{"id":393,"date":"2022-08-08T15:41:13","date_gmt":"2022-08-08T13:41:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/blog\/?p=393"},"modified":"2022-08-08T15:41:13","modified_gmt":"2022-08-08T13:41:13","slug":"mein-neues-kolumbien-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/2022\/08\/08\/mein-neues-kolumbien-teil-2\/","title":{"rendered":"Mein neues Kolumbien &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>von Dr. Wilson Cardozo<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Ausger\u00fcstet mit einer alten VHS-Videokamera war ich fast zwei Monate von Bogot\u00e1 im Zentrum entlang der West-Kordillere nach Cali, Manizales, Medellin bis an die n\u00f6rdlichste Grenze Kolumbiens auf den karibischen Inseln San Andres und Providencia unterwegs und staunte jeden Tag \u00fcber die Vielfalt Kolumbiens.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/blog\/2022\/08\/08\/mein-neues-kolumbien-teil-1\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/blog\/2022\/08\/08\/mein-neues-kolumbien-teil-1\/\">Hier geht\u00b4s zu Teil 1<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich \u00fcberquerte den endlos wirkenden gr\u00fcnen Pflanzenteppich, der durch den in Serpentinen verlaufende Vaupes Fluss unterbrochen wird. Schlie\u00dflich landete ich in Leticia im Amazonas am Dreil\u00e4ndereck zwischen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.aventoura.de\/peru\/\">Per\u00fa<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.aventoura.de\/brasilien\/\">Brasilien<\/a>&nbsp;und staunte jeden Tag \u00fcber die Vielfalt&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.aventoura.de\/kolumbien\/\">Kolumbiens<\/a>. Urspr\u00fcnglich, touristisch praktisch unber\u00fchrt und im Kern mit einer gro\u00dfartigen, liebensw\u00fcrdigen und freundlichen Bev\u00f6lkerung. Die Begeisterung f\u00fcr die Sch\u00f6nheit des Landes und seiner Menschen infizierte mich. &#8222;Es ist einfacher zu lieben, was man kennt, als was einem noch nicht vertraut ist&#8220;, sagte mir damals Kapax, der kolumbianische Tarzan, der heute noch immer in Leticia im Amazonas lebt und sich f\u00fcr den Schutz der Natur einsetzt. Alberto Lesmes Rojas, wie er tats\u00e4chlich hei\u00dft, wurde in Kolumbien ber\u00fchmt, nachdem er den Magdalena Fluss Anfang der 1970er Jahre entlang geschwommen war. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"444\" src=\"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-28.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-394\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-28.png 650w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-28-300x205.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><figcaption>Wilson Cardozo im Gespr\u00e4ch<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2026 in 37 Tagen an die Karibikk\u00fcste!<\/h3>\n\n\n\n<p>Bekleidet mit einem Schurz, ausger\u00fcstet mit einem Jaguarzahn und einem Messer, hatte er sich damals auf dieses Abenteuer eingelassen. Er legte mehr als 1.000 Kilometer zur\u00fcck und gelangte in 37 Tagen an die Karibikk\u00fcste. Dem heute 70-J\u00e4hrigen wurde f\u00fcr seine Naturschutzverdienste eine Statue am Stadteingang von Leticia gewidmet. Zugegeben, ganz so viel Zeit hatte ich damals f\u00fcr meine Reise durch ganz Kolumbien nicht. Sonst h\u00e4tte auch ich gern streckenweise meine Tour auf dem Fluss fortgesetzt, auch wenn die Kamera dies nicht \u00fcberlebt h\u00e4tte. Aber es war damals anders. Denn in einer Zeit, in der die Friedensgespr\u00e4che der Regierung mit den Rebellen immer wieder scheiterten, musste ich meine Tour beenden, ohne gro\u00dfe Strecken auf dem Landweg abgefahren zu haben. Diese Option war damals noch sehr riskant. Erst mit der Jahrtausendwende \u00e4nderte sich die Lage durch die Sicherheitspolitik des damals gew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten Alvaro Uribe. Danach wurden die wichtigsten Stra\u00dfen und Verbindungen zwischen den Gro\u00dfst\u00e4dten wieder befahrbar. Dadurch, dass die Pr\u00e4senz der Sicherheitskr\u00e4fte im gesamten Land intensiviert wurde, kam es zu einer St\u00e4rkung der paramilit\u00e4rischen Gruppen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Politik wurde nicht nur im Land selbst, sondern auch international kritisiert. Unabh\u00e4ngig davon fingen die Kolumbianer an, zuerst in Karawanen und mit der Zeit immer mehr auf eigene Faust das Land zu bereisen. Mittlerweile