir am Pool, an der Cocktailbar oder auf unserer Terrasse im Schaukelstuhl entspannen. Wir entschieden uns gegen eine noch zu buchende Schildkrötentour - am 31.10. endete diese Aktion sowieso - es war uns für 40$ zu ungewiss, auch Dino riet uns ab.

31.10.19 - Abholung des Mietwagens

Sehr geregelt lief es am nächsten Tag ab: 7:00 Frühstück, 8:30 Gepäckverladung, 9:00 Abfahrt des Bootes, 10:15 Ankunft, 10:45 Marcopolobus nach Guiapiles. Einstündige Busfahrt durch Bananenplantagen zum Restaurant "El Ceibo", welches den costaricanischen Reiseunternehmen gehört. Dort gab es ein leckeres schnelles Büfettessen. Bereits um kurz vor 13 Uhr war der Sixt Repräsentant da, um und unser Mietauto zu übergeben. Wir veranlassten noch ein Upgrade auf Vollkasko ohne Selbstbeteiligung für 19$ pro Tag. Unser Mietauto, ein Mitsubishi, hatte sogar WiFi an Bord durch das GPS Handy.
Los ging unsere Fahrt zur nächsten Unterkunft, der Maquenque Eco Lodge, zunächst auf befestigter Straße, vorbei an Ananasplantagen, dann auf Schotterpiste nach Boca Tapada. Das Auto blieb auf dem bewachten Parkplatz der Lodge, wir und unser Gepäck wurden mit dem Boot übergesetzt. Netter Empfang mit Kokoswasser, dann ging es zu den Treehouses. Unser Gepäck wurde netterweise von einem Angestellten die 56 Treppenstufen hinaufgebracht. (Es gibt inzwischen 7 Baumhäuser, weitere werden gerade gebaut). Sehr cool residierten wir im Perezoso und im Almendro. Ohne Headlights, bzw Taschenlampen, findet man im Dunkeln nicht den Weg, und wer ängstlich ist, sollte lieber nicht in den Baumhäusern übernachten...

Das Aufwachen am nächsten Morgen war ein besonderes Erlebnis vom Bett aus Panoramablick in die Baumkronen, Howlermonkeys kletterten direkt vor unseren Augen vorbei, Fledermäuse hingen am "Fensterrahmen",... Beim leckeren Frühstück à la carte konnten wir eine bunte Vogelwelt beobachten, die Vögel wurden mit Papaya und Bananen angefüttert; was von der Futterstation runtergefallen war, holte sich eine Nasenbärfamilie. Mit den Kanus der Lodge paddelten durch die Lagune, dabei konnten wir Basilisken, Leguane, Schildkröten sehen. Am Nachmittag ging es mit Guide Domingo auf Nature Trail Tour auf dem Gebiet der Lodge. Auch er erzählte uns viele interessante Dinge und wir bekamen 2 der giftigen Frösche zu sehen: einen rot-blauen und einen grün-schwarzen. Auch warnte er uns vor den giftigen Bulletants, die unter anderem an den Handläufen der Geländer sein könnten. Im Anschluss an die Tour pflanzten wir mit Domingo pro Familie einen Mandelbaum.

Für den nächsten Tag hatten wir für 48$ eine angebotene halbtages-Flusstour auf dem San Carlos River gebucht - sehr empfehlenswert!! Mit dem Ausflugsboot der Lodge, Captain Johnny und Guide Ronaldo ging es bis zum letzten Ort vor der Grenze nach Nicaragua. Wir sahen ein großes Krokodil, Kingfisher, Kaimane, Iguanas, Geier, Lionheron, ... Sehr cool!! Auf halber Strecke war Halt an einer Farm, dort konnten wie aus eigenem Anbau verschiedene Früchte sowie Zuckkerrohrsaft mit Limone probieren und durften auf Nachfrage einen Blick ins Haus werfen und Wohnzimmer und Küche ansehen. In Boca San Carlos machten wir mit Ronaldo noch einen kurzen Spaziergang durch "den letzten Ort vor der Grenze", auch mustte er der Polizeistation eine Liste mit unseren Namen und Reisepassnummern abgeben.
Am Nachmittag machten wir mit Hilfe von "MapsMe" eine Wanderung im Park Reserva Biologica. Hierfür mussten wir und zuerst übersetzen lassen, um mit dem Auto 10km Richtung Norden zu fahren. Auf dem Camino San Juan machten wir dann eine eigenständige 1,5 Stunden Wanderung. Dank der vorab gesammelten Informationen konnten wir eigenständig Frösche auf dem Trail aufspüren. Zurück in Boca Tapada machten wir Halt an einer kleinen Bar und kamen sehr nett mit dem Wirt und 2 Einheimischen ins Gespräch - auf Englisch, mit ein bisschen Spanisch, mit Händen und Füßen, total genial!!

