Bahamas Inselhopping


Mit dem ersten Direktflug aus Deutschland auf die Bahamas. Lesen Sie hier, was unser Kollege auf seiner einwöchigen Inspektionstour auf den Outer Islands erlebte.

Über 700 Inseln und viel türkisfarbenes Wasser, das sind die Bahamas. Mit dem ersten Direktflug ab Deutschland flogen wir nach Nassau und die Ehrenrunde über die Hauptinsel New Providence offenbarte uns bereits, was uns die nächsten Tage erwarten sollte: Korallenriffe soweit das Auge reicht, seichte Lagunen und traumhafte Strände. Die Hauptstadt selbst nimmt fast die gesamte Fläche von New Providence ein. Der erste Eindruck nach der Landung: alles wohl geordnet und sehr sauber, man merkt den US-amerikanischen Einfluss und dass die Bahamas schon lange wichtiges Reiseziel sind. Wir haben die ersten beide Nächte am Rande der Hauptstadt in einem kleinen Hotel im Kolonialstil verbracht. Gleich am Morgen nach der Ankunft holte uns Patricia Clear, eine ältere Bahamaerin zu einer Tour ab. Im Rahmen des kostenlosen people-to-people Programms führen Einheimische durch Nassau. Gemeinsam mit ihr und ihrem Mann entdeckten wir viel Interessantes abseits der üblichen Touren, welche in der Regel von den Tausenden Kreuzfahrttouristen unternommen werden. So trafen wir auch eine „Mannschaft“ der Jankanoo-Umzüge, eine Art Karnevalsumzug, die in einer riesigen Farbrikhalle an den Kostümen und Wagen für die nächsten Feierlichkeiten bastelten.

Nassau Altstadt

Die Männer verbringen fast ihre gesamte Freizeit an diesen Arbeiten und investieren Tausende von US-Dollar in ihr Hobby, nur um bei den Wettbewerben den ersten Preis und die Ehre der besten Jankanoo-Gruppe zu gewinnen. Patricia leitet auch eines von drei vegetarischen Restaurants auf der Insel, dort wurden wir zum Mittagessen eingeladen und kamen ins Gespräch mit zahlreichen Einheimischen. Der neue Direktflug aus Deutschland hatte sich schon herumgesprochen und alle freuten sich auf hoffentlich viele Deutsche, die nun ihren Inselstaat besuchen werden.

Cat Island aus der Vogelperspektive

Strandfeeling Fernandez Bay

Ermitage auf dem höchsten "Berg" der Bahamas

Am nächsten Tag ging es dann weiter auf die Outer Islands, also eine der hunderten Inseln. Die meisten sind deutlich größer wie die Hauptinsel, aber nur gering besiedelt. Zu den Outer Islands geht es meist in kleinen Propellermaschinen der zahlreichen nationalen Fluglinien, mehr wie 20-30 Minuten Flugzeit benötigt man kaum. Wir flogen nach Cat Island, 77 Kilometer lang und mit nur wenigen Tausend Einwohnern auf mehrere kleine Dörfer verteilt. Der Name kommt übrigens nicht von der Katze, sondern von einem Piraten namens Arthur Cat, einer von vielen, die in früherer Zeit ihr Unwesen trieben. Ein „Pirat“ der Neuzeit, nämlich der Schauspieler Johnny Depp, besitzt übrigens wie viele andere Prominente seine eigene Insel auf den Bahamas. Cat Island ist ein Paradies wie es im Buche steht. Schon bei der Landung auf der staubigen Piste, eingerahmt von Kakteen und Dornbüschen, fühlt man sich abseits der Zivilisation. Es gibt nur eine Handvoll Hotels und kaum Geschäfte oder Restaurants. Unser Hotel lag nur 5 Minuten von der Landebahn entfernt an einer traumhaften Bucht mit 500 Meter Sandstrand. In kleinen Bungalows mit Außendusche (!) konnten wir Kajaks, Schnorchelausrüstung und SUPs des Hotels nutzen und das karibische Meer erkunden.

Ein Ausflug führte uns auch auf den höchsten „Berg“ der Bahamas: der 63 Meter hohe Mt. Alvernia befindet sich in der Inselmitte und ist mit dichtem tropischen Wald bedeckt. Auf dem Gipfel befindet sich eine Einsiedelei eines bekannten Priesters aus dem vorigen Jahrhundert, von hier hat man einen wunderbaren Blick über die Insel und die Karibik. Ein Nachteil der abgelegenen Inseln sind die Preise auf den Bahamas. Da alles per Schiff oder Flugzeug hergebracht werden muss und zudem der Einfluss der US-Amerikaner die Preise weiter nach oben treibt, zahlt man für eine kleine Flasche Bier gut und gerne 8 US-Dollar und auch für eine Mahlzeit muss man in den kleinen Hotels schon mal 40 US-Dollar oder mehr berappen. Außerhalb geht es jedoch günstiger, vorausgesetzt, es finden sich überhaupt erreichbare Restaurants. Auf Cat Island bieten sich z.B. die Fish Fry Imbisse an. Hier gibt es nicht nur die besten lokalen Gerichte, sondern auch viel Musik und Gespräche mit den Bewohnern der Insel.

Unsere dritte Insel sollte Harbour Island vor Eleuthera sein. Der Inselwechsel führte wieder über Nassau, wodurch wir einige Stunden unterwegs waren, dies muss man beim Inselhopping auf den Bahamas in Kauf nehmen. Nach Harbour Island geht’s nach der Landung mit einem kleinen Boot. Diese kleinere Insel besteht nur aus einem Dorf und ist weitaus touristischer wie Cat Island, hat aber noch das Flair einer ursprünglichen karibischen Ortschaft. Kleine, bunte Häuser reihen sich aneinander, die meisten Fahrzeuge auf der Insel sind Golf Carts. Bekannt ist Harbour Island jedoch wegen seines Pink Beach. Tatsächlich schimmert der Strand je nach Lichteinfall rosafarben. Entlang des kilometerlangen Strandes befinden sich einige sehr komfortable Hotels. Wir waren in geräumigen Cottages untergebracht, unweit vom Strand und nur 3 Minuten vom Ortszentrum entfernt. Hierdurch konnten wir abends durch die Gassen schlendern und die berühmten Muschelgerichte (Conch Frites und Conch Salad) in Angelas Starfish Restaurant genießen.

Hafen von Harbour Island

Pink Beach

Die letzte Nacht führte uns nochmals nach Nassau, die wir im legendären British Colonial Hilton in Downtown verbrachten, Drehort von 2 James Bond Filmen und mit Blick auf die riesigen Ozeandampfer, die Nassau täglich ansteuern. Unser kurzer Aufenthalt auf den Bahamas hat Lust auf mehr gemacht und bei 700 Inseln, bleiben uns noch viele weitere Möglichkeiten. Jede Insel ist für sich einzigartig.

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