Unterwegs rund um Guantanamo


Wenn heute in der Presse von Guantanamo zu lesen ist, dann ist zumeist von der US-Marinebasis die Rede. Nur wenige verbinden den Namen mit der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Eigentlich zu Unrecht: Zahlreiche Reisen und Prospektionen, die mich in den letzten Jahren nach Guantanamo geführt haben, haben mich zum Fan dieser heißesten Stadt Kubas samt seiner liebenswerten Bewohner und seiner Umgebung werden lassen.

Der Reisende, der nach Guantanamo kommt ist zumeist auf der Durchreise von Santiago nach Baracoa oder umgekehrt, nur wenige bleiben. Wenn Ihre Route Sie bei Ihrem nächsten Kuba-Trip hierher führt, kann ich Ihnen vielleicht einige Anregungen geben, die Sie zum Verweilen und Übernachten bewegen können:

Ausgangspunkt für Ausflüge: Hotel Marti

Das kleine Hotel Marti mitten im Ort am zentralen Platz gelegen ist ausgezeichnet als Ausgangspunkt für Besichtigungen, aber auch nur für Zwischenübernachtungen geeignet. Mit seinen 21 geräumigen und schön eingerichteten Zimmern bietet es dem Gast eine familiäre und gemütliche Umgebung, ein kleines Restaurant ist dem Hotel angeschlossen. Der Hoteldirektor war früher Mitarbeiter des Tourismusministeriums und gibt gerne Auskunft bei Fragen zu Ausflügen in die nähere und weitere Umgebung.

Hotel Marti

Ein Nashorn aus Stein

Ausflug für Familien mit Kindern: Der "Steinzoo"

Nur etwa 25 km Richtung Nordosten an der Ausfallstraße Richtung der Orte Jamaica und Palenque, liegt in den Hügeln beim kleinen Dorf Boqueron der "Zoologico de Piedras". Hier hat der mittlerweilen verstorbene kubanische Künstler Angel Iñigo in 30-jähriger Arbeit mehr als 400 Tierskulpturen aus Steinblöcken gemeisselt. Der Rundweg, der ca. 2 km lang ist, lädt zum Verweilen und Picknicken ein. Die Aussicht über Guantanamo und die gleichnamige Bucht ist herrlich. Der Eintritt ist mitt 1 CUC für Touristen sehr günstig, der Zoo ist jeden Tag geöffnet.

Ausflug für Wanderfreunde: "Los Monitongos"

Knapp 35 km in entgegengesetzter Richtung wurde vor geraumer Zeit der Wander- und Kletterweg "Los Monitongos" eröffnet. Dabei handelt es sich um eine Steinformation in Schichtform, die sich aus der Küstenebene erhebt und vor allem von verschiedenen Kakteen-Arten bewachsen ist, die im heiß-trockenen Klima dieser Gegend bevorzugt wachsen. Der Weg führt über Holzleitern durch die Felsen, auch ein kleines natürliches Schwimmbad kann besucht werden. Da die Zufahrt zum Teil durch die Sperrzone nahe der US-Basis führt sollte man sich unbedingt vorab z.B. im Hotel erkundigen, ob der Ausflug einer Genehmigung Bedarf. Diese kann allerdings ohne große Umstände unter Mithilfe der Hotelbediensteten eingeholt werden. Ich habe das genauso gemacht.

Startpunkt des Wanderwegs "Los Monitongos"

Ausblick auf die US-Marinebasis

Ausflug für Neugierige: "Caimanera"

Ebenfalls südlich von Guantanamo liegt der kleine Ort Caimanera direkt an der Guantanamo-Bay. Die Bewohner leben vom Fischfang, der Salzgewinnung aus den, den Ort umgebenden Salinen und vom kleinen Hotel Caimanera, einem Übernachtungsbetrieb, der durch seine etwas erhöhte Lage den besten Ausblick auf die hier relativ nahe US-Basis bietet. Eines der Zimmer mit Südblick ist auf dem Balkon mit einem Fernrohr ausgestattet, der die Besichtigung zulässt. Im Eingangsbereich des Hotels ist zudem für den interessierten Besucher ein kleiner Raum mit Infomaterial zur nahen Basis eingerichtet worden. Der Ausflug nach Caimanera bedarf, da in der Sperrzone gelegen, einer Genehmigung der örtlichen Behörden, wie schon beim Ausflug zu den Monitongos ist diese über das Hotel einzuholen.

Ich hatte übrigens alle drei Ausflüge nach der Rückkehr von einer Expedition im Humboldt-Park an einem Tag absolviert. Man beginnt in der früh mit der Wanderung, isst dann zu Mittag im Hotel Caimanera und besucht dann am Nachmittag noch den Steinzoo. Ein voller Urlaubstag mit schönen Erlebnissen ganz unterschiedlicher Natur.
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