trauen sich immer mehr Besucher mit dem Mietwagen eine Tour zur\u00fcckzulegen, was vor einigen Jahren noch undenkbar war. Sp\u00e4testens seitdem der aktuelle Pr\u00e4sident Juan Manuel Santos im Jahr 2012 die Friedensgespr\u00e4che mit der \u00e4ltesten Guerrilla-Organisation FARC begonnen hatte, die 2016 mit den Vertr\u00e4gen von Havanna endeten, ist eine touristische Zunahme im Land sp\u00fcrbar. Gabriel Garc\u00eda M\u00e1rquez, der kolumbianische Nobelpreistr\u00e4ger, sagte einmal, dass das Ged\u00e4chtnis des Herzens die b\u00f6sen Erinnerungen l\u00f6scht und die guten speichert, und dass wir dank dieser Gabe bef\u00e4hig werden, die Vergangenheit hinter uns zu lassen. Ich bin mir nicht sicher, inwieweit die letzten &#8222;sechzig Jahre Einsamkeit&#8220; Kolumbiens auf der Suche nach dem Frieden vergessen sein werden. Es scheint aber, dass die neue Generation von Kolumbianern alles tut, um das Land aus dem Dornr\u00f6schenschlaf zu holen. Diese Entwicklung befl\u00fcgelt die Bev\u00f6lkerung zu einem Stimmungswechsel. Die mehr als 5 Millionen Besucher im Jahr 2016 zeugen von dieser neuen Epoche.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"652\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-29.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-395\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-29.png 652w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-29-300x197.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 652px) 100vw, 652px\" \/><figcaption>Wilson Cardozo im Gespr\u00e4ch <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Viele Reisende, die in der letzten Zeit in Kolumbien waren, berichten von ihrem Eindruck, dass die Bev\u00f6lkerung sich sehr bem\u00fcht, die Sch\u00f6nheit ihres Landes und die Gastfreundschaft der Menschen zu zeigen. Das Beste daran ist aber, dass sich die Kolumbianer nicht bem\u00fchen m\u00fcssen gastfreundlich zu sein, denn sie sind es auch so. Ich jedenfalls identifiziere mich besonders jetzt mit dieser positiven Stimmung. Seitdem ich bei avenTOURa die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr Kolumbien \u00fcbernommen habe, ist das f\u00fcr mich nicht einfach eine Aufgabe von vielen. Die Einmaligkeit und Faszination Kolumbiens und seiner Menschen zu vermitteln ist vielmehr eine Herzensangelegenheit. Das Land hat viel zu bieten, denn Kolumbien ist an vielen Orten touristisch noch unentdeckt. Gabriel Garc\u00eda M\u00e1rquez schrieb in seinem Roman &#8222;Del amor y otros demonios&#8220; \u2013 &#8222;Von der Liebe und anderen D\u00e4monen&#8220;: &#8222;Je mehr ich es kenne, umso weniger kenne ich es&#8220; \u2013 und genau dieses Gef\u00fchl bekomme ich auch stets am Ende meiner Kolumbienreisen. Die heutige Realit\u00e4t Kolumbiens ist eine andere, als in den Jahren meiner ersten Touren dorthin. Ich nehme Sie nun mit auf meine Reise und lasse Sie mit den Augen eines Kolumbianers einen Blick auf den Geheimtipp S\u00fcdamerikas werfen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/www.aventoura.de\/kolumbien\/\">Ihr Spezialist f\u00fcr Kolumbien<\/a><\/h4>\n\n\n\n<p>Dr. Wilson Cardozo wurde in Kolumbien geboren. Seit 2013 ist er bei avenTOURa in Freiburg verantwortlich f\u00fcr Marketing, Kommunikation und das Reiseziel Kolumbien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausger\u00fcstet mit einer alten VHS-Videokamera war ich fast zwei Monate von Bogot\u00e1 im Zentrum entlang der West-Kordillere nach Cali, Manizales, Medellin bis an die n\u00f6rdlichste Grenze Kolumbiens auf den karibischen Inseln San Andres und Providencia unterwegs und staunte jeden Tag \u00fcber die Vielfalt Kolumbiens.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":395,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-393","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kolumbien"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/393","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=393"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/393\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":398,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/393\/revisions\/398"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/395"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=393"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=393"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=393"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}