Salar de Uyuni - Ein fantastischer Ausflug zum größten Salzsee der Erde


Der Salar de Uyuni ist der größte Salzsee der Erde, selbst vom Weltraum aus lässt sich diese Landschaft deutlich erkennen. Das Naturspektakel befindet sich auf knapp 3.650 m über dem Meeresspiegel, umgeben von einer dürren Wüste und unzähligen Bergen. Ich will mir diesen Ort auf meiner Bolivien Reise natürlich nicht entgehen lassen und reise in die Stadt Uyuni, von der aus man den Salzsee besichtigen kann.

Uyuni – Ausgangspunkt für die typischen Touren zum Salzsee

Die kleinen verstaubte Stadt Uyuni lebt hauptsächlich vom Tourismus. Überall in der Stadt sieht man Reisebusse, Reiseagenturen, Hostels und Geländewagen, mit denen die Ausflüge zum Salzsee und in den Nationalpark Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa durchgeführt werden. Die Tagestour, für die sich die meisten Touristen entscheiden, beginnt vormittags. In einer kleinen Gruppe von 6-7 Leuten wird man in einem Geländewagen von einem Guide zu den verschiedenen Stationen der Tour gefahren.

Der nostalgische Eisenbahnfriedhof und das „Salzdorf“ Colchani

Zuerst werden wir zum Eisenbahnfriedhof „Cementerio de los Trenes“ gebracht, der sich einige Kilometer außerhalb der Stadt befindet. Hier befinden sich unzählige Dampflokomotiven und Güterwagen, einige sind mehr als 100 Jahre alt. Mit dem Niedergang der Edelmetallförderungen wurde auch der Großteil des Schienenverkehrs eingestellt und so entstand dieser nostalgische „Friedhof“. Anschließend fahren wir in das kleine Dorf Colchani, dass sich unmittelbar vor dem Salzsee befindet. Die Menschen in Colchani leben vor allem von der Salzproduktion, in einigen Höfen erkenne ich Salz in verschiedenen Verarbeitungsstadien. Neben den typischen Souvenirs kann man hier natürlich auch Salz einkaufen. Besonders interessant ist allerdings die Salzproduktion, die uns hier gezeigt wird. Nach einem üppigen Mittagessen, u.a. mit Alpaka-Filet, geht es dann endlich auf den Salzsee.

Der Salzsee - Eine unwirkliche Landschaft

Kurz hinter Colchani gelangen wir von der trockenen und staubigen Straße auf den Salar deUyuni. Soweit das Auge reicht, scheint der Boden mit einer weißen Salzschicht überzogen zu sein. Zum Teil schimmert der Boden türkis-blau, da ein Wasserfilm über dem Salz liegt. Nur in der Trockenzeit liegt das Salz frei an der Oberfläche und bildet die typischen hexagonalen Flächen. Die Sonne steht hoch am Himmel und wird von dem Salz reflektiert. Es ist extrem hell, Sonnenbrille und Sonnencreme sind an diesem Ort ein Muss! Nicht nur die grelle weiße Farbe erinnert an eine Schneelandschaft, auch das Knirschen unter den Füßen erinnert an das Laufen auf einer Schneeoberfläche. Wir halten zuerst an den sogenannten Wasseraugen. Das sind Stellen, an denen Quellwasser aus dem Grund durch die Salzschicht an die Oberfläche strömt. Manche der Wasseraugen sind so warm, dass einige Touristen Hände oder sogar die Füße in die Löcher stecken.

Surreale Farb- und Lichtspiele

Quer über diese unnatürliche anmutende Landschaft geht es zur nächsten Station der Tour. Mitten auf dem Salzsee befindet sich ein Hotel, das bis auf das Dach komplett aus Salz errichtet wurde. Heutzutage beherbergt das Hotel keine Gäste mehr, wir besichtigen die Herberge und können uns hier auch einige Snacks und warme Getränke kaufen. Die nächste Station führt uns weiter auf den Salzsee. Hier steht das Wasser knöchelhoch auf der Salzfläche, wodurch sich tolle Spiegelungen ergeben. Wer seine Schuhe nicht nass machen will, kann hier auf Flip- Flops oder Gummistiefel wechseln. Den Abschluss unserer Tour bildet ein herrlicher Sonnenuntergang. In vielen unterschiedlichen orangen Farbtönen leuchtet der Himmel auf, aber genauso auch der Salzsee aufgrund der Spiegelung des Lichts. Die Natur erscheint hier so unreal, der Anblick erinnert an einen Science-Fiction-Film. Mit dem Untergang der Sonne wird es sofort eisig kalt, und so beenden wir kurz nachdem die Sonne verschwunden ist unsere Tour und fahren zurück nach Uyuni.

  • Unser Blogger in Bolivien

    Chris Tokple bereist regelmäßig Lateinamerika und interessiert sich dort sehr für die koloniale Geschichte, die Natur, die Kultur und auch die Musik. Neben Kolumbien und Kuba hat es ihm auch Bolivien besonders angetan.

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