3.11.19 . La Fortuna

Abschied von der Maquenque Lodge um 10 Uhr und Weiterfahrt nach La Fortuna. Hier Spontanstopp, da am Sonntag Musik auf einer Bühne war. Wir trafen auf Ronaldo, unserem Guide von der Bootstour, der dort als Freiwilliger für ein ökologisches Projekt tätig war. Er freute sich sehr, uns zu sehen und versorgte uns mit Empanadas, Reisrisotto, Slusheis. Wir wollten etwas spenden, durften wir nicht, wir waren Gäste :-) Unsere Unterkunft Casa Luna lag etwa 4km außerhalb von La Fortuna. Unsere Appartements lagen im Erdgeschoss, davon waren wir nicht so angetan... Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit roch es innen nicht so angenehm, die Klimaanlage konnte etwas Abhilfe verschaffen, aber wir sind nicht so die Fans von Klimaanlagen.. Wir versuchten noch eine Umbuchung in Appartemants im 1. Stock, dies war leider nicht möglich. Die haben nämlich Ventilatoren und eine Balkon mit Sicht auf den Vulkan - wenn er denn nicht im Nebel ist... Zum Abendessen fuhren wir in den Ort. Das Frühstück in Büfettform war in Ordnung, das Servicepersonal nett.

Um 8:00 fuhren wir mit dem Auto zum Arenal Hanging Bridges Park. Der Eintritt war inkludiert - zusätzlich buchten wir einen Guide, was unbedingt zu empfehlen ist!! Nur so bekommt man etwas zu sehen, ansonsten läuft man die Strecke nur ab... Die 2,5 Stunden dauernde MisticoTour mit Guide Julio und 4 weiteren Personen war ein weiteres Highlight mit vielen Informationen und auch Fotos, die unser Guide über sein Stativ mit Fernglas für uns aufnahm (auf ein Handy pro Gruppe). Für die Tour mit den 6 Hängebrücken sollte man möglichst keine Höhenangst haben... Ein tolles unvergessliches Erlebnis. Anschließend fuhren wir in den Nationalpark Vulcano. Hier muss man überall Eintritt zahlen, wenn man wandern möchte, ist eben Nationalparkgebiet. Wir hatten Glück und konnten den Vulkan fast ohne Wolken sehen. Im Hotel nutzen wir den Pool und die heißen Becken sowie die Happy Hour an der Poolbar.
Am nächsten Morgen machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg zur "Catarata de La Fortuna" in unmittelbarer Nähe unseres Hotels. Es war noch kaum etwas los und nachdem wir 15$ Eintritt gezahlt hatten, stiegen wir die 500 Stufen hinab, nahmen ein erfrischendes Bad unten vor der traumhaften Kulisse des 30m hohen Wasserfalls und stiegen die 500 Stufen wieder nach oben.
Anschließend fuhren wir auf einer Panoramastraße am Arenalsee entlang nach Nuevo Arenal. Dort kehrten wir zum Casada Essen in einer Soda ein, machten einen Spaziergang durch den sauberen Ort und aßen noch in der "German Bakery". Auf dem Weg zurück hielten wir am Avatar-Baum, einem 500 Jahre alten Ceibo Baum auf dem Grundstück eines deutschen "Aussteigers" - schon ein sehr beeindruckender Baum. Für 2000 Colones hatten wir Zutritt.

