avenTOURa organisiert seit 1995 Reisen nach Lateinamerika und in die Karibik.
Angefangen hat das mit Cuba, inzwischen findet sich beinahe alles zwischen Mexiko und Feuerland im Programm, die karibischen Inseln und Reisen nach Zentralasien. Wir sind ein kleines Team in Freiburg, und in den Zielgebieten arbeiten wir mit eigenen Agenturen und mit Partnern, die wir zum Teil seit den Anfängen kennen.

Eine Reise über den Atlantik lässt sich nicht kleinrechnen. Was wir beeinflussen können, liegt an anderer Stelle: Wer verdient an einer Reise? Kommt die Reiseleitung aus dem Land oder wird sie eingeflogen? Gehört eine Unterkunft einer Familie oder einer Kette? Wird ein Projekt, das Gäste besuchen, dafür bezahlt oder nur besichtigt?
Die Antworten darauf stehen auf dieser Seite: unsere Arbeitsweise, unsere Projekte, dreißig Jahre Firmengeschichte und am Ende das, was wir bewusst nicht behaupten.

Wie wir Reisen zusammenstellen

Wir sind ein kleines Team in Freiburg und arbeiten in den Zielgebieten mit eigenen Agenturen und mit Partnern zusammen, die wir zum Teil seit über zwanzig Jahren kennen. Für unsere Reisen heißt das konkret:

  • Die Reiseleitung stammt aus dem jeweiligen Land
  • Wo möglich, buchen wir inhabergeführte Unterkünfte statt Hotelketten
  • Unsere Gruppen sind klein, in der Regel maximal 14 Teilnehmende
  • Ausflüge, Transfers und Fahrzeuge vergeben wir an ortsansässige Betriebe

So bleibt ein größerer Teil dessen, was eine Reise kostet, in der Region. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal, aber es ist überprüfbar: Wenn Sie wissen möchten, mit wem wir in einem bestimmten Land arbeiten, sprechen Sie uns gerne an. 

Projektbesuche als Teil der Reise

Auf vielen unserer Gruppenreisen besuchen Sie soziale oder ökologische Projekte. Nicht als Programmpunkt zum Zuschauen, sondern als Station mit eigenen Gastgebern. Die Projekte sind bei uns Leistungsträger wie jeder andere Partner auch: Sie stellen ihre Arbeit vor, führen durch ihre Werkstätten, manche bieten auch Übernachtungen an - und sie werden dafür bezahlt.

Konkret heißt das: Jedes besuchte Projekt erhält einen festen Betrag, der bereits im Reisepreis enthalten ist. Beim Straßenkinderprojekt Tres Soles in Bolivien sind das 10 US-Dollar pro Besucher, beim Gemeinschaftszentrum Fabio Sandei in Salvador da Bahia 10 Euro pro Teilnehmer einer Brasilien-Gruppenreise. Sie müssen unterwegs nichts spenden, damit ein Projekt etwas davon hat.

Mit den meisten dieser Initiativen arbeiten wir seit vielen Jahren zusammen. Die Bürgerinitiative Caminos de Altamira in Argentinien hat auf unsere Initiative hin 2006 den TO DO-Preis des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung gewonnen. Das Naturschutzreservat Monte Alto in Costa Rica, die Frauenkooperative Damas de Chira, das Kunstprojekt Muraleando in Havanna: Eine vollständige Übersicht mit allen rund Projekten und den Reisen, auf denen Sie sie kennenlernen, finden Sie hier.

Kinderschutz

2015 haben wir gemeinsam mit ECPAT Deutschland den Verhaltenskodex "The Code" unterzeichnet. Er verpflichtet uns unter anderem dazu, unsere Mitarbeitenden und unsere Partner vor Ort zu schulen, entsprechende Klauseln in Verträge aufzunehmen und Verdachtsfälle zu melden. Über die Arbeit von ECPAT können Sie hier mehr nachlesen, über "The Code" erfahren Sie hier mehr. 

Dreißig Jahre: was wir angestoßen haben

Manches davon liegt lange zurück, anderes wirkt bis heute. Wir listen es hier auf, weil es überprüfbar ist – und weil dazwischen auch Dinge stehen, die inzwischen ruhen.

1995: Gründung in Freiburg.

1997: Gründungsmitglied des Unternehmensverbands forum anders reisen.

