{"id":27,"date":"2022-07-06T14:41:51","date_gmt":"2022-07-06T12:41:51","guid":{"rendered":"https:\/\/aventoura.blog\/?p=27"},"modified":"2022-08-08T15:48:57","modified_gmt":"2022-08-08T13:48:57","slug":"wie-das-leben-auf-kuba-weiter-geht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/2022\/07\/06\/wie-das-leben-auf-kuba-weiter-geht\/","title":{"rendered":"Wie das Leben auf Kuba weiter geht"},"content":{"rendered":"\n<p>04.04.2022&nbsp;von&nbsp;Britta Bomball<\/p>\n\n\n\n<p>Lesen Sie in diesem Reisebericht die Erfahrungen unserer langj\u00e4hrigen Kundin und avenTOURa Bloggerin Britta Bomball und lassen Sie sich f\u00fcr Ihre n\u00e4chste Cuba-Reise inspirieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach meinem letzten Kuba Besuch w\u00e4hrend des Lockdowns April 2020, wollte ich nun unbedingt wissen wie das Leben auf der Insel weiter geht. Meine Reise sollte mich diesmal nach Havanna und in die Provinz Mantanzas f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein angenehmer Anfang<\/h2>\n\n\n\n<p>Seinen angenehmen Anfang fand unser Urlaub im Hotel Comodoro, Havanna. Trotz f\u00fcnft\u00e4giger Quarant\u00e4nepflicht damals in 2021, blieb uns das Comodoro in guter Erinnerung und wir wollten die Hotelanlage nun ein paar Tage mit \u201eFreigang\u201c erleben. Unser Bungalow gefiel mir auch diesmal, Terrasse mit Blick auf den Boulevard und viel Platz f\u00fcr unsere Vielzahl an Koffern. Ein Palmenzweig schob sich frech durchs Schlafzimmerfenster, also schliefen sozusagen \u201eim Gr\u00fcnen\u201c. Meersicht gab es zwar nicht, daf\u00fcr entdeckten wir hinter dem Einkaufszentrum einen versteckten Stadtstrand. F\u00fcr ein erfrischendes Bad nach langem Flug aus kalten Gefilden v\u00f6llig ausreichend.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Schlauchboot w\u00e4re gut gewesen!<\/h2>\n\n\n\n<p>In der gr\u00fcne Hoteloase mit Schwimmbad erholte ich mich bestens. Das Pool Wasser war allerdings zu dieser Jahreszeit recht frisch, also badete ich vorzugsweise im Atlantik mit seiner warmen Str\u00f6mung. Zum Abendessen gab es kein B\u00fcffet, sondern frisch zubereitet A la Carte. Abends durfte man aus drei Fleischsorten und der Vorspeise w\u00e4hlen. Ich war begeistert, geschmacklich unschlagbar. Mein Fisch mit Yuca war ein Gedicht, Rindfleisch am n\u00e4chsten Abend zart und schmackhaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Gl\u00fcck muss man schon haben beim Hotelessen auf&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/www.aventoura.de\/cuba\/\">Kuba<\/a><\/strong>. Zum Fr\u00fchst\u00fcck gab es traditionelles B\u00fcffet, freundliche Kellner legten Gew\u00fcnschtes (aus Corona Gr\u00fcnden) auf unsere Teller. Frische S\u00e4fte von Ananas, Papaya und Guave verkostete ich allesamt, wenig Wasser viel Frucht, lecker und nicht selbstverst\u00e4ndlich in den&nbsp;<strong>kubanischen Hotels<\/strong>. Meine kubanische Hotel Faustregel lautet daher: erwarte nichts, dann kann es nur besser werden, funktioniert fast immer.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"584\" height=\"377\" src=\"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/kuba_unterwegs-1.png?w=584\" alt=\"\" class=\"wp-image-42\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/kuba_unterwegs-1.png 584w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/kuba_unterwegs-1-300x194.