6.11.19 - regnerischer Regenwald

Soweit hatten wir richtig viel Glück mit dem Wetter, das änderte sich jetzt... Dauerregen beim Aufstehen und während der Weiterfahrt zur Anita Rainforest Ranch in der Nähe von Upala auf ausgebauter Straße sowie gut zu befahrender Schotterpiste. Sehr, sehr netter Empfang durch den Besitzer Pablo in seiner wunderschönen Ranch mit tollen Hütten. Leider war es regnerisch, aber wir waren ja schließlich im Regenwald - es regnet dort an durchschnittlich 280 Tagen im Jahr. Wir machten noch ein Regenwanderung auf dem Gebiet der Ranch. Abends genossen wir ein leckeres Essen, wir hatten auch gar keine Möglichkeit, woanders zu essen (vielleicht sollte dies ähnlich wie in Tortuguero inkludiert werden?).
Für den nächsten Morgen hatten wir die KakaoTour der Lodge gebucht (48$ pP inklusive Mittagessen), eine weitere empfehlenswerte Sache. Wir lernten viel über die Kakao- und Schokoladenkultur kennen und konnten unterschiedliche Upala Schokolade sowie Kakao à la Anita probieren. Am Nachmittag unternahmen wir in ausgeliehenen Gummistiefeln einen "Dschungelwalk" inklusive Bachdurchquerung :-) Leckeres Abendessen mit Sangria in der Lodge.

8.11.19 - die Pazifikküste erkunden

Am nächsten Morgen bei Dauerregen auf Schotterpiste - dank 4-Wheel-Drive gut zu fahren - zunächst nach Liberia. Diese Stadt muss man nicht besuchen: viel Armut, öffentliche Müllverbrennung außerhalb des Ortes... Von San Juan aus machten wir einen Abstecher in das Kunsthandwerkerdorf Guiapiti. Dort kann man den Töpfern bei der Arbeit zu sehen und ihre Produkte direkt kaufen, oder in der Kooperative einkaufen. Auf gut ausgebauter Straße ging es runter an die Pazifikküste, nach Playa Sámara in unsere Unterkunft Hotel Belvedere. Unsere Zimmer konnten wir uns aussuchen, wir entschieden uns für die etwas abseits gelegenen direkt am zweiten Pool, eins unten mit schöner Terrasse, eins oben mit kleinem Balkon. Der Ort ist sehr touristisch, der Strand sauber, es gibt viele Möglichkeiten essen zu gehen. Beim Baden am Strand muss man wegen der großen Wellen sehr gut aufpassen. Am Nachmittag fuhren wir eine Bucht weiter nach Osten, zur Playa Carrillo, eine schöne weit geschwungene sandige Bucht ohne touristischen Hintergrund. Leckeres Frühstück im Hotel, sehr freundliche (deutsche) Gastgeber sowie eine sehr nette Köchin.
Mit dem Auto fuhren wir noch einen Strand weiter, zum Schildkrötenstrand Camaronal. Ein dort tätiger Freiwilliger erzählte uns etwas über das Schutzprojekt dort. Es gibt 2 geschützte Aufzuchtstationen am Naturstrand mit vielen tollen Treibholzstücken. Wir sahen Reste von Eierschalen sowie Spuren im Sand. Zur Zeit waren noch 2-4 Schildkröten abends zu beobachten, erzählte er uns.

11.11.19 - mit der Fähre nach Puntarenas

Für die Rückfahrt nach San José hatten wir uns entschieden, die Fähre von Playa Naranjo nach Puntarenas zu nehmen. Diese Entscheidung haben wir nicht bereut. Zunächst fuhren wir auf der Nationalstraße (Schotterpiste!!) an der Küste entlang, dann durch das Gebirge rüber zur anderen Seite - es wäre auch einfacher gegengen :-) Die Fährfahrt dauert 90 Minuten und ist sehr entspannt. Wir konnten viele Pelikane beim Fischfang beobachten, sie begleiteten uns bis Puntarenas. In unserer letzten Unterkunft Trapp Family Country Inn fühlten wir uns sicher, ansonsten machte die Gegend rund um den Flughafen keinen sehr vertrauenserwckenden Eindruck auf uns... Wir blieben in der gut gesicherten Unterkunft und fühlten uns in den geräumigen Zimmern im Kolonialstil sehr wohl. Pünktlich um kurz nach 18 Uhr wurde unser Auto abgeholt.

12.11.19 - zurück nach Hause

Bis 12 Uhr konnten wir am nächsten Tag in den Zimmern bleiben, anschließend hielten wir uns auf der Terrasse des Hotels auf. Um 16 Uhr wurden wir abgeholt und in 10 Minuten zum Flughafen gebracht.

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