{"id":1583,"date":"2026-10-02T12:18:24","date_gmt":"2026-10-02T10:18:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/?p=1583"},"modified":"2026-10-02T12:19:09","modified_gmt":"2026-10-02T10:19:09","slug":"suriname-die-kleinste-schoenheit-suedamerikas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/2026\/10\/02\/suriname-die-kleinste-schoenheit-suedamerikas\/","title":{"rendered":"Suriname, die kleinste Sch\u00f6nheit S\u00fcdamerikas"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von <strong>Lukas Hagner<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<a href=\"https:\/\/www.aventoura.de\/amerika\/suriname\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.aventoura.de\/amerika\/suriname\">Suriname<\/a>? Wo liegt das denn?\u201c \u2013 so oder so \u00e4hnlich kam die R\u00fcckfrage, wenn wir erz\u00e4hlten, wohin unsere n\u00e4chste Reise geht. Einige ordneten es in Afrika ein, w\u00e4hrend andere es in Asien vermuteten.<br>Das kleinste Land S\u00fcdamerikas ist tats\u00e4chlich noch relativ unbekannt obwohl es, wie wir w\u00e4hrend unserer Reise erleben durften, eines der beeindruckendsten L\u00e4nder ist, die wir bisher besucht haben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"387\" src=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/DSC00165-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1585\" style=\"width:812px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/DSC00165-1.jpg 600w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/DSC00165-1-300x194.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer in Suriname landet, landet mehr oder weniger im nirgendwo. Von Amsterdam aus kommend gibt es t\u00e4glich einen Direktflug mit KLM, der das Land mit Europa verbindet.\u00a0<br>Der Johan Adolf Pengel Airport liegt rund eine Stunde s\u00fcdlich von der Hauptstadt Paramaribo entfernt, umgeben von Savanne und kleinen D\u00f6rfern. Das Deboarding verl\u00e4uft zu Fu\u00df \u00fcber das Vorfeld des Flughafens, es gibt keine Rolltreppen, keinen Duty-Free-Trubel und keine Menschenmassen.<br><br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"504\" src=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-111337-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1588\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-111337-1.jpg 800w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-111337-1-767x483.jpg 767w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-111337-1-300x189.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Einreiseprozeduren abgeschlossen und mit unseren Reisetaschen auf dem R\u00fccken werden wir von unserem Fahrer empfangen, der uns in das Stadtzentrum bringt.<br>Direkt am Flughafen ist ein gro\u00dfes Schild aufgestellt mit der Aufschrift \u201e93% Forest Cover is a World Record.\u201c Tats\u00e4chlich ist Suriname das am dichtesten bewaldete Land der Erde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterwegs k\u00f6nnen wir bereits erste Eindr\u00fccke sammeln: kleine Siedlungen, chinesische Superm\u00e4rkte, niederl\u00e4ndische Reklamen, sattgr\u00fcne W\u00e4lder, neue Bauprojekte. Im Stadtzentrum Paramaribos erhaschen wir erste Blicke auf ehemalige Kolonialgeb\u00e4ude.<br><br>Der n\u00e4chste Tag begann nach einem ausladenden Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel direkt sehr aktiv.<br>Mit dem Fahrrad, auf der linken Stra\u00dfenseite fahrend, in einem Verkehr, der Radfahrer eigentlich kaum kennt, ging es durch das Zentrum der Hauptstadt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Guide \u2013 George \u2013 erkl\u00e4rte uns bereits viel \u00fcber die Geschichte des Landes, \u00fcber die zahlreichen Denkm\u00e4ler und Statuen, die in der Stadt zu finden sind und f\u00fchrte uns \u00fcber einen der zahlreichen M\u00e4rkte der Stadt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"806\" height=\"505\" src=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-111823-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1590\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-111823-1.jpg 806w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-111823-1-768x481.jpg 768w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-111823-1-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 806px) 100vw, 806px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Stadt ist ein <strong>UNESCO-Welterbe<\/strong> und das sieht man, wenn man genau hinschaut: h\u00f6lzerne Kolonialbauten in verschiedenen Stadien zwischen Restaurierung und Verfall, Moschee und Synagoge eintr\u00e4chtig nebeneinander auf demselben Platz. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Geschichte, die hier mit besonderer Brutalit\u00e4t begann und sich zu einem bemerkenswerten Nebeneinander entwickelt hat. Suriname war \u00fcber Jahrhunderte niederl\u00e4ndische Kolonie. Zuerst kamen versklavte Afrikaner, dann Vertragsarbeiter aus Indien, Java und China. Was aus dieser Migration entstand, ist eine der ethnisch vielf\u00e4ltigsten Gesellschaften der Welt. In meinen Augen etwas, wovon auch anderen L\u00e4nder lernen k\u00f6nnen: Ein Koexistieren ist m\u00f6glich, wenn wir uns gegenseitig respektieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammen mit zwei weiteren Reisenden und unserem Guide ging es am Folgetag vom <strong>Leonsberg-Pier <\/strong>aus per Boot auf den Commewijne Fluss. Historisch war der Fluss in vielerlei Hinsicht wichtig: Hochseeschiffe befuhren den Fluss und Lastk\u00e4hne, beladen mit Bauxit, transportieren hier \u00fcber weitere Zufl\u00fcsse Material bis zur Raffinerie in Paranam sowie nach Trinidad und in die USA.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"603\" height=\"887\" src=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-112610-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1591 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-112610-1.jpg 603w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-112610-1-204x300.jpg 204w\" sizes=\"auto, (max-width: 603px) 100vw, 603px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute wird der Fluss nur noch von Einheimischen befahren oder f\u00fcr den Tourismus genutzt. An den Ufern liegen zahlreiche ehemalige Plantagen, die meisten verlassen. Geb\u00e4ude, in denen einst Kaffee und Kakao verarbeitet wurden, versinken langsam im Gr\u00fcn. Was sie einst antrieb, war die Zwangsarbeit. Das l\u00e4sst sich nicht ausblenden, auch wenn die Kulisse wundersch\u00f6n ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Unterwegs springen Delfine aus dem Wasser, zahlreiche V\u00f6gel lassen sich am Ufer ersp\u00e4hen und Fischer ziehen ihre Netze ein. Das Fort Nieuw Amsterdam, dort wo Commewijne und Suriname River aufeinandertreffen, war jahrhundertelang der Wachtposten dieser Wasserstra\u00dfen. Heute ist es Museum und stilles Monument zu einer Geschichte, die das Land bis heute pr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein leckeres Mittagessen bekommen wir in einem der kleinen D\u00f6rfer, bevor wir an der ehemaligen Plantage Frederiksdorp abgesetzt werden. Die urspr\u00fcngliche Kaffee- und Kakaoplantage aus dem 18. Jahrhundert, mit originalen Plantagenh\u00e4usern und der historischen Polizeistation, wurde zum nationalen Kulturerbe erkl\u00e4rt und dient heute als Hotel f\u00fcr G\u00e4ste. Das 300 Hektar gro\u00dfe Anwesen ist umgeben von Plantagen, Fischerd\u00f6rfern, Mangrovenw\u00e4ldern, Feuchtgebieten und einer unber\u00fchrten, wilden K\u00fcste. Bereits hier lassen sich zahlreiche Tiere beobachten und durch die wenigen Lichter in der Umgebung, bekommt man nachts einen wundersch\u00f6nen Sternenhimmel zu sehen.<br><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach freier Zeit am n\u00e4chsten Tag setzten wir mit einem Boot auf die andere Flusseite \u00fcber und begannen die Fahrt in Richtung Peperpot. Die Plantage Peperpot liegt im Bezirk Commewijne am rechten Ufer des Suriname-Flusses. Sie wurde von den Engl\u00e4ndern angelegt und z\u00e4hlt zu den \u00e4ltesten Plantagen in der Geschichte Surinams. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Bl\u00fctezeit arbeiteten durchschnittlich etwa 126 Sklaven auf einer Plantage. Zum Zeitpunkt der Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1863 war Peperpot keine Produktionsplantage mehr. Den verbliebenen Sklaven wurde die Freiheit gew\u00e4hrt und die Plantagenbesitzer erhielten von der niederl\u00e4ndischen Kolonialregierung eine Zahlung f\u00fcr die freigelassenen Sklaven. Anschlie\u00dfend wurden sie durch Vertragsarbeiter ersetzt.\u00a0Die ersten Vertragsarbeiter waren Chinesen. Dann kamen die Inder und danach die Javaner. Auch Kreolen aus dem Landesinneren kamen als Vertragsarbeiter. \u00a0<br>Die Plantage Peperpot wurde 1994 geschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der nach der Schlie\u00dfung der Plantagen entstandene Sekund\u00e4rwald hat sich \u00fcber die Jahre zu einem Prim\u00e4rwald entwickelt. Dieser Prim\u00e4rwald macht den Peperpot-Naturpark und den Peperpot-Naturwald in \u200b\u200beiner zunehmend urbanisierten Umgebung einzigartig und hat den Park und den Wald zu einer einzigartigen Insel der Artenvielfalt gemacht.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"602\" height=\"901\" src=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-115611.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1593 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-115611.jpg 602w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-115611-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 602px) 100vw, 602px\" \/><\/figure><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"611\" src=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120011-1-1024x611.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1595\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120011-1-1024x611.jpg 1024w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120011-1-300x179.jpg 300w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120011-1-768x458.jpg 768w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120011-1.jpg 1207w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Stirnlampen ausgestattet unternahmen wir hier mit Guide eine Nachtwanderung und konnten eine beeindruckende Artenvielfalt erleben: Schlangen, Stachelschweine, Skorpione, Spinnen, Affen, Faultiere, Fr\u00f6sche, V\u00f6gel und zahlreiche Insekten \u2013 all das auf kleinstem Raum!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den fr\u00fchen Morgenstunden verlie\u00dfen wir <strong>Peperpot<\/strong> wieder und machten uns auf den Weg gen Westen zum heutigen Ziel: Bigi Pan. Die Fahrt in den Westen Surinames dauerte gute f\u00fcnf Stunden. Vorbei am Saramacca Distrikt, der \u00fcberwiegend von Landwirtschaft gepr\u00e4gt ist, durch den Distrikt Coronie mit seinen letzten h\u00f6lzernen Kirchen und vereinzelt erhaltenen Kolonialbauten, bis nach Nickerie, dem Reisdistrikt des Landes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bigi Pan ist ein K\u00fcstenfeuchtgebiet von ca. 67.000 Hektar, welches man nur per Boot erreicht. Die Lodge steht mitten auf dem See. Keine Stra\u00dfe, kein WLAN, kein L\u00e4rm au\u00dfer dem, der zahlreichen Vogelarten, die sich rund um den See finden.<br>W\u00e4hrend unserer zwei Tage dort unternahmen wir per Boot mehrere Ausfl\u00fcge: Besuch einer Flamingokolonie, Nachtfahrt mit Schlangensuche durch die Zufl\u00fcsse des Reservats und zum Sonnenaufgang eine fr\u00fche Tour zur Vogelbeobachtung. Ein besonderer Ort, der nicht zuletzt auch wegen seiner Ruhe (und den zahlreichen H\u00e4ngematten) zum Abschalten einl\u00e4dt. Und auch hier hatten wir nachts wieder einen ph\u00e4nomenalen Blick auf den Sternenhimmel und konnten zahlreiche Sternschnuppen sehen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:51% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"521\" height=\"878\" src=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120350-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1596 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120350-1.jpg 521w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120350-1-178x300.jpg 178w\" sizes=\"auto, (max-width: 521px) 100vw, 521px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach unserer Zeit in Bigi Pan und einer kurzen Zwischen\u00fcbernachtung in Paramaribo, ging es weiter ins Landesinnere. \u00dcber leere Stra\u00dfen und dann &#8211; nach Umstieg in einen Allradbus &#8211; \u00fcber Schotterpisten erreichten wir das Basislager f\u00fcr unsere Tour auf den Fredberg.