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><figcaption>H\u00f6chste Br\u00fccke Kubas zwischen Havanna und Varadero<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am letzten Abend \u00fcberraschte uns hier ein schweres Gewitter. Regen st\u00fcrzte schonungslos vom Himmel, Blitze zuckten und erhellten die ganze Stra\u00dfe, der Donner erinnerte an Dynamit Explosionen. Da weder Regen noch Gewitter nachlie\u00dfen, war ich der Meinung das wir es mit Handt\u00fcchern und Duschgardine (von der Stange im Bad ab gefummelt) relativ trocken zum Restaurant schaffen k\u00f6nnten. Als wir den Bungalow \u00fcber die glitschige Treppe verlie\u00dfen, war ich mir meines Tuns nicht mehr so sicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir landeten kn\u00f6cheltief im Wasser. Erstaunt blickten wir uns um, sahen jedoch im Umkreis von f\u00fcnfhundert Metern keine trockene Stelle im rei\u00dfenden Regenstrom, der spontan vom H\u00fcgel hinab das Hotelgel\u00e4nde flutete. Ein Schlauchboot w\u00e4re gut, hatten wir aber nicht. Auch die Annahme unter einem Duschvorhang trocken das Restaurant zu erreichen, erwies sich als Trugschluss. Auf abenteuerliche Weise erreichten wir pitschnass unser Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort angekommen: Stockdunkel, Stromausfall na Klasse! Logisch, so ein Gewitter \u00fcberlebt keine Stromleitung schadlos. Zusammen mit anderen Abenteurern tropften wir, im tropischem Stil, das Restaurant nass. Das Abendessen entwickelte sich inzwischen zu einem romantisches Highlight, denn man servierte bei Handyschein! Beeindruckend und urgem\u00fctlich. Offensichtlich beendete der Koch noch vor dem Stromausfall seine Kunst, denn wir warteten gerade einmal zwei Minuten auf unser drei G\u00e4nge Men\u00fc.<\/p>\n\n\n\n<p>Halbwegs trocken erreichten wir anschlie\u00dfend unseren Bungalow, \u00f6ffneten die T\u00fcr und standen wieder im Wasser! Ich liebe die Tropen, immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut da kommt keine lange Weile auf. Die Regenmassen schwappten n\u00e4mlich durch die nicht vorhandene T\u00fcrschwelle ins Innere. Da Bewegung nach dem Essen gut f\u00fcr die Verdauung sein soll, krempelten wir die nassen Hosen hoch und tummelten uns. Badehandt\u00fccher wurden als Feudel missbraucht, mit denen wir beherzt die Fluten bek\u00e4mpften. Ersch\u00f6pft und zufrieden schliefen wir diese letzte Nacht im trockenen Comodoro Bettchen ein. Bett und die Koffer blieben trocken, Ende gut alles gut.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weiter geht\u2019s, Habana Vedado, Jibacoa, Playa Giron und Varadero warten schon&#8230;<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Stra\u00dfen in&nbsp;<strong>Havannas Altstadt&nbsp;<\/strong>sind ungekannt ruhig. Der Malecon wirkt friedlich, fast schon gelangweilt, weil nur am Wochenende durch einige junge Leute oder Familien belebt. Trinkgelage und Massenaufl\u00e4ufe scheinen der Geschichte anzugeh\u00f6ren. Beschaulich ruhig ist es in der Hauptstadt geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir gef\u00e4llt\u00b4s, wie fr\u00fcher halt. Fr\u00fcher, vor zwanzig Jahren als es ausschlie\u00dflich Hotel Touristen gab, keine&nbsp;<strong>Privatvermietungen<\/strong>&nbsp;und die Insel von nur wenigen Touristen besucht wurde. Damals waren die Autobahnen leer und Hotels Mangelware. Doch zur\u00fcck in die Gegenwart. Auff\u00e4llig schnell bekam ich in diesem Jahr den&nbsp;<strong>Mietwagen<\/strong>, was mich ungemein verwirrte.