{"id":798,"date":"2022-08-15T09:41:54","date_gmt":"2022-08-15T07:41:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/blog\/?p=798"},"modified":"2022-08-15T09:41:54","modified_gmt":"2022-08-15T07:41:54","slug":"der-nationalpark-jau-am-rio-negro-riesenotter-kaimane-und-eine-anakonda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/2022\/08\/15\/der-nationalpark-jau-am-rio-negro-riesenotter-kaimane-und-eine-anakonda\/","title":{"rendered":"Der Nationalpark Ja\u00fa am Rio Negro- Riesenotter, Kaimane und eine Anakonda"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>von\u00a0Chris Tokple<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Da mir meine erste Tour auf dem Rio Negro (im Nationalpark Anavilhanas) in<a href=\"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/amerika\/brasilien\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/amerika\/brasilien\"> Brasilien <\/a>so gut gefallen hat, entscheide ich mich hier noch weiter in die Natur einzutauchen. Der Nationalpark Ja\u00fa, knapp 200 Kilometer stromaufw\u00e4rts von Manaus aus bietet dazu die beste Gelegenheit.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"522\" height=\"349\" src=\"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-173.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-799 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-173.png 522w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-173-300x201.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 522px) 100vw, 522px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eine verlassene Stadt und Nachweise einer antiken Kultur<\/h3>\n\n\n\n<p>Einige Kilometer vor dem Park&nbsp;<em>Ja\u00fa<\/em>&nbsp;befindet sich die seit 1950 unbewohnte Stadt&nbsp;<em>Velho Air\u00e3o<\/em>. Hier mache ich mit meinem Guide Valmir einen kurz Halt. Die Stadt wurde im 17. Jahrhundert gegr\u00fcndet, heute sind nur noch mit B\u00e4umen \u00fcberwachsene Ruinen \u00fcbrig. Laut einem Mythos wurde die Stadt von Riesenameisen \u00fcberfallen, woraufhin die Bewohner diese fluchtartig verlassen haben. Mein Guide erkl\u00e4rt allerdings, dass der Verfall der Stadt mit dem Zusammenbruch der Kautschuk-Industrie zu tun hatte. Unweit des Ortes machen wir noch einen weiteren Stopp. An mehreren am Ufer liegenden Felsen zeigt mir Valmir Felszeichnungen. Diese Petroglyphen sollen mehrere tausend Jahre alt sein und von den ersten indigenen Bewohnern stammen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"526\" height=\"343\" src=\"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-174.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-800 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-174.png 526w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-174-300x196.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 526px) 100vw, 526px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Artenvielfalt im Nationalpark Ja\u00fa<\/h3>\n\n\n\n<p>Da die Regenzeit gerade einsetzt, sind einige Abschnitte im <strong>Nationalpark<\/strong> schon etwas \u00fcberflutet. Deshalb k\u00f6nnen wir mit unserem Motorboot tiefer in den<strong> Dschungel <\/strong>eindringen. Insgesamt haben wir Gl\u00fcck, denn wir sehen nicht nur unz\u00e4hlige verschiedene Vogelarten und Flussdelphine, auch mehrere Riesenotterfamilien k\u00f6nnen wir beobachten. Wenn man sich sehr ruhig verh\u00e4lt, kann man ihnen aus der N\u00e4he beim Spielen, Schwimmen und Essen zuschauen. Nachts gehen wir erfolgreich auf die Suche nach Kaimanen. In der Dunkelheit ist es einfacher, da die Augen dieser Reptilien, die hier bis zu 6m gro\u00df werden, das Licht der Taschenlampen un\u00fcbersehbar reflektieren. Unser Nachtlager schlagen wir an einer lichten Stelle im Wald auf. Eine Plane, befestigt an einigen B\u00e4umen, dient als Regenschutz. Darunter befestigen wir unsere H\u00e4ngematten. Provisorisch fertigt mein Guide ein Lagerfeuer an, auf dem Reis, Kochbananen und Fisch zubereitet werden. Als Nachtisch gibt es Papaya, Mango und Kekse. Die Nacht, mitten in der <strong>Natur<\/strong>, ist ein einzigartiges Erlebnis. Obwohl sich in hunderten Kilometern Entfernung keine Stadt befindet, ist es hier nicht still. Ganz im Gegenteil. Die ganze Nacht lausche ich einem exotischen Konzert. Alle m\u00f6glichen Tiere und Insekten singen, pfeifen, zirpen und schreien um die Wette. Das Konzert wird nur kurz unterbrochen, als am fr\u00fchen Morgen ein heftiger Regenschauer vorbeizieht.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"512\" height=\"349\" src=\"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-175.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-801 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-175.png 512w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-175-300x204.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Anakondas sollte man nicht wecken<\/h3>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen, nach einem \u00fcppigen Fr\u00fchst\u00fcck, <strong>wandern<\/strong> wir durch den dichten Dschungel zu einem Wasserfall. Da es geregnet hat, ist der mit Laub \u00fcbers\u00e4te Boden sehr rutschig und ich muss aufpassen, nicht auszurutschen. In der N\u00e4he eines Bachs hat Valmir aufgeregt quiekende Otter ausgemacht. Wir versuchen die Otter zu ersp\u00e4hen und bemerken dann \u00fcberrascht, wieso die Otter so aufgebracht sind. Auf der anderen Seite des Bachs befindet sich eine gewaltige Anakonda. Die Schlange scheint zu schlafen. Wir freuen uns \u00fcber diese Entdeckung, sind aber auch leicht angespannt. F\u00fcr mich ist es ein besonderer Moment. Auch f\u00fcr Valmir scheint diese Situation etwas besonders zu sein, denn er macht aufgeregt einige Fotos, bis die Schlange pl\u00f6tzlich aufwacht und langsam ihren Kopf in unsere Richtung dreht. Anakondas k\u00f6nnen zwar nicht gut sehen, aber mit ihrer Zunge, die sie aus dem Maul schnellen l\u00e4sst, hat sie uns mit Sicherheit schon gewittert. Deshalb brechen wir vorsichtig auf, um zwischen den mit Lianen bewachsenen B\u00e4umen zu verschwinden.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"518\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.aventoura.tourone.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-176.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-802\" srcset=\"https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-176.png 518w, https:\/\/www.aventoura.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/image-176-300x116.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 518px) 100vw, 518px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da mir meine erste Tour auf dem Rio Negro (im Nationalpark Anavilhanas) in Brasilien so gut gefallen hat, entscheide ich mich hier noch weiter in die Natur einzutauchen. 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