Reiseziel Kolumbien

Unser Blogger in Bogotá

Stephan Kroener ist Historiker für Geschichte Lateinamerikas und promoviert zurzeit über das kolumbianische Pressewesen. Seit 2007 kommt er von Kolumbien nicht weg. Mehr als die Hälfte der letzten Jahre hat er seitdem an den grünen Hängen der Anden zwischen Pazifik und Karibik „gelebt, geliebt und gearbeitet“. Unter anderem war er Englischlehrer für eine Heavy-Metall-Band, arbeitete für ein ökologisch-soziales Dorfprojekt oder führte als Reiseleiter deutsche Touristen durchs Land. Doch seine intensivste Erfahrung machte er als Freiwilliger für die NGO Peace Brigades International. Zwei Jahre begleitete er dabei MenschenrechtsverteidigerInnen zu Gerichtsverhandlungen in Großstädte und zu Bauernversammlungen in die abgelegensten Regionen des Landes. Gleichzeitig hat er sich im Sommer 2017 dazu entschlossen, ein kolumbianisches Masterstudium in Journalismus aufzunehmen. Über seinen Blog Kolumbienverstehen ist er dieses Jahr zum Team von avenTOURa gestoßen und informiert mit Erlebnisberichten zu seinem Lieblingsreiseland.

  • Ökoladen Aromas del Tierra Orgánica_Stephan Kroener

    Vegetarisch und auch vegan sind keine Fremdwörter mehr in Kolumbien. Vor fünfzehn Jahren bekam man bei der Frage nach fleischloser Kost noch pollo, Hühnchen vorgesetzt. Wenn man auch das ablehnte, blieb nur noch Reis mit Kartoffeln übrig und statt Cola bekam dann aus Vorsicht des Kellners stilles Wasser gereicht.

  • Nachdem wir Bismar an dem einsamen Strand zurückgelassen haben, geben wir uns mit Fidel Castro wieder den Wellen der Revolution hin. Sie führen uns vorbei an der Playa Blanca, die von Touristen aufgrund ihres namensgebenden weißen Strandes bevorzugt wird. Unser Ziel ist aber der nahe Utría Nationalpark.

  • Für viele steht der Wunsch, einmal einen Wal zu erblicken, ganz oben in der Bucket-Liste des Lebens. Am kolumbianischen Pazifik kann man schon von weitem die Fontänen und mit Fernglas auch manchmal die grauen Rücken der ballenas, der Wale erkennen. Selten wird man jedoch einen wirklichen Sprung eines Wals aus nächster Nähe sehen und vielleicht ist das auch gut so, denn die bis zu 30-Tonnen schweren Tiere können auch leicht ganze Boote versenken. Moby Dick lässt grüßen.


  • Foto: Stephan Kroener

    Bahía Solano wurde 1935 gegründet, also im gleichen Jahr als in Medellín Carlos Gardel verunglückte. Aber egal ob man per Flugzeug, Frachtschiff oder auch per Schnellboot an den Pazifik startet, irgendwann landet man wie alle anderen in Bahía Solano.

  • Foto: Stephan Kroener

    Musik schrillt noch in meinen Ohren, als ich mich nach einer langen Nacht zum Flughafen in Medellín fahren lassen. Ich kann nicht tanzen und eigentlich suche ich Ruhe am Stillen Ozean. Doch die Reise soll mit Musik beginnen und uns rhythmisch auf unserem Weg in die Echokammer des Pazifiks begleiten.

  • Landschaft Kolumbien

    Der Endpunkt unserer Reise ist nicht der Pazifik, wie der der Astronauten der Apollo-11-Mission, sondern Choachí. Im lauwarmen Wasser der lokalen Therme sitzend, können wir aber nochmal die Mondberge bestaunen, die wir auf unserer Wanderung durchquert haben.


  • Folgen sie uns weiter auf den Spuren der ersten Mondlandung und auf dem Camino Real durch den Páramo de la Cruz Verde, nur 30 Minuten von Bogotá entfernt. Durch das „Meer der Stille“ reisen wir auf unserer „Erdumwanderung“ wie die Muiscas von der Lagune Teusacá bis zum „Mondberg“

  • 50 Jahre Mondlandung, ein Grund zur Feier und ein Grund, den nahen Páramo zu besuchen. Ein Trip, der uns die Weite des Alls und die Kolumbiens mit seiner großen landschaftlichen Vielfalt näher bringt.

  • Gentrifizierung ist ein großes Wort in diesen Tagen. Der Tourismus wird für dieses und viele weitere Übel verantwortlich gemacht. Aber er kann auch helfen einstmals verruchte Gegenden wieder urbar zu machen und dies kommt dann auch den Einheimischen zu Gute. Eine dieser Gegenden ist das Zentrum von Bogotá. Nicht nur die kolonialen Fassaden der La Candelaria sondern auch die Straßen, die sich um den Hauptboulevard der Stadt, der Carrera Séptima ziehen.


  • Tief und wie eine urbane Spinne hat sich Bogotá in die sie umgebende Savanne hinein gefressen. Ein klammes Netz aus löchrigen Straßen spannt sich über die kalte von Feuchtbiotopen durchzogene Andenhochebene. Die zerstörende Kraft einer lateinamerikanischen Großstadt scheint unaufhaltsam. Man muss ihren Beton nicht mögen, aber kann man ihn lieben?

  • Graffiti in Medellin

    Auf Medellín fahren alle ab. 2012 wurde die Stadt vor allem auch aufgrund ihrer Nahverkehrsinfrastruktur vom Wall Street Journal und in Zusammenarbeit mit dem Urban Land Institute zur innovativsten Stadt der Welt ernannt. Viele Kommentatoren überboten sich dabei, eine schlichte Rolltreppe zur Wundertüte für diesen Wandel zu erklären, die die einstmals verruchte und mordreiche Drogenhochburg sprichwörtlich zu neuen und bunten Gipfeln brachte.

  • Plaza de Botero in Medellin

    Die Hochbahn Medellíns ist der ganze Stolz der paisas. Doch es gibt in der zweitgrößten Stadt Kolumbiens mehr zu sehen als die cultura metro. Botero, Kunstmuseen und Festivals en masse, lassen Medellín nicht nur auf den Gleisen vibrieren.

avenTOURa ist mit Auszeichnungen und Mitgliedschaften seit nahezu 25 Jahren in der Touristikbranche etabliert.