<\/p>\n\n\n\n<p>Was hab ich nicht schon alles&nbsp;<strong>erlebt auf Kuba<\/strong>: Nein, Ihr Wagen ist noch nicht da, warten Sie doch bitte (vier Stunden sp\u00e4ter, Wagen da). Tut uns leid, Ihr Wagen steht noch am Flugplatz, nehmen Sie doch Platz, Kollege kommt gleich (2 Stunden sp\u00e4ter). Entschuldigung, der Abholungsort hat sich ge\u00e4ndert, Ihr Auto steht nicht hier sondern am Paseo, wir fahren Sie gerne dorthin. Entschuldigung aber die Kreditkarten Formulare sind aus, bitte suchen Sie einen&nbsp;<strong>Geldautomaten<\/strong>&nbsp;und zahlen Sie bar.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Januar 2022 erlebte ich einen Geschwindigkeitsrekord, der mich sprachlos machte. In Windeseile wurde das Fahrzeug im Focsa Geb\u00e4ude pr\u00e4sentiert, Formulare ausgef\u00fcllt, gezahlt (alles funktionierte) und zack sa\u00df ich f\u00fcnfzehn Minuten sp\u00e4ter im Auto.&nbsp;<strong>Kuba erstaunt&nbsp;<\/strong>mich immer wieder! Weniger Geld f\u00fcr Treibstoff, weniger Transportmittel, wenige Touristen sorgte f\u00fcr beschaulich, entspannte Urlausstimmung<strong>&nbsp;auf Kubas Stra\u00dfen<\/strong>, allerdings erst nachdem man das Verlassen Havannas \u00fcber die Via Blanca, mit f\u00fcrchterlichem Verkehr, \u00fcberlebt hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Richtung Playas del Este:<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich verlies die Stadt Richtung&nbsp;<strong>Playas des Este<\/strong>, vorbei an der Rum Fabrik und&nbsp;<strong>Guanabo<\/strong>&nbsp;wo einige Tage zuvor ein milder Tornado sein Unwesen trieb, B\u00e4ume entwurzelte und Autos besch\u00e4digte. Zufrieden mit der wunderbaren Aussicht auf den Atlantik, H\u00fcgelketten mit K\u00f6nigspalmen, grasende Ziegen, K\u00fchen folgte ich der Carretera bis zur Abfahrt&nbsp;<strong>Playa Jibacoa<\/strong>&nbsp;und bog ab. Hier fuhr ich sozusagen auf direktem Wege in den Wald hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende der Allee erstreckte sich zur Linken das blaue, kristallklare Meer und zur rechten die Felsformationen. Atemberaubend sch\u00f6n, immer wieder. Da es im Januar f\u00fcr Kubaner Winter ist, bewegten wir uns ganz allein auf der Stra\u00dfe des bekannten,&nbsp;<strong>kubanisches Urlaubsgebietes<\/strong>&nbsp;mit gro\u00dfen Naturcampinganlagen und Caba\u00f1as (Campingh\u00fctten). Im Sommer tummeln sich hier die nationalen Touristen. Zelte gibt es nicht, Kubaner campen ausschlie\u00dflich in Bungalows und H\u00fctten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende der Ortsstra\u00dfe stie\u00dfen wir auf unser&nbsp;<strong>3* Hotel \u201eVilla Tropico<\/strong>\u201c, eine wundersch\u00f6ne Bungalowanlage mit Palmen, Hibiskus zwischen Felsen und Strand. Ich stolperte morgens sozusagen aus unserem Bungalow, auf den traumhaft wei\u00dfen Sandstrand und beobachtete Kolibris beim Umschwirren der Hibiskusbl\u00fcten. Manche Dinge sind auch in der&nbsp;<strong>Karibik<\/strong>&nbsp;wetterabh\u00e4ngig. Vor Jahren haben wir in<strong>&nbsp;Jibacoa<\/strong>&nbsp;einen wunderbaren Schnorchelausflug erleben d\u00fcrfen, diesmal machte uns der raue Atlantik Wind einen Strich durch die Rechnung. Normalerweise fahre ich zum Schnorcheln nach<strong>&nbsp;Playa Giron<\/strong>, von&nbsp;<strong>Havanna<\/strong>&nbsp;aus das n\u00e4chstgelegene Tauchgebiet an der&nbsp;<strong>Karibik K\u00fcste<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Karibische Meer&nbsp;<\/strong>ist ruhiger als der Atlantik. Neben der Villa Tropico liegt das 4*&nbsp;<strong>Hotel Memories Jibacoa<\/strong>, um einiges an Komfort reicher. Dennoch bevorzuge ich nicht nur preislich das Tropico, denn dort habe ich immer das Gef\u00fchl mitten im Garten zu schlafen. Daf\u00fcr nehme ich jedes Mal die ausgesprochen