Einreisehinweise
Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen für touristische Aufenthalte bis zu 180 Tagen kein Visum für Panama. Erforderlich ist lediglich ein Reisepass, der noch sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig ist. Bei Einreise verlangt Panama zudem ein Rück- oder Weiterflugticket sowie den Nachweis ausreichender finanzieller Mittel (mind. 500 US-Dollar in bar oder per Kreditkartenauszug).
Bei An- oder Rückreise über die USA gelten zusätzliche Vorschriften (ESTA). Andere Staatsangehörige informieren wir auf Anfrage. Immer aktualisierte Informationen und Hinweise sind auf der Seite des Auswärtigen Amtes zu finden.
Gesundheit und Impfungen
Für die Einreise nach Panama sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben -empfohlen werden jedoch die Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie, Polio) sowie Hepatitis A und B. Eine Gelbfieber-Impfung ist nicht vorgeschrieben, aber z.B. für das abgelegene Darién-Gebiet sehr empfehlenswert; bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet ist sie zwingend nachzuweisen.
Häufigste Reisekrankheit sind Magen-Darm-Infekte – meiden Sie Straßenessen und Eiswürfel und trinken Sie nur abgefülltes Wasser. Wegen der hohen Temperaturen sollte man immer genug Flüssigkeit zu sich nehmen. Die Sonne ist um ein vielfaches stärker als in Mitteleuropa, deshalb ist die Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit einem hohen Lichtschutzfaktor empfehlenswert.
Wir empfehlen, rechtzeitig vor Abreise Hausarzt oder Tropeninstitut zu konsultieren.
Klima
In Panama herrscht ganzjährig tropisches Klima mit Tagestemperaturen um 30 °C an den Küsten. Es gibt eine Trockenzeit von Mitte Dezember bis Mitte April und eine Regenzeit von April bis Dezember mit Höhepunkt im Oktober/November.
Die Niederschläge liegen an der Pazifikküste bei rund 2.000 mm, an der Karibikküste bei rund 4.000 mm pro Jahr. Nachts kühlt es auf ca. 23 °C ab. Im Hochland von Chiriquí (über 1.000 m) sinken die Temperaturen nachts auf bis zu 12 °C, am Vulkan Barú (3.475 m, höchster Berg Panamas) morgens nahe dem Gefrierpunkt.
Sicherheit
Panama gilt als eines der sichersten Reiseländer Mittelamerikas. Als problematisch gelten lediglich einige Viertel von Panama City und Colón sowie das Grenzgebiet zu Kolumbien (Darién); das übrige Landesinnere ist sehr sicher.
Bewahren Sie Geld und Dokumente nah am Körper auf, führen Sie eine Passkopie getrennt vom Original mit und lassen Sie Wertsachen nicht unbeaufsichtigt – die übliche Reisevorsicht wie in europäischen Großstädten.
Geld und Währung
Offizielles Zahlungsmittel in Panama ist der Balboa (PAB), der im Verhältnis 1:1 an den US-Dollar gekoppelt ist. Den Balboa gibt es jedoch nur als Münzen – Banknoten sind ausschließlich US-Dollar-Scheine.
In Hotels und Geschäften in Panama-Stadt und den größeren Städten kann meist mit internationalen Kreditkarten (vor allem VISA, auch Eurocard/Mastercard) bezahlt werden.
Euro lässt sich vor Ort kaum tauschen – führen Sie daher US-Dollar in bar mit, am besten in kleinen Scheinen (max. 20 USD); 50- und 100-Dollar-Scheine werden selten angenommen.
Der Einsatz von Debit-/Girocards funktioniert nicht immer problemlos. An den meisten Geldautomaten ist pro Transaktion nur ein begrenzter Betrag abhebbar, wofür eine Transaktionsgebühr anfällt.
Strom
In Panama beträgt die Netzspannung 110 Volt bei 60 Hz, verwendet werden US-amerikanische Flachstecker (Typ A/B). Sie benötigen daher einen Reiseadapter für US-Stecker, erhältlich in jedem Elektrofachgeschäft. Die meisten modernen Ladegeräte (Kamera, Smartphone, Laptop) sind Multispannungsgeräte (110–240 V), ein Blick auf die technischen Angaben genügt.
Telefon und Internet
Die internationale Vorwahl für Panama lautet +507. Das Mobilfunknetz ist gut ausgebaut; am einfachsten nutzen Sie eine lokale Prepaid-SIM oder eine eSIM für mobiles Internet oder klären vorab die Roaming-Konditionen mit Ihrem Anbieter. WLAN steht in den meisten Hotels zur Verfügung, in vielen Restaurants, bars und Cafes gibt es ebenfalls öffentliche Hotspots.
Kleidung und Gepäck
Empfehlenswert ist leichte, atmungsaktive Freizeitkleidung – ergänzt um warme Schichten für Bergregionen und klimatisierte Gebäude. In Boquete und im Hochland wird es nachts frisch, daher Pullover oder Jacke einpacken. Für den Regenwald eignen sich feste, wasserabweisende Wanderschuhe (in der Regenzeit Gummistiefel, oft vor Ort leihbar), am Strand reichen Sandalen. Gegen Moskitos helfen lange Kleidung und Mückenschutz. Fernglas, Sonnenbrille, Taschenlampe und Sonnenschutz (LSF 30–50) gehören ins Gepäck.
Verkehrsverbindungen
Das Straßennetz ist im regionalen Vergleich als gut einzustufen. Die von Panama-Stadt entlang der Pazifikküste bis an die costaricanische Grenze reichende Panamericana befindet sich in gutem Zustand. Gleiches gilt mit leichten Einschränkungen für die Halbinsel Azuero im Süden des Landes. Die Nord-Süd-Achse von Panama-Stadt nach Colón am Atlantik (Transístmica) wird derzeit ausgebessert. Abseits der Hauptverkehrsstraßen trifft man nur noch vereinzelt auf asphaltierte Straßen. Der Osten des Landes ist verkehrstechnisch kaum erschlossen, die Panamericana (asphaltierter Teil) endet weit vor der Grenze zu Kolumbien. Busse verkehren regelmäßig in alle größeren Orte des Landes.
Die historische Eisenbahnstrecke zwischen Panama-Stadt und Colón ist nach langer Unterbrechung wieder in Betrieb, in erster Linie zur Container- aber auch zweimal täglich zur Passagierbeförderung.
Eine Reise von Panama nach Kolumbien auf dem Landweg ist nicht möglich, es gibt keinen Grenzübergang, über den die Ausreise aus Panama gestattet wäre. Entgegen den Angaben auf verschiedenen Landkarten gibt es auch keine Straßenverbindung nach Kolumbien, die Reise auf der Panamericana von Alaska nach Feuerland muss in Panama unterbrochen werden.