<br><strong>Fredberg<\/strong> ist ein ca. 380 Meter Hoher Berg, der aus dem dichten Regenwald ragt. Der Berg selbst wurde 2013 von Fred Pansa entdeckt, als er auf einer seiner Reisen den Dschungel \u00fcberflog. Nach zahlreichen Expeditionen erreichte er diesen und baute das Basislager am Fu\u00dfe des Berges.<br><br>Bepackt mit H\u00e4ngematten, Wasser und Gep\u00e4ck f\u00fcr eine Nacht auf dem Berg, begann unser Aufstieg durch Dschungel. Obgleich nicht sehr hoch, so ben\u00f6tigt man f\u00fcr die ca. 4,5 Kilometer doch gute zwei Stunden bis zum Gipfel \u2013 ein Aufstieg, der sich aber auszahlt.<br>Der Blick vom Fredberg zeigt unendlichen Regenwald. Der beginnende Sonnenuntergang war ein fantastisches Erlebnis und im Anschluss bekamen wir ein k\u00f6stliches Abendessen zubereitet.<br>In unseren H\u00e4ngematten liegend schlief man dann zu den Kl\u00e4ngen des Dschungels ein.<br><br>Fr\u00fchmorgens wurden wir von den Guides geweckt und bahnten uns durch dichtes Ge\u00e4st den Weg auf die andere Bergseite. Den Sonnenaufgang, den wir hier beobachten konnten, l\u00e4sst sich schwer mit Worten beschreiben und z\u00e4hlt zu den sch\u00f6nsten Augenblicken dieser Reise.<br><br>Unter uns lag der Regenwald noch im Halbdunkel, durchzogen von Nebelb\u00e4ndern, die sich langsam zwischen den Baumkronen aufl\u00f6sten. Am Horizont schob sich die Sonne durch eine d\u00fcnne Wolkenschicht und tauchte die Landschaft in ein warm-weiches orangefarbenes Leuchten, dass sich nach und nach \u00fcber die gesamte Weite des Regenwaldes ausbreitete.<br><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck auf dem Fredberg begann der Abstieg zur\u00fcck ins Basecamp, wo wir eine weitere Nacht verbrachten. Am n\u00e4chsten Tag ging es weiter nach Atjoni, dem Tor zum oberen Suriname-Fluss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Atjoni ist ein kleines Dorf, das als Warenumschlagplatz f\u00fcr alles dient, was in den D\u00f6rfern am Flussufer gebraucht wird. Zahlreiche Boote legen im Minutentakt an und werden neu beladen mit Lebensmitteln, Gasflaschen, M\u00f6beln, Matratzen und vielem mehr. Die Bewohnerinnen und Bewohner nutzen die Boote als Taxis zur\u00fcck in ihre D\u00f6rfer. F\u00fcr uns war es zun\u00e4chst ein nicht durchschaubares Gewimmel aus Booten und Menschen, aber alles folgt einem klaren Ablauf, den die Menschen hier verstehen. Unser Guide f\u00fcr die kommenden Tage, Abieni, fand uns hier ohne Probleme und brachte uns zu einem Boot, das uns flussaufw\u00e4rts nach Gunsi bringen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fahrt dauerte gut anderthalb Stunden. Unterwegs legten wir immer wieder an kleinen D\u00f6rfern an, Waren wurden ausgeladen, Einheimische stiegen aus oder zu. Gunsi ist ein kleines Dorf direkt am Fluss mit etwa 70 Einwohnern: einfache H\u00e4user, sch\u00f6n gelegen, mit Blick auf die Stromschnellen auf der anderen Seite. Der Fluss ist hier der Lebensmittelpunkt. Hier wird Geschirr gewaschen, Kinder planschen im Wasser, Fische werden gefangen und direkt ausgenommen und W\u00e4sche in Handarbeit gewaschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Saramaka sind Nachfahren von versklavten Afrikanern, die flohen und sich im Landesinneren eine eigene Welt aufbauten. Ihre Kultur, Sprache, Schnitzkunst, K\u00fcche und Br\u00e4uche sind hier noch lebendig.<\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"585\" height=\"882\" src=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120716-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1598 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120716-1.jpg 585w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120716-1-199x300.jpg 199w\" sizes=\"auto, (max-width: 585px) 100vw, 585px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"619\" src=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120933-1-1024x619.