schlechte All Inclusive K\u00fcche in Kauf. Man kann nicht alles haben und auf&nbsp;<strong>Kuba<\/strong>&nbsp;schon gar nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Speisesaal Tropico erinnert unweigerlich an eine Betriebskantine, mit Aussicht auf&nbsp;<strong>Palmen und Meer<\/strong>. Erf\u00fcllt seinen Zweck, mehr jedoch nicht. Dessen Personal tut seine Arbeit, mehr aber auch nicht. F\u00fcr verw\u00f6hnte Gaumen ist dies eine harte Pr\u00fcfung, die man kaum l\u00e4nger als einen Tag aush\u00e4lt. Wahlweise k\u00f6nnte man die Hauptstra\u00dfe hundert Meter hinauflaufen, um dort k\u00f6stlich im Privatrestaurant auf der Hausterrasse zu speisen. Man muss sich nur zu helfen wissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ungl\u00fccklicherweise hatte in unserer Lobby-Bar auch der Cocktail-Mixer das Zeitliche gesegnet. Ersatz nicht vorhanden. Folglich gab es keinerlei Cocktails, nicht einmal handgemixt. Hatte man keine Lust oder keine Zutaten? Die Antwort blieb man mir schuldig. Von einigen deutschen Touristen erfuhr ich, dass sie diesbez\u00fcglich ins Memories fl\u00fcchteten, um dort das Personal f\u00fcr Cocktaillieferungen zu bestechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider erhielt ich diese wichtigen Informationen erst vor meiner Abreise, w\u00e4hrend man gemeinsam 30 Minuten im Devisenshop (Hotelgesch\u00e4ft) auf die gescheiterte Abrechnung der Kreditkarte wartete. Kartenprobleme kommen \u00f6fter vor, meine Devise: das Beste draus machen. Hab mich wunderbar unterhalten und nichts kaufen k\u00f6nnen. Wir haben doch&nbsp;<strong>Urlaub<\/strong>, also auch Zeit,&nbsp;<strong>Kuba<\/strong>&nbsp;ist eine Insel da l\u00e4uft uns nichts weg.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mit dem Mietwagen zur Halbinsel Zapata:<\/h2>\n\n\n\n<p>Zwei Tage sp\u00e4ter brach ich zur&nbsp;<strong>Halbinsel Zapata<\/strong>&nbsp;auf,&nbsp;<strong>mit dem Mietwagen<\/strong>&nbsp;in drei Stunden gut zu erreichen. W\u00e4hrend einer Kaffeepause an der Autobahnkreuzung Jag\u00fcey Grande &#8211; Peninsula entdeckte ich eine Touristeninformation mit Personal! Mit Betonung auf \u201ePersonal\u201c, denn Infoschilder mit Tisch und Stuhl stehen in jedem regionalen Hotel, nur sitzt dort oft niemand, wenn es an Touristen mangelt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"974\" height=\"652\" src=\"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/halbinsel_zapata.png?w=974\" alt=\"\" class=\"wp-image-45\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/halbinsel_zapata.png 974w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/halbinsel_zapata-300x201.png 300w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/halbinsel_zapata-768x514.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 974px) 100vw, 974px\" \/><figcaption>Halbinsel Zapata<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Gl\u00fcck muss man haben! Ich verk\u00fcrzte mir die Wartezeit auf meinen Imbiss mit einem Gespr\u00e4ch \u00fcber Naturtourismus auf Zapata. Da&nbsp;<strong>Arte TV<\/strong>&nbsp;k\u00fcrzlich eine Dokumentation diesbez\u00fcglich sendete, hatte ich eine Exkursion ins Auge gefasst. Seek\u00fche, Kubakrokodile, Amerikanische Krokodile, Flamingos und wei\u00dfe Pelikankolonien treiben sich im Naturpark herum. Das wollte ich mit eigenen Augen sehen, also verwies mich die nette Dame nach&nbsp;<strong>Playa Larga<\/strong>, um bei Mario meine Exkursionen zu organisieren. \u00dcbergl\u00fccklich machte ich mich auf den Weg zur Naturschutzstation&nbsp;<strong>Playa