Muraleando

Havanna, Cuba: Das Projekt Muraleando wurde 2001 von dem Künstler Manuel Diaz Baldrich ins Leben gerufen. Zunächst wollte Diaz zusammen mit einigen Kollegen in seinem Heimat-Stadtteil Lawton nur eine Werkstatt für Malerei einrichten, um insbesondere Kindern und Jugendlichen zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung zu verhelfen. Der Raum war knapp, der Zuspruch groß und so entschloss man sich, die Werkstatt gewissermaßen auf die Straße zu verlagern und die Häuserwände des Stadtviertels zu streichen und kunstvoll zu bemalen. Bald halfen auch ältere Bewohner dabei mit, dem Viertel mehr Glanz und Farbe zu verleihen. Binnen weniger Jahre hat das Projekt das Stadtviertel zu einem mit Leben gefüllten Kunstwerk gemacht. Überall im Viertel sieht man bemalte Fassaden, Skulpturen, und kunstvolle Installationen aus Alltagsgegenständen. Doch das Projekt greift tiefer, denn eine wichtige Rolle spielt der soziale Aspekt. Die künstlerische "Mitbestimmung" und die Veränderungen sollen das soziale Leben im Stadtteil fördern und auch ein tieferes Bewusstsein für die Umwelt entwickeln lassen. Die Wandmalereien erzählen aus dem Alltag, was die Menschen bewegt, immer mit dem Ziel, zu mehr Gemeinsinn zu motivieren und auf die Probleme des Alltags aufmerksam zu machen. Umweltverschmutzung, Krieg und Frieden oder soziale Konflikte sind einige dieser Themen, für die die Bewohner von Lawton mit Hilfe der künstlerischen Verarbeitung auch neue Lebensformen entwickeln.

Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier.

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