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1600\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120933-1-1024x619.jpg 1024w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120933-1-300x181.jpg 300w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120933-1-768x464.jpg 768w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-120933-1.jpg 1233w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir durften drei N\u00e4chte bleiben und unternahmen mit Abieni einen Ausflug ins Nachbardorf, entdeckten den Dschungel in der Umgebung, badeten mit ihm im Fluss und sahen bei einer Bootstour in der Nacht Kaimane und Schlangen. Er erkl\u00e4rte uns viel \u00fcber das Leben hier und erz\u00e4hlte von seinem Heimatdorf, acht Stunden flussaufw\u00e4rts, sowie von seinem Leben dort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach unseren Tagen in Gunsi verbrachten wir die letzten beiden N\u00e4chte in einer kleinen Unterkunft in der N\u00e4he zum Flughafen. Von hier aus konnten wir noch einen Tagesausflug zum<br>Brokopondo-Reservoir unternehmen. Der Stausee entstand 1963, als der Afobakka-Damm gebaut wurde und ein Gebiet von der Gr\u00f6\u00dfe einer kleinen Provinz flutete. Zehntausende Saramaka mussten damals umgesiedelt werden und die Baumst\u00fcmpfe, die aus dem Wasser ragen, zeugen noch davon, wie es hier mal gewesen sein muss.<br>Mit Kanus fuhren wir hier zwischen kleinen Inseln hindurch, warfen Angeln f\u00fcr Piranhas aus, a\u00dfen Mittagessen in einer H\u00e4ngematte und h\u00f6rten dem Wasser zu. Ein entspannter Abschluss einer Reise, die viele Eindr\u00fccke hinterlassen hat.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"597\" height=\"903\" src=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-121149-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1601 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-121149-1.jpg 597w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Screenshot-2026-10-02-121149-1-198x300.jpg 198w\" sizes=\"auto, (max-width: 597px) 100vw, 597px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Flughafen, zwei Wochen nach unserer Ankunft, mussten wir wieder zu Fu\u00df \u00fcber das Vorfeld. Keine Rolltreppen, kein aufpolierter Duty-Free-Bereich, kein Trubel.<br><br>Suriname ist ein Land, auf das man sich einlassen muss. Der Tourismus ist hier noch recht klein, aber er funktioniert und das ist Teil seines Reizes. Man bekommt nichts vorgesetzt, vieles ist einfach, und gerade deshalb f\u00fchlt es sich echt an. Wer das sucht, ist hier richtig.<br>Wer ein Land mit durchorganisiertem Komfort und Luxus erwartet, eher nicht.<br>Wir kamen mit dem Gef\u00fchl zur\u00fcck, wirklich irgendwo gewesen zu sein und mit dem leisen Verdacht, dass wir nicht das letzte Mal dort waren.<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Lukas Hagner \u201eSuriname? Wo liegt das denn?\u201c \u2013 so oder so \u00e4hnlich kam die R\u00fcckfrage, wenn wir erz\u00e4hlten, wohin unsere n\u00e4chste Reise geht. Einige ordneten es in Afrika ein, w\u00e4hrend andere es in Asien vermuteten.Das kleinste Land S\u00fcdamerikas ist tats\u00e4chlich noch relativ unbekannt obwohl es, wie wir w\u00e4hrend unserer Reise erleben durften, eines der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1590,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[16,310,338],"tags":[29,308,31,164],"class_list":["post-1583","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lateinamerika-reiseblog","category-suedamerika","category-suriname","tag-natur","tag-naturschutzgebiet","tag-rundreise","tag-suedamerika"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1583","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1583"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1583\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1604,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1583\/revisions\/1604"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1590"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1583"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1583"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1583"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}