Larga<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort begr\u00fc\u00dfte mich tats\u00e4chlich Mario! Am n\u00e4chsten Morgen sollte ich mit einem Biologen in meinem Wagen eine Exkursion durch die Laguna Salinas machen. Ein riesiges Sumpfgebiet, welches fr\u00fcher der Salzgewinnung diente, ist nun zum Vogelparadies geworden. Als ich am sp\u00e4ten Nachmittag&nbsp;<strong>Playa Giron<\/strong>&nbsp;erreichte, erwartete mich dort ein Luxusbungalow im neuen Teil des Hotels. Ich staunte nicht schlecht, bisher war ich immer in den alten Versionen untergekommen, was mich nie st\u00f6rte da ich mitten in der Natur wohnte und ohnehin nur zum Schlafen in der \u201eH\u00fctte\u201c war.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch in diesem Jahr meinte es das Hotel wohl gut mit mir, ich schlief in einem Palast &#8211; f\u00fcr kubanische Verh\u00e4ltnisse. Schwein gehabt. Der dreist\u00fcndige Ausflug am n\u00e4chsten Morgen in die Lagunas Salinas war traumhaft. Wunderbare Stille, Flamingo Gegacker, V\u00f6gel zwitschern, fischfangende Pelikane, Fischreiherkolonien (gro\u00dfe Exemplare wei\u00df und grau), Ibisse, L\u00f6ffler. Ein Erlebnis f\u00fcr alle Sinne! \u201eMein\u201c Biologe erkl\u00e4rte mir viel Wissenswertes \u00fcber Forschungsarbeiten und Vorkommen der V\u00f6gel.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich konnte ihn endlos mit meinen Fragen l\u00f6chern, er wusste auf alles eine Antwort. Mit dem Vogelbuch bestimmten wir die Arten. Auch das&nbsp;<strong>Kubakrokodil&nbsp;<\/strong>wollte er mir unbedingt noch in freier Wildbahn zeigen, doch trotz akribischer Suche mussten wir feststellen, dass es heute nicht mehr auftauchen w\u00fcrde. Tags zuvor hatte eine polnische Familie noch das Gl\u00fcck, es zu treffen. Danach hatte Kroko sich anscheinend einen freien Tag verdient. Macht nichts, ich komme wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Nachmittag verbrachte ich schnorchelnd an der&nbsp;<strong>Punta Perdiz&nbsp;<\/strong>und&nbsp;<strong>Caleta Buena<\/strong>. Hier bezahlt man Eintritt, bekommt daf\u00fcr Strandliegen, Mittagessen und alle Getr\u00e4nke inklusive. Caleta Buena zeichnet sich durch seine wundersch\u00f6ne, felsige Lage und ein nat\u00fcrliches Schwimmbecken aus. Gut zum erholen und baden. Punta Perdiz hingegen hat viele kleine Korallenriffe und Fischreichtum, beide Orte sehr abwechslungsreich. Naturexkursion am fr\u00fchen Morgen, anschlie\u00dfend in die jeweilige Schnorchelzone Mittagessen und Fische beobachten, baden inklusive. Ich erlebte wunderbare Tage bei warmem und trocknem Wetter, was im Februar nicht immer der Fall ist. Schwein gehabt, mal wieder.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zur\u00fcck in Havanna:<\/h2>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck in&nbsp;<strong>Havanna<\/strong>. Vom&nbsp;<strong>Massentourismus ist Kuba<\/strong>&nbsp;momentan weit entfernt. Die sonst so \u00fcberlaufenden Touristen Attraktionen sind fast menschenleer. Wer Land und Leute sehen will, wird sie sehen. Was vor drei Jahren so gut wie unm\u00f6glich war, auf Grund der vielen Touristengruppen die durch die Altstadt stampften.