Guyana Reisen

Das Land der vielen Wasser.
Abenteuer zwischen Regenwald, Wasserfällen und Savanne.

Ein Wasserfall, der fünfmal höher als die Niagarafälle in die Tiefe stürzt, mitten im endlosen Regenwald. Ein Flusssystem, auf dem sich kaum ein anderes Boot blicken lässt. Und am Abend das Brüllen der Affen aus dem Blätterdach einer Lodge, die nur per Kleinflugzeug erreichbar ist: Guyana ist Südamerika in seiner wildesten, ursprünglichsten Form.

Das einzige englischsprachige Land des Kontinents liegt im Nordosten, eingekeilt zwischen Venezuela, Brasilien und Suriname; karibisch im Lebensgefühl, südamerikanisch in der Landschaft, einzigartig in seiner Mischung aus indigenen, indischen, afrikanischen und britisch-kolonialen Einflüssen.

Mit rund 215.000 km² etwa so groß wie Großbritannien, hat Guyana weniger als 800.000 Einwohner. Rund 80 % der Landesfläche sind von unberührtem Regenwald bedeckt. Wer hierher reist, sucht echtes Abenteuer: Jaguarbeobachtungen in der Rupununi-Savanne, Bootsfahrten auf dem mächtigen Essequibo und Begegnungen mit indigenen Gemeinschaften, die ihre Traditionen seit Jahrhunderten bewahren.

Grafik Menschen

Landessprache

Englisch

Icon Beste Reisezeit

Beste Reisezeit

Februar bis April und Mitte August bis Anfang Dezember (Trockenzeiten) 

 

Zeitunterschied zu MEZ

-5 Stunden in Winterzeit
-6 Stunden in Sommerzeit

Flugdauer

Ca. 13 Stunden

Warum wird Guyana das „Land der vielen Wasser“ genannt?

Der Name Guyana stammt aus der Sprache der indigenen Bevölkerung und bedeutet „Land der vielen Wasser“ - eine Bezeichnung, die das Land in wenigen Worten perfekt beschreibt. Guyana wird von einem gewaltigen Netz aus Flüssen, Bächen und Wasserfällen durchzogen, das nahezu die gesamte Landesfläche prägt. Der Essequibo, mit über 1.000 Kilometern der längste Fluss des Landes, gehört zu den größten Flusssystemen Südamerikas und mündet in einem riesigen, inselreichen Delta in den Atlantik. Daneben gibt es den Demerara, den Berbice und zahllose kleinere Wasserläufe, die tief in den Regenwald hineinführen und oft die einzigen Verkehrswege ins Landesinnere sind.

Doch Guyana ist weit mehr als nur Wasser und Wald: Im Südwesten öffnet sich die weite Rupununi-Savanne, eine faszinierende Gras- und Buschlandschaft, die an die afrikanische Steppe erinnert und eines der besten Gebiete in ganz Südamerika für Tierbeobachtungen ist. Hier leben Jaguare, Riesenotter, Ameisenbären, Kaimane und Hunderte Vogelarten. Im Zentrum des Landes ragen die Tafelberge des Pakaraima-Gebirges empor. 

Was macht den Kaieteur-Wasserfall so besonders?

Der Kaieteur-Wasserfall ist das Wahrzeichen Guyanas und einer der spektakulärsten Wasserfälle der Welt. Auf einer Breite von über 100 Metern stürzt der Potaro-Fluss hier in einem einzigen, ununterbrochenen Fall rund 226 Meter in die Tiefe und damit ist der Kaieteur fast fünfmal so hoch wie die Niagarafälle und etwa doppelt so hoch wie die Victoriafälle.
Was ihn aber wirklich einzigartig macht, ist seine abgeschiedene Lage mitten im Regenwald: Keine Stadt, keine Straße, kein Souvenirshop weit und breit. Der Wasserfall liegt im Kaieteur-Nationalpark und ist in der Regel nur per Kleinflugzeug erreichbar oder im Rahmen einer mehrtägigen Wanderung durch den Dschungel.

Schon der Anflug ist ein Erlebnis: Über endlosem Blätterdach taucht plötzlich die gewaltige Gischtwolke auf, bevor der Pilot in einer Schleife den Wasserfall aus der Luft zeigt. Am Boden angekommen, führen Wanderwege über das Plateau, von dem aus man den Kaieteur aus nächster Nähe erleben kann, ganz ohne Absperrgitter und Menschenmassen.
Der Name des Wasserfalls geht auf eine Legende der Patamona zurück, nach der sich ihr Häuptling Kai in einem Kanu in die Tiefe stürzte, um sein Volk vor feindlichen Angreifern zu schützen. Werner Herzogs Dokumentarfilm „The White Diamond“ hat dem Kaieteur auch international zu Bekanntheit verholfen.
 

Lässt sich Guyana gut mit Suriname und Französisch-Guayana kombinieren?

Ja, und genau darin liegt einer der größten Reize der Region: Guyana, Suriname und Französisch-Guayana – die sogenannten „drei Guyanas“ – liegen direkt nebeneinander an der Nordostküste Südamerikas und lassen sich hervorragend zu einer Rundreise verbinden. Obwohl die drei Länder geographisch Nachbarn sind, könnten sie kulturell kaum unterschiedlicher sein: In Guyana wird Englisch gesprochen und es herrscht Linksverkehr, Suriname ist niederländischsprachig geprägt, und in Französisch-Guayana zahlt man mit dem Euro und fährt auf dem europäischen Überseedepartement am Weltraumbahnhof Kourou vorbei. Diese dichte kulturelle Vielfalt auf engem Raum ist einmalig in Südamerika.

Eine kombinierte Rundreise durch die drei Guyanas verbindet das Beste aller drei Welten: In Guyana die wilde Natur mit dem Kaieteur-Wasserfall und der Rupununi-Savanne, in Suriname die charmante UNESCO-Altstadt von Paramaribo und die Regenwald-Lodges am Suriname-Fluss, in Französisch-Guayana das koloniale Erbe von Cayenne und die Teufelsinsel. Die gesamte Region ist eines der am wenigsten bereisten Gebiete des Kontinents

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