1998: Grüne Palme des Reisemagazins GEO Saison für Völkerverständigung.

1999: Goldene Palme für das begegnungsorientierte Konzept der Reise "Cuba real".

2000–05: Mehrere weitere Goldene Palmen. Partner von uns werden mit dem TO DO-Preis ausgezeichnet.

2006: Beginn der Zusammenarbeit mit atmosfair. Die von uns vorgeschlagene Bürgerinitiative Caminos de Altamira gewinnt den TO DO-Preis.

2007: Pilotunternehmen der europäischen CSR-Reporting-Initiative im Tourismus. Umstellung des Katalogdrucks auf FSC-Recyclingpapier. Gründung des Fördervereins.

2008: Erster Nachhaltigkeitsbericht.

2009: CSR-Zertifizierung durch TourCert als eines der ersten Unternehmen der deutschen Touristik – überreicht vom früheren Bundesumweltminister Klaus Töpfer. Auszeichnung als bester deutscher Spezialveranstalter für Cuba durch den kubanischen Tourismusminister.

2010: Als Gründungsinvestor ermöglichen wir den Aufbau des Aufforstungsunternehmens BaumInvest, das in Costa Rica ehemaliges Weideland mit tropischen Edelhölzern aufforstet.

2011: Erste CSR-Rezertifizierung.

2013: Beteiligung am Walderhaltungsprojekt Visionswald in Costa Rica.

2014: Neuausrichtung des Fördervereins als avenTOURa proVIDA e.V. Zweite CSR-Rezertifizierung.

2015: Unterzeichnung von "The Code" gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus, unterstützt von ECPAT Deutschland.

2016: Fünfzehn unserer kubanischen Reiseleiterinnen und Reiseleiter absolvieren in Havanna interkulturelle Seminare des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung. Einweihung der Kita "ESPERANZA avenTOURa".

2017: Dritte CSR-Rezertifizierung. Weitere Reiseleiterseminare auf Cuba.

2019: Zum 25-jährigen Bestehen lassen wir berechnen, welche CO2-Menge in unserem Geschäftsbetrieb seit der Gründung entstanden ist (4.450 Tonnen) und gleichen sie einmalig über die Aufforstung von 10 Hektar aus. Im selben Jahr Aufforstung von 30 Hektar einer ehemaligen Rinderfarm in Paraguay, 3 Hektar Brachland in Costa Rica und die Pflanzung von 1.600 Bäumen in der Sierra del Escambray auf Cuba.

2019: Auszeichnung der CATA (Central America Tourism Agency) für den wertvollen Beitrag zur Förderung des regionalen Tourismus und dem Verkauf von Reisen in Mittelamerika auf dem deutschen Markt 

2026: Erneute Auszeichnung der CATA (Central America Tourism Agency) für den Beitrag zur Förderung des regionalen Tourismus und Verkauf von Reisen in Mittelamerika auf dem deutschen Markt 

Was wir nicht behaupten

Unsere Reisen sind nicht klimaneutral, und wir bezeichnen sie auch nicht so. Ein Langstreckenflug verursacht Emissionen, die sich durch das Pflanzen von Bäumen nicht rückgängig machen lassen. Bäume binden Kohlenstoff über Jahrzehnte, und ob sie so lange stehen bleiben, kann niemand garantieren. Kompensation ist ein Beitrag, kein Ausgleich.

Wenn Sie die Emissionen Ihrer Reise dennoch ausgleichen möchten, halten wir atmosfair für eine seriöse Anlaufstelle. Der Verein investiert die Beiträge in geprüfte Klimaschutzprojekte, überwiegend in erneuerbare Energien und effiziente Kochöfen. Die Höhe Ihres Beitrags bestimmen Sie selbst. Der Verein hat auf der Website einen CO2 Rechner, mit dem sich die Emissionen berechnen lassen. 

Und noch etwas, das wir nicht behaupten: dass eine Fernreise der Umwelt nützt. Sie tut es nicht.
Was wir beeinflussen können, ist, wie viel von dem Geld, das Sie ausgeben, bei den Menschen ankommt, die Sie unterwegs treffen. Daran arbeiten wir seit dreißig Jahren.

avenTOURa ist mit Auszeichnungen und Mitgliedschaften seit über 25 Jahren in der Touristikbranche etabliert. 

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