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr alle die&nbsp;<strong>Kuba&nbsp;<\/strong>\u201evon fr\u00fcher\u201c kennen, ist es eine&nbsp;<strong>Art Zeitreise<\/strong>, auf die man sich zwanzig Jahre zur\u00fcck begibt. Kaum Ausl\u00e4nder auf der Insel, man ist wieder unter sich. Obwohl es der Bev\u00f6lkerung an allem fehlt, verh\u00e4lt man sich freundlich zu mir, ohne Aufdringlichkeit. Was ich bei der momentanen Armut ehrlich gesagt nicht erwartet hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein kleines Trinkgeld ist bei derzeitigem Geldmangel eine gute Tat. Im Geld schwimmt hier seit zwei Jahren keiner. W\u00e4hrungsumstellung, Preisanpassungen, verschwundene staatliche Zusch\u00fcsse machen es jedem schwer, vor allem denen, die keine Auslandskontakte haben. Vor den L\u00e4den warten riesige Menschenschlangen auf H\u00fchnchen, Speise\u00f6l oder andere Waren des t\u00e4glichen Bedarfs, die rationiert mit der einheimischen W\u00e4hrung CUP ausgegeben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bezahlt wird seit einiger Zeit hingegen in sogenannten MLC L\u00e4den ausschlie\u00dflich&nbsp;<strong>mit Karte zu Dollar<\/strong>&nbsp;Preisen, hier finden sich auch mehr Produkte. Entlang der Stra\u00dfe kann man bei Privatverk\u00e4ufern mit der einheimischen W\u00e4hrung bezahlen. Die Waren sind allerdings \u00fcberteuert und es gelten \u201eSchwarzmarktpreise\u201c. Ein Land in der Krise, f\u00fcr den Touristen nicht direkt sp\u00fcrbar, unterh\u00e4lt man sich mit Einheimischen, stellt man fest dass sie verzweifelt und ersch\u00f6pft vom t\u00e4glichen \u00dcberlebenskampf sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Den<strong>&nbsp;Lebensunterhalt auf Kuba&nbsp;<\/strong>zu sichern, ist seit zwei Jahren ein Kampf, viele versuchen auszuwandern. Leuten mit Auslandskontakten oder lohnenden Business kann es allerdings auch sehr gut gehen, man macht seine Gesch\u00e4ftchen und erh\u00e4lt Devisen aus dem Ausland. Doch alles kein Vergleich zum Leben in Europa. Einige Bars und Restaurants in Havanna leben nun statt von Touristen von den&nbsp;<strong>Kubanern mit Geld<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">F\u00fcr Europ\u00e4er lohnt sich eine Kubareise:<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr uns Europ\u00e4er lohnt sich eine&nbsp;<strong>Reise nach Kuba<\/strong>&nbsp;immer noch. Die Natur ist wundersch\u00f6n, die Geschichte der Insel interessant und irgendwas passiert immer, genug Stoff f\u00fcr Urlaubsgeschichten f\u00fcr zu Hause garantiert.&nbsp;<strong>Casa Particulares&nbsp;<\/strong>(Privatunterk\u00fcnfte) haben nach wie vor oft besseren Service als die Hotels, das Essen ist dort oft besser als in den Restaurants. Momentan zahlt man direkt in Euro an die Besitzer. So kann man auch helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf geht\u2019s! Vamos a la IslaJ<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgepasst, wer&nbsp;<strong>mit Mietwagen auf eigene Erkundungstour&nbsp;<\/strong>gehen m\u00f6chte, sollte sich immer gut informieren, wie die derzeitige Benzinversorgungslage ist. Manchmal wird auf der Insel der Treibstoff knapp. Wie man sich am besten vorbereitet, kann man bei&nbsp;<strong><a href=\"http:\/\/www.aventoura.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">avenTOURa<\/a> im B\u00fcro vor O<\/strong><a href=\"http:\/\/www.aventoura.de\">rt <\/a><strong>in Havanna<\/strong>&nbsp;fragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>04.04.2022&nbsp;von&nbsp;Britta Bomball Lesen Sie in diesem Reisebericht die Erfahrungen unserer langj\u00e4hrigen Kundin und avenTOURa Bloggerin Britta Bomball und lassen Sie sich f\u00fcr Ihre n\u00e4chste Cuba-Reise inspirieren. Nach meinem letzten Kuba Besuch w\u00e4hrend des Lockdowns April 2020, wollte ich nun unbedingt wissen wie das Leben auf der Insel weiter geht. 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